Mit einer Finanzspritze von 700 Milliarden Dollar wollen die USA die taumelnden Märkte beruhigen und die Eskalation der Krise abwenden. Was genau macht die US-Regierung eigentlich? Wie hoch sind die wahren Kosten? Und beendet das gigantische Hilfspaket das Bankensterben? stern.de beantwortet die wichtigsten Fragen.

Schlechte Aussichten: Bankenkrise fordert neue Opfer© Peter Foley/DPA
Der Rettungsplan hat eine gigantische Dimension: Rund 700 Milliarden Dollar will die US-Regierung in den maroden Banksektor stecken, das entspricht in etwa den laufenden Kosten des Irak-Krieges und würde das Haushaltsdefizit der USA glatt verdoppeln. Mit dem Geld greift der Staat den Banken kräftig unter die Arme und kauft deren faule Kredite auf. Zusätzlich hat die Notenbank Fed den Basis-Zins unter die Inflationsrate gesenkt. Geradestehen für das Versagen der Banken wird der amerikanische Steuerzahler. Vorläufig muss sich die US-Regierung das benötigte Geld leihen. Die zulässige Grenze der Staatsverschuldung wird dafür angehoben - von derzeit 10.6000 Milliarden Dollar auf 11.300 Milliarden.
Niels Kruse und Tiemo Rink mit DPA/AP/Reuters/AFP