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Rösler gewinnt Machtkampf - Brüderle kneift

Turbulente Stunden bei der FDP: Parteichef Rösler bietet seinen Rücktritt zu Gunsten Brüderles an. Kurz darauf einigt er sich mit seinem Rivalen auf eine Doppellösung.

  Taktisch ausgeschlafen: Philipp Rösler hat den Rückenwind aus Niedersachsen genutz und seine Position als FDP-Parteichef gestärkt.

Taktisch ausgeschlafen: Philipp Rösler hat den Rückenwind aus Niedersachsen genutz und seine Position als FDP-Parteichef gestärkt.

Philipp Rösler hat sich im Machtkampf gegen Rainer Brüderle durchgesetzt und bleibt FDP-Chef. Brüderle wird Spitzenkandidat für den Bundestagswahlkampf.

Zuvor hatte Rösler dem 67-jährigen Fraktionsvorsitzenden angeboten, die Parteispitze zu übernehmen. Es folgten stundenlange Beratungen. Schließlich einigten sich die beiden in einem Vier-Augen-Gespräch auf eine Arbeitsteilung. Ein FDP-Sprecher bestätigte am Montag die Lösung.

Rösler will nun auf einem vorgezogenen Bundesparteitag Anfang März erneut als FDP-Chef kandidieren. Im Gespräch ist der 9./10. März. Auch der Bundesvorstand wird neu gewählt.

Der 39-jährige Wirtschaftsminister und Vizekanzler Rösler führt die Partei seit Mai 2011. Am Sonntag holte die FDP bei der Niedersachsen-Wahl - auch dank vieler Leihstimmen aus der CDU - mit 9,9 Prozent ihr bestes Ergebnis seit der Bundestagswahl 2009. Schwarz-Gelb wurde dennoch abgewählt. In bundesweiten Umfragen liegt die FDP seit Monaten unter der Fünf-Prozent-Marke.

"Brüderle hat gekniffen"

Rösler hatte am Montagmorgen im FDP-Präsidium Brüderle völlig überraschend nicht nur die Spitzenkandidatur im Bundestagswahlkampf, sondern auch seinen Parteivorsitz angeboten. Er sei zum Rückzug bereit, erklärte Rösler. Brüderle erwiderte nach Angaben von Teilnehmern, er strebe nicht nach diesem Amt.

Brüderle hatte noch am Freitag, zwei Tage vor der Wahl in Niedersachsen, in einem Interview Rösler attackiert und einen vorgezogenen Parteitag verlangt. Das war als Kampfansage verstanden worden.

Nach Informationen aus Parteikreisen scheiterten alle Versuche, bis Montagmorgen zu einer einvernehmlichen Lösung zwischen Rösler und Brüderle zu kommen. Daraufhin ging Rösler im Präsidium in die Offensive und bot Brüderle auch den Vorsitz an.

"Ich bin bereit, zur Seite zu treten, wenn Rainer Brüderle auch Bundesvorsitzender werden will", sagte Rösler nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in der Sitzung.

Brüderle lehnte den Vorsitz ab und begnügt sich nun mit der Rolle des Zugpferdes im Wahlkampf. "Brüderle hat gekniffen", meinte dazu ein Mitglied der erweiterten FDP-Führung. Rösler sei gestärkt.

tkr/kng/DPA/DPA

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