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26. September 2008, 10:13 Uhr

Polizei holt Terrorverdächtige aus Jet

Terroreinsatz auf dem Flughafen Köln-Bonn: Polizisten drangen unmittelbar vor dem Start in ein Flugzeug der niederländischen Fluglinie KLM ein und nahmen zwei Terrorverdächtige fest. In ihrer Wohnung wurden Abschiedsbriefe gefunden. Demnach wollten die beiden Männer im "Heiligen Krieg" sterben.

Schlag gegen den Terror: Auf dem Flughafen Köln-Bonn holte die Polizei zwei mutmaßliche Terrorattentäter aus einem KLM-Flugzeug© Oliver Berg/DPA

Spezialkräfte der Polizei haben am Freitag zwei Terrorverdächtige in einem Flugzeug auf dem Flughafen Köln-Bonn festgenommen. Das bestätigte das Landeskriminalamt (LKA) Nordrhein-Westfalen. Demnach drangen die Polizisten um 6.55 Uhr in eine Maschine der Fluglinie KLM ein, die nach Amsterdam fliegen sollte.

Die Einsatzkräfte nahmen zwei Männer fest: einen Somali (23), der "Tagesspiegel" Abdirazak B. heißt und einen in Mogadischu geborenen Deutschen (24) den die Zeitung als Omar D. identifizierte. Beide wollten offenbar im "Heiligen Krieg" (Dschihad) sterben, sagte eine Sprecherin des LKA.

In ihrer Wohnung habe die Polizei entsprechende Abschiedsbriefe gefunden. Die beiden Männer, die in Nordrhein-Westfalen lebten, standen demnach seit Monaten unter Beobachtung. Wie der Verdacht auf die beiden Männer gefallen ist, wollte die LKA-Sprecherin unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht bekanntgeben. Laut einem Sprecher des Flughafens war das Duo bei seiner Festnahme unbewaffnet.

Es bestehe auch nicht der Verdacht, dass die Terrorverdächtigen das Flugzeug entführen wollten. Das Landeskriminalamt betonte zudem, es sei eine ganz normale Festnahme gewesen und keine Erstürmung der Maschine, von der zunächst die Rede war.

Startfreigabe war bereits erteilt

Nach Angaben der niederländischen Fluggesellschaft hatte die mit etwa 40 Passagieren besetzte Maschine schon die Startfreigabe erhalten. Unmittelbar danach sei die Starterlaubnis für den Flug KL1804 auf Anweisung der Polizei aber wieder zurückgenommen worden, sagte eine KLM-Sprecherin in Amsterdam.

Alle Passagiere hätten nach der Festnahme der beiden Verdächtigen das Flugzeug wieder verlassen und ihr Gepäck identifizieren müssen. Die Gepäckstücke der Festgenommenen seien fortgebracht worden. Der geplante Abflug der Maschine sei 7.05 Uhr gewesen, wegen der Polizeiaktion sei sie aber erst um 8.24 Uhr gestartet, sagte der stellvertretende Pressesprecher des Flughafens Köln/Bonn, Alexander Weise. Auch Weise bekräftigte, es könne keine Rede davon sein, dass das Flugzeug erstürmt wurde. Vielmehr seien Polizeibeamte in die Maschine gegangen und hätten die beiden Männer nach draußen begleitet.

Über Amsterdam und Uganda nach Pakistan?

Nach Informationen des "Tagesspiegel" wollten die festgenommenen Islamisten über Amsterdam und Uganda nach Pakistan reisen. Vermutlich hätten sie sich zur Islamic Jihad Union (IJU) begeben wollen, schreibt das Blatt unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Die IJU steckte hinter dem Versuch der so genannten "Sauerlandgruppe" um den deutsche Konvertiten Fritz Gelowicz, in der Bundesrepublik mehrere Anschläge mit Autobomben zu begehen. Gelowicz und zwei weitere Mitglieder der Gruppe waren im September 2007 im Sauerland überwältigt worden.

Die Bundesstaatsanwaltschaft widersprach am Nachmittag einer solchen Einschätzung. Nach bisherigen Erkenntnissen gebe es eine solche Verbindung nicht, sagte Sprecher Frank Wallenta der Nachrichtenagentur AP.

Fahndung nach Breininger läuft auf Hochtouren

Die Bundesanwaltschaft erklärte zudem, es bestehe kein Zusammenhang mit dem gesuchten Islamisten Eric Breininger und dessen libanesischen Freund Houssain Al Malla, nach denen derzeit öffentlich gefahndet wird. Das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden hat bereits mehr als 20 Hinweise erhalten. Die Informationen müssten nun ausgewertet werden, sagte eine BKA-Sprecherin am Freitag in Wiesbaden.

Breininger und Al Malla sind möglicherweise aus dem pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet nach Europa oder sogar schon nach Deutschland zurückgekehrt. Der aus dem Saarland stammende Breininger hatte vor wenigen Monaten in einem Internet-Video mit einem Selbstmordanschlag gedroht.

