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1. März 2009, 06:07 Uhr

Tiefflug der Linken hilft SPD

Die Wirtschaft steckt in der Krise, und die Wähler entziehen der Linkspartei dennoch ihr Vertrauen. Das ergab eine aktuelle Umfrage des stern. Im Café Einstein erklärt Forsa-Chef Manfred Güllner, woran das liegt.

Umfrage, Linke, stern

© stern-Infografik

Trotz der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise verliert die Linkspartei weiter an Boden. In der wöchentlichen Umfrage des stern sowie des Fernsehsenders RTL verliert die Linke 1 Punkt und sinkt auf 10 Prozent. Das ist der tiefste Stand seit März 2007. Die SPD profitiert von der Schwäche der Linkspartei und erreicht 25 Prozent der Wählerstimmen (+1 Punkt). Die Unionsparteien liegen unverändert bei 34 Prozent. Die FDP ist wieder im Aufwärtstrend, die Liberalen kommen auf 17 Punkte (+1 Prozent). Die Grünen bekämen unverändert 10 Prozent der Stimmen, wenn jetzt Bundestagswahl wäre. Für "sonstige Parteien" würden 4 Prozent der Deutschen ihre Stimme abgeben (-1 Punkt).

Gemeinsam liegen CDU/CSU und FDP mit 51 Prozent damit vor dem "linken Lager" aus SPD, Grünen und Linkspartei (zusammen 45 Prozent). Eine "Ampel-Koalition" aus SPD, FDP und Grünen (gemeinsam 52 Prozent) könnte eine klare Mehrheit im Bundestag stellen, wenn die Wahlen schon jetzt wären.

Die Schwäche der Linken liege vor allem daran, dass die Bürger der Partei keine Lösungskompetenz zutrauten, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner im Interview mit stern.de. "Die Linkspartei hat keine Chance, keine Macht, keine Möglichkeit etwas zu ändern, sie ist ohnmächtig und das spüren die Leute", so Güllner. Für die Bundestagswahl könne man der Linken die 10 Prozent nicht mehr garantieren. Lediglich im Osten der Republik sei die Partei nach wie vor stark.

Für die Sonntagsfrage interviewte das Forsa-Institut 2505 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

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KOMMENTARE (10 von 34)
 
