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11. Juni 2008, 07:20 Uhr

Kein Pardon für Stasi-Mitarbeiter

Politiker, die früher für die Staatssicherheit der DDR als Informelle Mitarbeiter gearbeitet haben, sollten zurücktreten. Dieser Meinung ist die Mehrheit der Deutschen, wie eine Umfrage des stern ergab. Die Stasi-Vorwürfe an den Linken-Politiker Gregor Gysi geben der Debatte neue Nahrung.

© stern-Infografik

In einer Umfrage für den stern erklärten 56 Prozent der Befragten, dass Politiker, die früher für die Stasi als Informeller Mitarbeiter gearbeitet haben, zurücktreten sollten. 35 Prozent sind dagegen. Im Westen fordern für den Fall 59 Prozent der Bürger Konsequenzen, die Ostdeutschen sind mit 47 zu 47 Prozent gespalten. Für einen Rücktritt sprachen sich in der Umfrage mehrheitlich die Anhänger aller Parteien aus - nur die Wähler der Linkspartei sind mit 68 Prozent dagegen.

Zuletzt war der Linken-Fraktionschef Gregor Gysi mit neuen Stasi-Vorwürfen konfrontiert worden, die er jedoch bestreitet.

Das Forsa-Institut befragte 1001 repräsentativ ausgewählte Menschen am 5. und 6. Juni 2008.

Übernommen aus ... Stern Stern
Ausgabe 25/2008

 
 
KOMMENTARE (10 von 48)
 
Bunsenbrenner (13.06.2008, 23:34 Uhr)
Man kann es ja gar nicht oft genug sagen
Die Ablenkungsmanöver auf andere Politiker und das Mitleid mit dem armen Gregor sind ja schön und gut, aber man muss sich ja mal klar machen, dass Gysi, nachdem die Mauer gefallen ist, erst einmal in der SED geblieben ist. Dann hat man wohl irgendwann mitbekommen, dass der Name SED (ganz lockere und unverbindliche Zwangsfusion aus SPD und KPD)nicht mehr so ganz zeitgemäß ist; man hat sich hingesetzt und befunden, dass man ab heute nun wirklich zu den Guten zählt und die Partei in PDS umgetauft, etc. Man muss sich schon klar machen, dass Gysi FREIWILLIG in der Partei geblieben ist, unter welcher seine Mandanten z.T. sehr leiden mussten. Das ist m.E. mindestens genauso schlimm, wie der eigentliche Verrat in DDR-Zeiten. Aber eine echte Demokratie muss eben auch mit solchen Politmonstern leben; man muss sowas ja nicht wählen. Die Frage ist eher die, ob da was strafrechtlich schief gelaufen ist; EIGENTLICH darf man ja als Anwalt seine Mandanten nicht verraten.
utospatz (12.06.2008, 12:22 Uhr)
Kein Pardon für NSDAP-Mitglieder
haben die Schwarzen 45geschrien, und schaukelten Sie auf Ihren Knien!
Die Geschichte wiederholt sich!
Preussin (12.06.2008, 12:10 Uhr)
Immer noch Gysi
Wo ist den die Einveständniserklärung, die Verpflichtungserklärung, die schrieb doch jeder mit eigener Hand ! Soviel ich weiß hatte Gysi zum Z K Kontakt und brauchte nicht als Zwischenstation das Schild und Schwert der Partei für Fragen oder Mitteilungen Punktum.Wer wäre den so blöd da noch ein paar Stellen dazwischen zu schalten ?
Loewenherz_XL (12.06.2008, 01:07 Uhr)
@ guenti2477 oder „die Leichtigkeit des Resthirns“
1.Zu Ihrem Schwachsinnskommentar „Vermutlich ist es immer der gleiche Schreiber - ehemaliger Stasimitarbeiter - der hier unter den Namen Ich, auwei und Loewenherz schreibt“ Ich schreibe im Stern grundsätzlich nur unter dem Namen Löwenherz. Und bin gebürtige Düsseldorferin, also nix mit Stasi ;-)Und wenn dem so wäre hätte FDJ-Merkel mich mit Sicherheit sehr lieb.
2.Es handelt sich bei dem Merkelfoto NICHT um ein Passfoto, sondern um ein Foto dass in unmittelbarer Nähe des Havemann-Hauses während der Bespitzelung geschossen wurde. Bei einem aufmerksamen Pressestudium hätten Sie es registrieren müssen.
3.„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher“ Albert Einstein
ganzbaf (11.06.2008, 22:27 Uhr)
Na...

wenn sie sich das Bett geteilt haben, werden sie auch schon befreundet gewesen sein.
Irgendwie... ;-)
O.Bi (11.06.2008, 19:41 Uhr)
Lasst Gisy in Ruhe!
Hat Stern endlich stichhaltige Beweise oder vielleicht sogar Tagebücher gefunden?
Wenn nicht, was macht das Bild von Gregor Gisy daneben? Z.B. hätte da viel besser das Bild von Frau Merkel gepasst, wenn sie schon, mit die anderen 400 Beobachter am Haus von Havemann war und dabei sogar fotografiert wurde (die Links zu Schweizmagazin, Spiegel).
Oder noch besser Kohl & Co, diese wurden beim Knutchen mit ach so schlimmen sozialistischen Staatsführern in allen Zeitungen zu sehen.
kaisergarten (11.06.2008, 14:30 Uhr)
na endlich...
dann Büro - das läßt wohl darauf schließen, dass Sie sich kannten. Ich besuche übrigens auch des öfteren Kollegen, mit denen ich das Büro teile - nur mal so am Rande.
bayerbienengift (11.06.2008, 14:26 Uhr)
Klappe die Letzte!
Sie teilte nicht die Wohnung sondern das Büro mit Havemans Sohn.
kaisergarten (11.06.2008, 14:12 Uhr)
Klappe die Letzte!

Wie ich schon schrieb - bitte verfolgen Sie Ihre Links bis zum Schluss - Frau Merkel teilte sich mit Havemans Sohn eine Wohnung, ob die befreundet waren oder nicht läßt sich von meinem Stuhl aus nicht beantworten, wundern täte es mich da aber nicht. Genausowenig, dass man Merkel dann vor Havemans Wohnung fotografieren konnte.
Zweitens: Ne, sensationell ist die Geschichte mit Gysi nicht, sicher auch zig Jahre alt und trotzdem schlüssig. Hier geht es halt nicht um ein Foto, sondern um vertrauliche Aussagen zwischen Anwalt und Mandant, die seltsamer Weise in Stasiakten landeten, ohne das eine dritte Person anwesend war! Is klar, oder?
bayerbienengift (11.06.2008, 13:51 Uhr)
Zweierlei maß
@kaisergarten
Eben genau, das ist der Punkt. Sensationsnachrichten gibt es auch nicht im Fall Gysi.
Zudem Merkel und Havemann waren keine
Freunde, was Merkel dann an Havemans
Haus?
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