. .
News am 02.06.2012
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
9. April 2008, 07:20 Uhr

Deutsche sehen schwarz für Konjunktur

Die Deutschen sind im Blick auf die Wirtschaftsentwicklung immer pessimistischer geworden. Auslöser dafür ist die Bankenkrise. Und: Die Bürger sind klüger als viele Experten. Wie ein Seismograf erkennen sie früh die wirtschaftlichen Probleme, die dem Land drohen.

© stern-Infografik

Im März glaubten 53 Prozent, dass sich die ökonomischen Verhältnisse verschlechtern werden, nur 18 Prozent erwarteten eine Verbesserung. Wie das Ergebnis einer regelmäßigen Umfrage des Forsa-Instituts für den stern und RTL zeigt, hatten in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres noch die Optimisten die Oberhand. So sahen im Mai 2007 insgesamt 41 Prozent die Perspektiven positiv und nur 28 Prozent negativ. Im August 2007 wurden die Optimisten von den Pessimisten überflügelt. Seitdem ist die Zahl derer, die die wirtschaftlichen Aussichten Deutschlands mit Skepsis sehen, stetig gestiegen.

Auslöser der Trendwende war die Bankenkrise. Im August 2007 musste die Mittelstandsbank IKB zum ersten Mal mit einem milliardenschweren Rettungspaket vor dem Zusammenbruch bewahrt werden. Zahlreiche andere Banken gestanden in der Folge, am US-Immobilienmarkt Milliarden verloren zu haben.

Das wirkte offenbar bedrohlich. "Banken gelten hierzulande als Inbegriff der Stabilität", sagt Thomas Straubhaar, Leiter des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts. "Sie haben für die Gesellschaft eine Ankerfunktion und leben vom Vertrauen. Das ist nun erschüttert."

Die Deutschen, sagt er, hätten frühzeitig die Folgen für die Wirtschaft erkannt. Selbst positive Entwicklungen wie der Rückgang der Arbeitslosigkeit oder Lohnerhöhungen konnten den Negativtrend nicht drehen. Die Deutschen befürchten, dass sie am Ende bluten müssen. "Die Leistungen des öffentlichen Dienstes werden teurer", sagt Straubhaar. "Und die Sicherheit des Arbeitsplatzes ist durch die Globalisierung nicht größer geworden."

Der Ökonom bescheinigt den Deutschen, dass sie wie ein Seismograf die wirtschaftlichen Probleme, die dem Land drohen, früh erkennen - auch ohne Fachwissen: "Der gesunde Menschenverstand ist ein kluger Ratgeber."

Datenbasis: Monatsmittel aus wöchentlichen Umfragen unter 2000 Bundesbürgern von April 2007 bis März 2008.

Übernommen aus ... Stern Stern
Ausgabe 16/2008

Mehr dazu im neuen stern

Mehr dazu im neuen stern

 
 
KOMMENTARE (10 von 24)
 
