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Zahl der Asylbewerber stark gestiegen

Sie kommen aus Russland, Syrien und Afghanistan, aber auch aus Serbien, Iran, Irak und Pakistan: In Deutschland haben 26.800 Menschen im Zeitraum Januar bis April Asyl beantragt.

  Ein Schild vor einer Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber. Im April reichten gut 7500 Menschen erstmals einen Asylantrag in Deutschland ein.

Ein Schild vor einer Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber. Im April reichten gut 7500 Menschen erstmals einen Asylantrag in Deutschland ein.

Deutlich mehr Menschen haben zu Beginn dieses Jahres in Deutschland Asyl gesucht. Von Januar bis April stellten knapp 26.800 Menschen einen Asylantrag. Das waren rund 73 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dies teilte das Bundesinnenministerium am Donnerstag in Berlin mit. Auch im Monatsvergleich zeigt der Trend nach einem Rückgang im Februar und März wieder nach oben.

Im April reichten gut 7500 Menschen erstmals einen Antrag ein - ein Plus von mehr als einem Drittel gegenüber dem Vormonat und 137 Prozent mehr als im April 2012. Im Herbst versuchten jedoch noch deutlich mehr Menschen, als Flüchtlinge anerkannt zu werden.

Die meisten Bewerber kamen aus #Link;http://www.stern.de/reise/service/russland-90247216t.html;Russland#, dem #Link;http://www.stern.de/politik/ausland/syrien-90262489t.html;Bürgerkriegsland Syrien# und #Link;http://www.stern.de/reise/service/afghanistan-90247838t.html;Afghanistan#. Die Zahl der russischen Asylbewerber verdoppelte sich binnen Monatsfrist auf gut 2000 im April. Die Tageszeitung "Die Welt" berichtete am Donnerstag, nach Angaben aus Sicherheitskreisen gehörten die meisten von ihnen der tschetschenischen Minderheit an. Die verarmte russische Teilrepublik wird immer wieder von Terroranschlägen erschüttert, Kritiker werfen der Regierung Menschenrechtsverletzungen vor. Weitere wichtige Herkunftsländer waren in den ersten vier Monaten Serbien, Iran, Irak und Pakistan.

Die Zahl der Asylanträge steigt seit einigen Jahren. 2012 stellten rund 65.000 Menschen einen Antrag. Dem Aufwärtstrend ging allerdings ein deutlicher Rückgang voraus, 1995 lag die Zahl noch fast doppelt so hoch wie im vergangenen Jahr.

ger/DPA/DPA

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