. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
7. Oktober 2008, 17:16 Uhr

Merkel kritisiert Bankenaufsicht

Auftritt Angela Merkel: In ihrer Regierungserklärung zur Finanzkrise hat die Bundeskanzlerin die deutsche Bankenaufsicht gerügt und Änderungen angekündigt. Die Kanzlerin machte aber auch in Optimismus und versuchte erneut, die deutschen Sparer zu beruhigen.

Angela Merkel am Dienstag vor dem Bundestag: Aufsicht kritisiert, Garantien erneuert© Michael Gottschalk/ddp

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der deutschen Bankenaufsicht eine Mitschuld an dem Beinahezusammenbruch des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) und der Schieflagen anderer deutscher Banken in der aktuellen Finanzkrise gegeben. "Wir müssen uns kritisch hinterfragen, ob die Bankenaufsicht ihren Aufgaben gerecht geworden ist", sagte die Kanzlerin in ihrer Regierungserklärung zur Finanzkrise. Sie kündigte eine Überprüfung der Strukturen an. Die Bundesregierung habe zu überlegen, "ob das Zusammenspiel zwischen Bundesbank und BaFin (die Bundesfinanzaufsicht, d. Red.) nicht besser gestaltet werden kann".

Auch Irland bekam sein Fett weg. Die eigenwillige Garantie der Iren, die einheimischen Banken zu schützen, passt der Kanzlerin nicht. "Nicht geeignet ist der irische Weg, unabgestimmt eigene Bankinstitute unter einen Schirm zu stellen", sagte Merkel. Mit Blick auf die irische Hypo-Real-Estate-Tochter Depfa ergänzte sie: Andere internationale Institute, die auch lange in Irland Steuern gezahlt hätten, seien nicht in diesen Schirm mit einbezogen worden. Damit komme es zu Wettbewerbsverzerrungen.

Ebenfalls aus deutscher Sicht sei der Vorschlag abzulehnen, dass 27 EU-Mitgliedsstaaten einen Schirm spannten und in einen Fonds einzahlten, um dann mit 27 Staaten das Krisenmanagement zu machen. Damit werde man nicht schnell auf Krisen reagieren können, sagte die Kanzlerin.

Sie erneuerte die Garantie der Bundesregierung für alle Spareinlagen in Deutschland. Kein Sparer müsse um seine Einlagen fürchten. "Und ich sage hier noch einmal: Diese Erklärung gilt." Nähere Details nannte sie jedoch nicht. Merkel und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatten die Garantie am vergangenen Sonntag abgegeben. Sie soll nicht gesetzlich verankert werden.

Zwar bedauerte Merkel den langfristigen Schaden, den vor allem das unverantwortliche Vorgehen amerikanischer Banker verursacht habe, die in "unverantwortlicher Weise" Kredite vergeben hätte. Das Vertrauen, "die wichtigste Währung der Finanzmärkte" sei so verloren gegangen. Merkel sieht die Bundesrepublik aber gut gewappnet gegen die Krise. Ihr Fazit: "Deutschland ist stark."