Malt (09.04.2008, 13:37 Uhr)
@hevosenkuva
Sehr, gut, vielen Dank dafür!!!
.
So sieht es aus, das ALLES ist ein abgekartetes Spiel...und zwar von vorne bis hinten - Nichts als Manipulation!
nightmare_online (09.04.2008, 13:15 Uhr)
@x-cube
Ich fürchte Sie überschätzen den Bürger. Voraussetzung für eine Änderung des Wahlverhaltens ist Kenntnis der Verantwortlichkeiten.
Diese existiert aber weitgehend nicht
Soweit ich weiss, hatten bei der Auswertung der Wahlomat-Daten ca 60% der Bürger eine Partei angegeben, die nicht den (mehrheitlich) präferierten inhaltlichen Positionen entsprach.
Oder anders gesagt: Die Leute wählen irgend einen Politiker aus irgend welchen Gründen die mit dem was diese(r) inhaltlich vertritt, mit einiger Wahrscheinlichkeit nichts zu tun hat.
hevosenkuva (09.04.2008, 12:45 Uhr)
Umfragen, Skandalmeldungen und die Presse
Wie soll der Bürger, der sich sowieso immer Sorgen um alles macht (Geld, Gold, ein sorgenfreies Leben) denn positive Gedanken denken können, wenn er im Sekundentakt von besorgten Journalisten und besorgten Meinungsexperten mit besorgniserregenden Umfragen ("Sehen Sie nach der Bankenkrise schwarz für die Konjunktur?"), Berichten (Bürger sehen nach Bankenkrise schwarz für die Konjunktur") und Trends ("Experten sehen noch schwärzer für die Konjunktur nach Bankenkrise") sowie der allgegen- und widerwärtigen Werbung ("Bankenkrise! Schützen Sie sich jetzt gegen Armut im Alter mit der Super 1A Privatrente Ihrer fürsorglichen und netten Bank") bombardiert wird?
x-cube (09.04.2008, 12:32 Uhr)
Was mich wundert...
..ist das die Parteien die dafür verantwortlich sind immer noch von einer Mehrzahl der Bürger gewählt werden.
Ich kann das nicht verstehen. Wenn man unzufrieden ist, schaut man normalerweise danach wer verantwortlich ist und entscheidet sich entsprechend bei der Wahl.
Ich bin im Glauben an die Intelligenz des Volkes schwer erschüttert.
Da ja nun auch noch eine als "EU-Vertrag" getarnte EU-Verfassung am Volk vorbei auf den weg gebracht wird, ist der Demokratische Entscheidungsspielraum auf nationaler ebene ebenfalls Gefahr. Deutschland entrechtet seine Bürger dadurch immer mehr und wir haben weniger Möglichkeiten mitzugestalten.
H.P. (09.04.2008, 12:22 Uhr)
@RomanTicker
+++++@²Ich stimme undjetztnochder vollkommen zu. Die größte Gefahr für Deutschland ist die eigene negative Stimmung.++++++
Negative Stimmung macht auf Dauer krank, macht alles Positive zu Nichte. Für mich wird heute, bewusst oder unbewusst, ein Weltbild und Wissen vorenthalten, dass uns heute helfen könnte anders zu leben.
Erst wenn wir verstehen, >wer wir selbst sindMitschöpfer unserer eigenen Realität sind
hevosenkuva (09.04.2008, 12:13 Uhr)
Schwarz für die Konjunktur
Interessant, wenn man mal "Die Deutschen sehen schwarz für Konjunktur" weiter denkt:
Schwarze Zahlen, schwarze Kassen, schwarze Konten, schwarze Parteien, schwarze Anzüge, schwarze Autos,
schwarze Waffen, schwarze Wolken...
Interessante Farbgebung; bzw. gerade eben nicht.
nightmare_online (09.04.2008, 11:52 Uhr)
@RomanTicker
Verhältnismäßig gut geht es uns? Verhältnismäßig geht es uns heute etwa nicht bessser wie vor 20 Jahren. Wahrend überall in Europa Kaufkraft und Wohlstand wuchs, ist der Reallohn hier in D durchschnittlich der gleiche wie vor 20 Jahren. Berücksichtigt man nun die schlichte Tatsache das in dieser Zeit die Anzahl der Millionäre geradezu explodiert ist, kann man getrost davon ausgehen das Otto Normalverbraucher heute deutlich weniger in der Tasche hat als damals. Das hat mit Stimmung nicht zu tun, das hat was mit Zahlen und Fakten zu tun.
Unsere Politiker haben schlicht vergessen was Henry Ford schon wusste: "Autos kaufen keine Autos, Menschen kaufen Autos".
whismerh2 (09.04.2008, 11:41 Uhr)
@Malt
Colle Idee, ich würd halt ein paar
admins mehr einstellen.
@romanticker&@undjetztnochder
.
Ich werde halt auf Dauer sehr pessimistisch wenn ich Tag für Tag immer wieder aufs neue verarscht werde und eine Lüge nach der anderen erzählt bekomme.
.
Und ganz ehrlich wenn ich an die Rentensituation denke wird mir richtig schlecht.
Mal sehen wie Ihre beide denkt wenn euch im Alter in irgendein Drecksloch mit ner popligen Decke unterbringt , unter der Woche gibts Trockenfutter und Sonntags ne Dose Chappi zur Belohnung.
.
Vieleicht übetrieben aber wenn sich
hier nichts ändert wirds grob und das
ist nicht das einzige Problem unser Gesundheitssytem droht zu kolabieren
und der Sozialstaat ist geplündert worden und das Tafelsilber wurde und wird an Verbrecher veräußert.
Tut mir leid ich sehe das leider sehr unlocker.
dj.bear (09.04.2008, 11:34 Uhr)
Warum den Kopf in den Sand stecken ???
Wenn wir uns alle mal zusammentun auf die Straße gehen,einen Generalstreik organisieren.Die Griechen und Franzosen können so etwas auch,friedlich versteht sich ja wohl.einfach zu sagen "Jetzt reicht´s !!!!)Was machen die Politiker mit unserem SOLI -Zuschlag ??? Wieso ist die Mineralölsteuer so hoch ?? Warum bleibt von meinem Bruttolohn noch nicht mal ganz die Hälfte,.was passiert mit meinem Geld ??? Betrifft es keinen Politiker oder haben die soviel Subventionen und Steuervorteile das die das in ihrem Geldbeutel nicht merken??? Wieviele von uns müssen einen Nebenjob annehmen,das sie über die Runden kommen,nicht damit noch was gespart weden kann.Wir verdienen einfach nicht in acht Stunden das Geld damit wir davon leben können.Also laßt uns doch mal alle auf die Straßen gehen,vielleicht fallen wir dann mal auf,und bekommen nicht nur Wahlversprechungen sondern "die da oben" reißen endlich das Steuer rum,und machen endlich Politik die uns wieder Kohle in unsere Taschen bringt,die wir dann auch ausgeben können und gerne ausgeben.
Malt (09.04.2008, 11:24 Uhr)
@romanticker&undjetznochder
Aber die anderen (ärmeren) Länder als Vorbild zu nehmen kann ja wohl auch nicht im Sinne des Erfinders sein. Wenn ich jemanden, der nie ein Auto hatte, frage, ob er sein Auto vermisst, wird dieser das natürlich verneinen. Jemand, der ein Auto hatte und es sich nicht mehr leisten kann, wird da natürlich (meistens) etwas ganz anderes Antworten, oder?
MEHR ZUM ARTIKEL
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe