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29. Oktober 2008, 12:39 Uhr

Mehr Geld für Hartz-IV-Empfänger

Wer Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe bezieht, könnte künftig mehr Geld in der Tasche haben. Nach einer Prognose des Finanzministeriums steigt der Regelsatz in den nächsten Jahren. Der Grundfreibetrag für alle Arbeitnehmer wird allerdings nicht erhöht.

Hartz-IV-Empfänger können im nächsten Jahr auf mehr Geld hoffen© Oliver Stratmann/DDP

Die gut sieben Millionen Empfänger von Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe können - wie die Rentner - auf mehr Geld in den kommenden beiden Jahren hoffen. Für 2009 und 2010 zeichnet sich eine Steigerung des sogenannten Regelsatzes um 1,9 und 2,3 Prozent im Jahresdurchschnitt ab. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Entwurf für den neuen Existenzminimumbericht des Finanzministeriums hervor.

Nach der noch unverbindlichen Prognose des Finanzministeriums würde der Regelsatz für alleinstehende Hartz-IV-Empfänger im kommenden Jahr von derzeit durchschnittlich 349 auf 356 Euro monatlich steigen, im übernächsten Jahr auf 364 Euro. Der Durchschnittsbetrag für Paare erhöht sich demnach von 628 auf 640 Euro im nächsten und auf 655 Euro im übernächsten Jahr. Die Anhebung der Regelsätze für ALG II und Sozialhilfe hängt von der Entwicklung der Bruttolöhne ab.

Grundfreibetrag soll gleich bleiben

Aus Verfassungsgründen muss der Freibetrag von derzeit 7664 Euro nicht erhöht werden, wie aus dem Berichtsentwurf hervorgeht. Die Politik kann aber - je nach Finanz- und Konjunkturlage - anders entscheiden und weitere Entlastungen beschließen: "Höhere steuerliche Freibeträge sind im Wege politischer Entscheidungen möglich." Der steuerliche Grundfreibetrag stellt sicher, dass der Anteil des Einkommens, der zur Bestreitung des Lebensunterhalts absolut notwendig ist (Existenzminimum), nicht mit Steuern belastet wird.

Der steuerliche Grundfreibetrag war mit 7664 Euro schon bisher höher als verfassungsrechtlich nötig. Dieser Puffer wurde angesichts der jüngsten Preissteigerungen nun weitgehend ausgeschöpft. Der aktuelle Existenzminimumbericht hat ein sogenanntes sächliches Existenzminimum für einen Alleinstehenden von 7656 Euro ermittelt. Der Steuerfreibetrag liegt also noch um acht Euro darüber.

Teile der Union, aber auch Gewerkschafter fordern seit längerem eine Anhebung auf 8000 Euro - teilweise schon im Jahr 2009. Zuvor war bekanntgeworden, dass Familien vom kommenden Jahr an stärker entlastet werden als bisher geplant. Der jährliche Steuerfreibetrag für Kinder soll dem aktuellen Bericht zufolge auf jeweils 6024 Euro erhöht werden. Er liegt damit etwas über dem Betrag von 6000 Euro, den die Bundesregierung Mitte Oktober beschlossen hatte.

Entwicklung der Kosten

Im Existenzminimumbericht untersucht die Regierung alle zwei Jahre, wie sich die Kosten für Ernährung, Kleidung, Hausrat, Miete und Heizung entwickelt haben. Für Arbeitnehmer gibt es den Grundfreibetrag von 7664 Euro. Für jeden darüber hinaus verdienten Euro ist mit steigenden Tarifen ein eigener, höherer Steuersatz fällig. Der verfassungsrechtliche Anspruch auf ein steuerfreies Existenzminimum auch der Kinder wird durch Freibeträge oder das Kindergeld umgesetzt.

Der nunmehr siebte Existenzminimumbericht der Bundesregierung werde voraussichtlich am 5. November im Kabinett vorgestellt, hieß es. Die vorläufige Fassung befinde sich derzeit zur sogenannten Ressortabstimmung in allen Bundesministerien.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 14)
 
habibati (30.10.2008, 06:50 Uhr)
Mehr Geld in der Tasche?
Sicher nicht. Der Handel hat schon wieder die Preise erhöht. Plötzlich kosten diverse Lebensmittel 20 Cent mehr. Wo ist denn da die Möglichkeit für mehr Geld in der Tasche???
susiwolf (29.10.2008, 18:28 Uhr)
@jackiki...Hinweis auf Druckversion
...danke dafür:...klappt 'much better'.
hätte ich auch selbst darauf kommen sollen. Gruß :-)
jackiki (29.10.2008, 18:19 Uhr)
wer keine....
...fehler in artikel lesen möchte -was mich persönlich überhaupt nicht stört, jeder weiß, was gemeint ist- der muss sich die druckversion "kaufen".
neub (29.10.2008, 18:14 Uhr)
Seit wann erhalten Amerikaner Hartz 4
Finanzministerium