Bundesregierung sieht keine konkrete Anschlagsgefahr

Trotz der Terrorfahndungen und der Festnahme von Köln sieht die Bundesregierung derzeit keine konkrete Anschlagsgefahr in Deutschland. Eine Sprecherin von Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte in Berlin: "Es bleibt bei der Einschätzung, dass wir im Fadenkreuz des Terrorismus stehen. Es gibt aber keine Hinweise auf konkrete Anschlagvorbereitungen."

DPA/AP/AFP
 
 
KOMMENTARE (10 von 67)
 
terrax (27.09.2008, 18:27 Uhr)
@matbln
Das Ausland muß selbst zu sehen, wie es klar kommt. Ich denke unser Land hat genug eigene Probleme. Und die Leute dort werden sich immer wieder die Köpfe einhauen. Und die 140 Millionen Euro die dieses Jahr dort schon hingeflossen sind, sind aus meiner Sicht eh fürn A*. Deutschland gibt überall am meisten Geld und die deutschen Arbeiter dürfen dafür knüppeln. Ich kenne kein Land wo die Leute so getrieben werden, als wie in Deutschland - und dann natürlich auch noch meist zu Löhnen, wo man besser zu Hause bleiben kann!
Garnet (26.09.2008, 19:23 Uhr)
@Malt
Je, die Jungs von Calw. Mein Sohn erzaehlte mir von denen ein wenig. Er hatte mit seiner Einheit mal mit denen zu tun. Er meinte die waeren ganz gut und brauchbar.
Aber die droehnen wohl nicht ueber ihre Einsaetze im Internet rum.
Einige dieser Spezialisten dienen ja nun auch in anderen Armeen. Die Crack Troops von Australien und Neuseeland welche in 2006 auf die Solomen kamen, hatten einige ehemalige Deutsche dabei.
Ja und Somalien sind wirklich alle bescheuert. Unter den Hunderten welche wir kennen gelernt haben war nicht einer dabei welcher nicht ein totaler Islamist war. Dagegen kenne ich Iraner und Iraker zuhauf welche super drauf sind. Auch mit Saudis habe ich schon ein Fass geleert. Aber mit Somalis?
Malt (26.09.2008, 18:50 Uhr)
@garnet
Sorry, aber Sie kann man leider nich ernst nehmen: "Wenn es dort einen gibt der nicht so ist, dann ist der die Ausnahme."... wenn das keine Verallgemeinerung ist! Sie widersprechen sich doch selbst in jedem 2.Satz.
.
Und Ihre Ignoranz, WAS die Bundeswehr tatsächlich im Ausland tut, ist eigtlich nicht verwunderlich... denn über das, was dort wirklich passiert, lesen sie in der Presse nichts. Ja, und jetzt raten sie mal, WELCHE Einheit bei der Bundeswehr an Kampfeinsätzen teilgenommen hat... ich gebe Ihnen einen Tipp: Der Stützpunkt liegt in Calw. Dabei handelt es sich um eine Truppe, die. Ich, übringens, war zu meiner aktiven Zeit beim Gebirgsjägerbattalion 232 und damit auch in Jugoslawien.... auf deren Homepage können sie sich auch über die Einsätze informieren.
Garnet (26.09.2008, 18:25 Uhr)
@Malt
Unsere farbigen Mitarbeiter sind nicht dumm. Vom klimatisietten Buero kann man keinen Betrieb fuehren. Importiertes Bier rinken wir nicht, das machen wir selbst. Ueber den Kamm scheren macht keiner von uns. Viele unserer besten Freunde sind Einheimische. Ich wurde mal von ihren Freunden der stasi im Yemen abgeholt. Buergerkriege, Umsturetze,Mord und Totschlag. In 25 Jahren in der dritten welt kommt was zusammen. Meine Frau hat in einem Krankenhaus verletzte Soldaten versordt welche dann von der Gegenpartei ermordet und in einem 40 fuss Container am Strand verschachert wurden. Vor unserem Camp haben die Hunde und Voegel die Leichen von Kindersoldaten gefressen. So, Sie waren beim Bund in Jugoslavien? Was fuer ein Einsatz war denn das? Drueckebergern wie in Afghanistan? Etappe? Ueberigens, ich habe kein Problem mit Religionen. Nur damit wie Menswchen in ihren Laendern erzogen und gepraegt werden.
8 Auslandseinsaetze? Harte Kerle? Ja wo hat denn jemals die Bundeswehr an einer Kampfhandlung teilgenommen? Und wer sagt ihnen das ich Weiss bin? Meine Frau ist Farbige. Also kann der Rassismusknueppel hier nicht zum Einsatz kommen. Mein bester Freund hier, ein Afrikaner(Muslim), sagt das ihm das Gesuelze der Europaer auf den Keks geht. So wie Ihres mir.
