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15. Oktober 2008, 07:11 Uhr

Keine Panik wegen Finanzkrise

Die Deutschen sind besorgt - aber sie verfallen wegen der weltweiten Finanzkrise nicht in Panik. Das ergibt eine Umfrage des stern. Die Mehrheit hat keine Angst, dass sie wegen der Banken-Crashs ihre Job verlieren könnten. Allerdings haben sie wenig Hoffnung auf eine Gehaltserhöhung.

Besorgt, aber nicht panisch - so reagiert der Deutsche auf die Finanzkrise© Picture-Alliance

Die große Mehrheit der Deutschen schaut trotz der Finanzkrise eher gelassen in die Zukunft. In einer Umfrage für den stern erklärten drei Viertel der Bürger (74 Prozent), sie machten sich keine Sorgen um ihr Geld, das sie auf einer Bank oder einer Sparkasse haben. Ein Viertel der Bürger (26 Prozent) äußerte vorige Woche allerdings Angst um das Ersparte bei Banken oder Sparkassen. Damit ist diese Furcht in den letzten vier Wochen etwas größer geworden: Mitte September waren es bei einer gleichlautenden Umfrage lediglich 20 Prozent gewesen. Dagegen gering ist die Sorge, für größere Anschaffungen keinen Bankkredit mehr zu bekommen. Dies befürchten nur 16 Prozent der Bürger.

Auch die Angst vor einem Verlust des Arbeitsplatzes ist derzeit nicht hoch. Nur 14 Prozent der Bürger befürchten, sie könnten im nächsten halben Jahr ihren Job verlieren. Das sind trotz der Finanzkrise weniger als etwa im April 2006, als 20 Prozent Angst vor einem Job-Verlust hatten. 85 Prozent der Erwerbstätigen schätzen ihren Arbeitsplatz zurzeit als sicher ein. Kritisch sehen die Deutschen allerdings die künftige Gehaltsentwicklung. 40 Prozent der Erwerbstätigen - darunter vor allem Arbeiter und Angestellte - haben Sorgen um die Entwicklung ihres Einkommens. Für 58 Prozent - darunter überdurchschnittlich viele Beamte - spielt diese Frage keine Rolle.

Finanzminister Peer Steinbrück kann trotz seines unermüdlichen Einsatzes bei der Rettung der Finanzmärkte in der Bevölkerung nicht punkten. Nur 15 Prozent der Bürger gaben in der stern-Umfrage an, sie hätten "großes Vertrauen" in seine Fähigkeiten als Krisenmanager. Die große Mehrheit hat nur "etwas" (47 Prozent) oder "wenig Vertrauen" (33 Prozent).

Datenbasis: 1003 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger am 9. und 10. Oktober 200. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte, Auftraggeber: stern. Quelle: Forsa-Institut, Berlin.

Übernommen aus ... Stern Stern
Ausgabe 43/2008

 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
utospatz (15.10.2008, 17:58 Uhr)
Wenn 0,1% der Bevölkerung
nur 50% des Volks-Vermögens in Händen halten, können sie niemals einen christlichen Feuerstuhl christlich dank Merkel gestalten.!
Irgendwann, und ich hoffe ich hab Glück, schlägt das Universum dann zurück!
ganzbaf (15.10.2008, 09:43 Uhr)
Natürlich...

RAUS aus der EU-DSSR!
RosaRoth (15.10.2008, 08:53 Uhr)
Beruhigend
Die Umfrage Ergebnisse sind doch beruhigend. Die PR-Aktionen der Regierungen tragen ihre Früchte und keiner hat das Geldsystem richtig verstanden.
Mit ihren Rettungspaketen verschulden sie jetzt sämtliche Nationen bei der Hochfinanz und das Geld wird nicht ausreichen, denn schließlich sind auch noch Zinszahlungen für die alten Schulden fällig.
Richtiger wäre es, die Banken zuenteignen und im Gegenzug die Geldkreierung in den einenen Nationalbanken neu aufleben zu lassen. Das würde aber auch bedeuten, den EU-Vertrag zu kündigen, denn seit dem 1.1.1999 dürfen EU-Staaten kein Geld mehr bei der eigenen Nationalbank leihen.
Man sollte sich einmal fragen, was das für Auswirkungen auf die Staatsverschuldungen und deren Sicherheiten hat.
Wenn unsere Regierungen das nicht ändern, ergeht es uns wie Island und Ungarn. Nur wird dann keiner mehr da sein, der noch einmal Billionen auf die Steuereinnahmen seiner Bürger aufnehmen kann.
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