Mehr Geld für Hartz-IV-Empfänger

Wer Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe bezieht, könnte künftig mehr Geld in der Tasche haben. Nach einer Prognose des
Da bin ich aber doch froh , dass die Amis den Grundfreibetrag erhöht bekommen.
Finanzministeriums steigt der Regelsatz in den nächsten Jahren. Der Grundfreibetrag für alle Amerikaner wird allerdings nicht erhöht. mehr...
MfG
neub
susiwolf (29.10.2008, 15:18 Uhr)
@stern.admins.. bitte streichen....
in eigener Sache: bitte räumen Sie mal auf:
1. Die nervige Text überdeckende Reklame
rechts und auch am Anfang Ihrer Be-
richterstattung.
2. Dieser Artikel ist sicherlich sehr interes-
sierend, nur....wenn denn schon verse-
hentlich 'die Amerikaner' da reinge-
rutscht (und verbessert) sind, bitte
gleich die hinweisenden Kommentare
löschen. Für spätere LeserInnen mißver-
ständlich.
3. Vielleicht sollte man einmal die aktuell-
sten und wichtigsten Themen oben be-
ginnen lassen?
4. Drei meiner Zuschriften sind nicht er-
schienen. Warum eigentlich nicht?
(Sie waren Themen-orientiert)
Wer kümmert sich eigentlich darum? Und
auch um die Deutsch- und Rechtschreibungsfehler?
Das sollte der STERN nicht nötig haben.
Soll ich helfen bei der Korrektur?
cba38 (29.10.2008, 14:39 Uhr)
Fehler behoben
Sie habens gemerkt und still und leise geändert.
EricS (29.10.2008, 14:21 Uhr)
Dabei
bräuchten die Amis diesen Freibetrag doch so dringend...
cba38 (29.10.2008, 14:16 Uhr)
!?!?!???!
Selbst die Gewichtung der Themen ist alles andere als nachvollziehbar.
Da steht ganz oben die US-Präsidentenwahl, dann kommen Porsche, Ballack, Augentätowierung.
Also interessante Themen sehen anders aus.
Zum Beispiel Themen, die lebensnaher sind, näher am normalen Leser, nicht was irgendein Bllack verzapft, was Porsche mit den VW Aktien macht, was im US-Wahlkampf los ist. Das sind Themen, die weit weg vom Normalverbraucher sind.
Zum Beispiel:
Zweitmeinungsverfahren/ G-BA entscheidet gegen Patienten mit seltenen Erkrankungen
Der Gemeinsame Bundesausschusses (G-BA) hat seinen Beschluss über das so genannte Zweitmeinungsverfahren bei der Verordnung von kostenintensiven, besonderen Arzneimitteln veröffentlicht. Ab 1. Januar 2009 muss sich ein Arzt die medikamentöse Behandlung eines Patienten, der an einer schweren Krankheit mit hohen Therapiekosten leidet, von einem zweiten Arzt genehmigen lassen.
mutti1 (29.10.2008, 14:09 Uhr)
IDEAL UND WIRKLICHKEIT
noch besser ist das neue buch vom leiharbeiter bei opel,als leihsklave,in schichten ,auf abruf und dann abzug,er wäre nicht da gewesen.
mit 529 euro netto,wer einfach neidisch ist,ist wohl nicht bei einer firma oder zulieferen,der automobilindustrie?jetzt besteht noch weniger aussicht in der service-branche auf jobs.
aber hauptsache die würde der banker u. spekulanten wird verteidigt.
mutti1 (29.10.2008, 14:03 Uhr)
IDEAL UND WIRKLICHKEIT
eher regt einen die werbung auf,die den text abdeckt...
dazu bitte lesen,wer es genauer wissen möchte,
bei labournet.de/diskussion/arbeit/
realpolitik//hilfe/roth
"über das elend des REGELSATZES von Alg. II und das versprechender eingliederung von langzeitarbeitslosen
von Herr,n ROTH
am 14.01.05
darin sind sogar mehr finanzielle posten angedacht gewesen,di9e wohl hartz ausbaldovert hatte,diedann ohne ihn verkürzt ....abgeändert wurden.obwohl die daten 1998 erhoben wurden,und um 2004 schon weit erhöhte lebenshaltungskosren gelten.oja,bei den amerikanern hat man das sozialsystem abgekupfert,mit großen teuren reisegruppen der parteien und der ministerien.
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