Ich schuettele mich vor lachen!!Harte Kerle,Auslandseinsatz?
Malt (26.09.2008, 17:53 Uhr)
@Garnet
Na, da beglückwünsche ich Sie aber recht herzlich was Sie alles gesehen haben.... als Betriebsleiter (Lassen sie mich raten: Vom klimatisierten Büro aus, wenn Ihnen die dummen Schwarzen ein importiertes, kühles Bier auf den Tisch gestellt haben)! Ich war, unter anderem, bei den ersten Kontingenten in Ex-Jugoslawien dabei und kann Ihnen sagen, dass auch ich einiges gesehen habe (und nicht nur gehört gelesen oder erzählt bekommen)... dazu gehörte aber auch, dass so Leute wie Sie, die alle über einen Kamm scheeren, MIT ASTAND die Allerschlimmsten sind. Mit einer ähnlichen Einstellung gehen nämlich Leute wie Karatzic durchs Leben... frei nach dem Motto: Ach, das sind doch nur Moslems in Srebrenica. Noch dazu finde ich es anmaßend, dass "wir Weißen" uns immer einbilden müssen zu wissen, was das beste für alle wäre. Ich kenn auch Geschichten aus Afghanistan, die mir ehem. Kameraden erzählt haben, bei denen es um diverse "Vorgehensweisen" der zivilisierten US Amerikaner gegenüber der Zivilbevölkerung ging. Nur soviel: Diese beiden Kameraden waren wirklich harte Kerle mit je über 8 Auslandseinsätzen - mittlerweile sind sie Dienstunfähig ob der Bilder die sie nicht mehr los werden. Aber, das waren bestimmt alles nur die schwarzen GIs... ach ja, und Ihr Doesling am Arsch!
Garnet (26.09.2008, 16:56 Uhr)
@Malt
Ich bin seit 25 Jahren als Betriebsleiter im Ausland. Mittlerer Osten,Nord- West und Sueafrika.Asien und Pazifik. Ich habe gesehen was kein Mensch je sehen sollte. Dann kommen Sie Doesling daher und wollen mir die welt beibringen. Meine Frau hat als Krankenschwester in Kriegsgebieten gearbeitet. Reden Sie mal mit der und lassen sie sich erklaeren was fuer Maenner das sind die ihre Toechter an Infektionen verrecken lassen und ihre Frauen wie Vieh behandeln. Wenn es dort einen gibt der nicht so ist, dann ist der die Ausnahme. Leute wie Sie sind unertraeglich in ihrer Besserwisserei und gewollten Ignoranz.
Malt (26.09.2008, 16:25 Uhr)
@Garnet
Nee, hat es nicht. Ist zwar tragisch, aber sie werden ja wohl nicht behaupten, dass gerade diese beiden Frauen verstümmelt und zugenäht, vergewaltigt und ins Gefängnis geworfen haben, oder? Oder nein, halt: Soll Ihr post wohl implizieren, dass es, quasi schon durch die Gene, allen Somaliern vorbestimmt ist, Frauen zu verstümmeln und zuzunähen, zu vergewaltigen und ins Gefängnis zu sperren? So wie wir alle auch Nazis sind, weil jeder Deutsche ist das ja schon automatisch, nee? Man, wacht mal auf und geht mal raus um euch die Welt anzuschauen... eure schwarz/weiss Bilder gehen mir langsam echt auf den Sack!
lordnelson1 (26.09.2008, 16:10 Uhr)
Spitzen Marketing
Geil, kaum haben wir das Thema Terror nun im Kino (übrigens habe ich den Streifen Baader-Meinhof schon gesehen - lohn nicht ...) ... schon bedient sich der Staat an diesem Boom und muss selbstverständlich mutmaßliche Terroristen festnehmen. Ha, ha, ha! Von was wird gerade abgelenkt? Oder ist wieder ein neues amerikanisches Theaterstück kurz vor der Premiere - mit Deutschland in der Nebenrolle?!? Immerhin hat Deutschland je auch vor sieben Jahren schon eine kleine, feine Rolle in „Abgefrackte Türme versenken“ gespielt. Wie armseelig wird diese Welt zugrunde gehen ...
Garnet (26.09.2008, 16:09 Uhr)
@lazarus06
Alles hat es damit zu tun. Wer vergewaltigte Frauen ins Gefaengnis sperrt,Maedchen beschneidet und zunaeht,Koepfe und Haende abhackt,zu Tode steinigt, Frauen mit Nagellack die Fingerkuppen abschneidet hat alles mit Terror in Deutschland und der Welt zu tun.
lazarus06 (26.09.2008, 16:02 Uhr)
@Garnet..Was sollen uns diese Worte sagen ??
Was hat der Vorgang am Köln/Bonner Flughafen mit dem Verstümmeln von Mädchen in Somalia zu tun ????
Thema verfehlt ....
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