dpa/ben
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
lazarus06 (07.10.2008, 22:01 Uhr)
Wiedermal Verarscht......
Merkel verkauft uns die Rettung der Renditen und Gewinne als Rettung unser aller Wohl. Die Gewinne bleiben bei den Banken und Anlegern und die Verluste sind für die Allgemeinheit.Jeder normale Gewerbetreibender haftet..nicht die Herren des Kapitals. Da werden weiter Gehälter und Leistungen gezahlt das die Schwarte kracht,das schlimmste was die Herren zu "fürchten "haben ist der Goldene Handschlag . Wo sind die AUFSCHWUNGSGEWINNE FRAU MERKEL ???
n8g8 (07.10.2008, 21:17 Uhr)
Macht-Faktor
ZEIT!!!
Wer heute von Merkel ein Gegensteuern gegen die Banker-Spekulatius von Anschie erwartet hat, den muss ich mal auf den Boden der bisher reGIERenden Tatsachen zurückholen: Schröder und SPD haben den Heuschrecken erst die Tür WEIIIIT geöffnet, bevor die ausgemerkelte Sekretöse für Agitation und Proppaganda überhaupt mal ein "WELLKOMME" hauchen konnte. Naivos und "sparende" Schläfer: Träumt weiter - tief und fest - nur wählt BITTE nicht so - sofern Ihr JETZT überhaupt noch eine nächste Wahl habt! (Stichwort: Wahlcomputer)
Reality (07.10.2008, 20:50 Uhr)
Jetzt kommt die Tante und erzählt...
Und erzählt....und ....erzählt ....und erzählt...wie halt Tanten so erzählen.
Jetzt kommt sie auf den Gedanken die Bankenaufsicht zu kritisieren, sehr geistreich übrigens, da hätte sie schon vor ein paar Jahren drauf kommen müssen.
Sie hätte auch genügend Zeit schon zur Verfügung gehabt um Gesetze in den Weg zu leiten, die solche Zockereien einfach nicht zu lassen.
Da war man aber ganz schön hörig und hat sich nichts ungehöriges leisten wollen.
Die Einlagen seien sicher, wohl so sicher wie die Renten was ?
Der Tante ihre Einlagen mögen sicher sein aber die der kleinen Leute, da bin ich mir nicht so sicher und ich möchte es nicht auf einen Versuch ankommen lassen.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass unsere Tante sich schwer tun würde, wenn sie die Nullenzahl auf Anhieb mitteilen müsste die hinter der Zahl steht die dann für die Sparer aufgewendet werden müsste.
Im übrigen da war mal ein Minister der erzählte und erzählte und jeder der es hören wollte oder sollte dem erzählte und erzählte er dass die Renten sicher sind.
Er meinte wohl seine Rente.
Die Renten die ich kenne werden jedes Jahr, Kaufkraftwertmäßig weniger wert.
Und die Politiker schämen sich nicht mal dafür.
Aber für Zockerbanken legt man von Heut auf Morgen Zig Milliarden auf den Tisch ohne nur mal mit der Wimper zu zucken.
Ja wenn Lobbyisten Geld brauchen - gelle.
Bin so was von gespannt auf die nächste Wahl wenn sie wieder ihre eigenen Metzer wählen gehen.
Kann mir aber vorstellen, dass die Tante von nicht so erwartungsfreudig sein könnte.
babylon (07.10.2008, 20:42 Uhr)
Wenn sich die Krise weiter verschärft
,wovon auszugehen ist, wird das für Europa und die Welt katastrophale Folgen haben. Die Regierung kann den Sparern keine Garantie geben.Wovon denn, unser Staat ist Dank Dummbatz-Kohl und Russen-Schröder pleite! Noch machen einige Witze über die Finanzmisere, aber meinr Großeltern haben mir von 1929 erzählt und was dann kam. Das muß ich nicht erleben!
Dieses Managerpack, das aus reiner Raffgier mit anderer Leute Geld verantwortungslos umgegangen ist sollte man einsperren (besser erschießen,spart Geld), aber darauf kann man in diesem Land wohl lange warten.Schließlich verdienen unsere Volksvertreter kräftig mit.
520i (07.10.2008, 20:23 Uhr)
Bleiben Sie ruhig...
...dass die Bundeswehr bald im Inneren eingesetzt wird, hat niichts damit zu tun...
Außerdem: http://www.radio-utopie.de/2008/10/06/das-geld-ist-nicht-weg-es-ist-nur-woanders/
Benkku (07.10.2008, 20:10 Uhr)
Eigentor !!!
Laut Guido Westerwelle kritisiert die sich selbst.
peterpan1001 (07.10.2008, 20:00 Uhr)
unser aller
merckel hat ein katastrofales horoskop, genauso wie gwbush. der große hammer kommt noch. das wird ein winter des schreckens.
ich sag euch: in 1-2 jahren ist bürgerkrieg.
leider wird unsere geliebte kanzlerin einen katastrofalen abgang machen. hat wohl mit dem versprechen zu tun "euer geld ist sicher"
Skillet4 (07.10.2008, 19:33 Uhr)
Baldrian von Frau Dr. Merkel
Komisch nur, dass immer erst was passieren muss, bevor etwas passiert.
Diese imkompetenten Politgaukler kann man doch kollektiv in die Tonne drücken.
Allen voran das Merkle. Muähhhhhhhhh Änschie morgen ist Müllabfuhr!
Und es ist noch ein Platz frei!
Und dann ab dafür ;))
johnniedeamonic (07.10.2008, 18:22 Uhr)
.....
"Deutschland ist stark."
________________________
jetzt fängt das wieder a ;)
MEHR ZUM ARTIKEL
Finanzkrise Die ersten Bänder stehen still

Autobauer drosseln ihre Produktion, Unternehmen haben Schwierigkeiten, Kredite zu bekommen, die Konjunkturaussichten sind düster: Die internationale Finanzkrise erschüttert nicht mehr nur das Börsenparkett. Ihre Folgen machen jetzt auch deutschen Unternehmen zu schaffen. mehr...

Börse Gerüchte ziehen Banken in den Keller

Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank, Royal Bank of Scotland vor der Verstaatlichung und Zahlungsschwierigkeiten bei HBOS, Lloyds und Barclays - alles nur Gerüchte. Doch sie reichen aus, um an den Börsen Panik auszulösen und die Banken-Aktien erneut in den Sturzflug zu schicken. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe