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30. März 2011, 09:00 Uhr

"Westerwelle muss sich neu erfinden"

FDP-Vorstand Kubicki rechnet im stern mit seiner Partei ab: Sie habe den Ernst der Lage noch nicht erkannt. Homburger und Pieper empfiehlt er den Abschied, Westerwelle müsse sich neu erfinden.

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"Fast wie Kabarett": Schleswig-Holsteins FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki© Carsten Rehder/DPA

Der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki wirft seiner Partei vor, den Ernst der Lage nach den verlorenen Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz nicht erkannt zu haben: "Das ist fast wie Kabarett". Kubicki attestiert den Liberalen in einem Interview mit dem stern ein Glaubwürdigkeitsproblem und fordert einen Kurswechsel: "Es wird mit demselben Personal so nicht weitergehen. Köpfe transportieren Themen. Und wir brauchen neue Themen."

Kubicki, der auch Mitglied im Bundesvorstand seiner Partei ist, rechnet allerdings damit, dass Parteichef Guido Westerwelle im Mai wieder für das Amt des FDP-Vorsitzenden kandidieren werde: "Wenn er antritt, wird er eine Mehrheit bekommen. Alles andere würde die FDP zerreißen", sagt er im stern. Westerwelle müsse allerdings seinen Führungsstil ändern: "Guido Westerwelle muss sich als Politiker neu erfinden."

Die FDP-Fraktionschefin im Bundestag, Birgit Homburger, macht Kubicki "an vorderster Linie mit verantwortlich" für die Wahlniederlage in Baden-Württemberg. Homburger sollte von ihrem Amt als Fraktionsvorsitzende zurücktreten. Kubicki sagt, er rechne ebenfalls damit, dass die stellvertretende Parteivorsitzende Cornelia Pieper beim Parteitag im Mai nicht wieder antrete: "Sie würde sich selbst keinen Gefallen damit tun und auf dem Parteitag wohl auch keine Mehrheit bekommen."

Dasvollständige Interview

Dasvollständige Interview ... mit Kubicki lesen Sie im aktuellen stern

 
 
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