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27. April 2007, 07:59 Uhr

Union könnte Bündnis platzen lassen

In der großen Koalition kriselt es, und die SPD gerät dabei immer mehr ins Hintertreffen. Deswegen müsse die Partei "auf Gedeih und Verderb auf in der Koalition bleiben", sagt Forsa-Chef Manfred Güllner. Ganz im Gegensatz zur Union.

Müntefering und Merkel: Der kleine Koalitionpartner wird immer kleiner© Marcus Brandt/DDP

Nach Ansicht von Forsa-Chef Manfred Güllner muss die SPD ein besonderes Interesse am Fortbestand des Regierungsbündnisses mit der Union haben. "Wegen ihrer Schwäche kann sich die SPD im Augenblick keinen Bruch der Koalition leisten, denn bei anschließenden Wahlen würde sie zerrieben werden", sagte Güllner der "Saarbrücker Zeitung".

Landtagswahlen entscheidend

Die Sozialdemokraten müssten versuchen "auf Gedeih und Verderb bis 2009 im der Koalition zu bleiben", meinte Güllner. Der Union bescheinigte er eine andere Ausgangslage: "Wenn sie sich weiter stabilisiert und eine Mehrheit mit der FDP winkt, könnte sie die Koalition vorzeitig aufkündigen". Entscheidend für ein solches Szenario seien die Landtagswahlen im kommenden Jahr, erläuterte Güllner.

Die aktuellen Dissonanzen im Regierungsbündnis führte der Meinungsforscher auf ein latentes Unbehagen der Sozialdemokraten gegenüber der großen Koalition zurück. "Nach unseren Befragungen sind die Anhänger der Union mit der Arbeit der Koalition immer noch recht zufrieden, während die Sympathisanten der SPD darüber nie sonderlich glücklich waren." Diese Konstellation schlage sich jetzt auch im Verhalten der politischen Akteure nieder, sagte Güllner.

mit DPA
 
 
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