Westerle.Merkwelle (02.04.2009, 23:10 Uhr)
Märchenstunde beenden
Hallo, Stern,
hören Sie bitte endlich auf, uns Leser für dumm zu verkaufen. Die forsa Umfragen sind nichts als Gülle. Was wollen Sie mit Ihrer Manipulationsversuch eigentlich erreichen. Bilden Sie sich ernsthaft ein, dass sie die Menschen davon abhalten, die einzige Partei zu wählen, die kompromisslose Maßnahmen gegen die Finanzkrise vorschlägt? Heute Abend im ARD Deutschland Trend sehen die zahlen etwas anders aus: Die Linke 11% (1+). Das passt irgendwie nicht zu ihrem Orakel. Wie gut, dass es öffentlich - rechtliches Fernsehen gibt und nicht nur RTL, Bild & Co.
http://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend592.html
knilch_59 (01.04.2009, 15:55 Uhr)
@vegefranz – „Gesamtbetrachtung“
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Die beiden einzigen Dinge, die man in einer „Gesamtbetrachtung“ der DDR vorwerfen kann, waren die fehlende Freizügigkeit und die Überwachung/Repression ihrer Bürger.
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Dabei ist die Freizügigkeit ist ein Wert, der erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts überhaupt entstanden ist und auch heute nur einer absoluten Minderheit der Weltbevölkerung legal zugestanden ist. Und die Überwachung samt Zensur versucht man ja gerade wieder bei uns einzuführen.
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Die Unzulänglichkeiten der DDR sind in der geschichtlichen Rückschau nur Lappalien gegen das, was das Dritte Reich verbockt hat:
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Bis auf die Zeit der Blockade Berlins ging aus der DDR niemals aggressives Angriffspotenzial hervor, sie hat niemals zum Völkermord aufgerufen oder sich aktiv daran beteiligt. In der Gesamtbetrachtung bleibt damit bestehen, dass die DDR ehrbare Ziele mit untauglichen Mitteln verfolgt hat. Das Dritte Reich war nach innen und außen durch und durch verbrecherisch.
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Ich kann den notorischen Hass von Westberlinern gegen die DDR nachvollziehen. Aber irgendwann muss man auch mal bereit sein zu verzeihen, anstatt sich immer weiter einzugraben – sonst macht man sich lächerlich, Sie haben den größten Teil des Weges schon geschafft und sollten nach einem Weg zur Umkehr suchen.
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Denkverbote schaden jeder Gesellschaft – und mit 20 Jahren Zeit zwischen der DDR und dem jetzt sollte man zu einer differenzierten Betrachtung fähig sein und nicht mehr mit „Totschlagargumenten“ aus der Zeit des kalten Krieges alles platt bügeln, nur weil es von jemanden kommt, der mal jemanden kannte, der bei der STASI war. Hätten wir Wessis das mit den alten NAZI-Schergen so gemacht, wären wir froh, wenn wir heute das hätten, was die DDR 1989 hatte. Es waren die „entnazifizierten“ Wehrwirtschaftsführer, die das Wirtschaftswunder organisiert hatten. Und genauso sollten wir uns auch der Köpfe der DDR bedienen, wenn sie heute etwas Positives beitragen können. Ich sehe bei Gysi und Bisky dazu Ansätze (!), und es wäre Vergeudung von Intellekt, darüber nicht mal wenigstens nachzudenken!
vegefranz (01.04.2009, 13:50 Uhr)
@krakatoa: Du hast recht - ich finde die Leute, die ein reflexartiges Pauschalurteil über die DDR oder das III. Reich fällen auch ziemlich hohl
subjektiv gibt es sowieso immer eine differenzierte Betrachtungsweise. Darüberhinaus wird man in allen Gesellschaftssystemen punktuell immer Vorbildliches finden. In der gesamtbetrachtung waren DDR und III. Reich aber wohl doch verbrecherische systeme.
Krakatoa41 (01.04.2009, 12:58 Uhr)
@vegefranz
was ist eigentlich mit Merkel und Althaus, beide sind führende Unionspolitiker und beide hatten in der DDR besondere Funktionen inne, was für ex sind das denn.
Ja in der DDR gab es schlecht Autos und Bananen, außer für Die, die genügend Geld oder die zahlende Westverwandtschaft hatten, ich sehe da zu heute keine großen Unterschiede, eher schlimmer es gibt alles, aber viele können sich nicht das nötigste leisten, selbst von denen die arbeiten gehen, aber in der DDr gab es auch andere Sachen,z.B Arbeit für alle, extrem niedrige Lebenshaltungskosten, Kindergartenplätze für Lau, Urlaub für Lau, Kinderferienlager für lau, es ist keiner verhungert, selbst sogennnante assoziale wurden vom System durchgeschleift, es gab eine ganz andere Kinder-und Jugendpolitik und wenn ich sehe wie in dwer Jetzt-Zeit die Menschen bespitzelt und überwacht werden, wie Lebenshaltungskosten explodieren, wie Politiker sich auf das schamloseste Bedienen, will mir doch keiner erzählen, das dieses besser ist als in der Ex-DDR, der Unterschied ist für die Normalbürger, die schlechter gestellten, die Wenigverdiener tut der Staat heute absolut überhaupt gar nichts mehr, die ganzen Gruppen existieren für die heutige Politik überhaupt nicht mehr, diese ganze DDR hetze und das angstgemache ist völlig überflüssig, denn heut ist es viel schlimmer, als es zu DDR Zeiten jemals gewesen ist.
SethusCalvisius (01.04.2009, 12:25 Uhr)
Nichts Neues
Wenn in einer Umfrage sich nichts ändert als dass eine Partei 1% mehr und die andere 1% weniger hat, bedeutet das überhaupt nichts. Solche minimalen Schwankungen kommen schon durch die Ungenauigkeiten solcher Umfragen zustande. Das sollte auch der Chef eines Unfrageinstituts wissen. :-)
Aber dem passt das natürlich in seine Anti-Links-Kampagne. Und der Stern macht munter mit: "Tiefflug der Linken"! Wegen eines Verlustes von 1%? Hatte die FDP bei Forsa nicht vor kurzem auch 1% mehr als heute? Tiefflug der FDP?
Dass die Linken von der Krise des Kapitalismus nicht profitieren, ist allerdings eine Tatsache. Das liegt zum einen daran, dass die Menschen in Krisenzeiten lieber auf bewährtes zurückgreifen und lieber schwammige Aussagen ala Merkel hören. Der Applaus bei Opel nach Merkels nichtssagender Rede ist ja anders nicht zu erklären.
Zum anderen haben sich die Linken in der letzten Zeit deutlich nach links verschoben und damit das Image der "besseren Sozialdemokraten" verloren. Ob die SPD davon langfristig profitieren kann, ist allerdings fraglich. Steinmeier und Münte stehen nun mal für die Schröder-Politik, die viele SPD-Wähler zu den Linken getrieben hat. Ob ein bisschen Wahlkampfgetöse gegen Merkel ausreicht, um die wieder zurückzuholen, wage ich zu bezweifeln.
Dabei böte die Krise für die SPD durchaus auch eine Chance. Da man die nächste Wahl sowieso verlieren wird, könnte man sich doch jetzt, fernab vom Wahlkampfgeplänkel, programmatisch neu ausrichten. Ein Zukunftskonzept, wie die "Soziale Marktwirtschaft" nach der Krise neu gestaltet werden kann, ein Konzept, das sich von den Marktradikalen der FDP genauso deutlich absetzt wie von den Systemveränderungen der Linken, das sollte doch langfristig mehrheitsfähig sein.
Ob die SPD dafür allerdings die Kraft aufbringt?
einsatzreicht (01.04.2009, 12:09 Uhr)
Zensur?
Wo sind die ganzen Kommentare?
Von 28 kann ich nur 8 lesen.
Stimmt was mit meinem PC nicht?
Oder passen die Komemntare dem Stern nicht?
reservoir_dog (01.04.2009, 11:59 Uhr)
Repräsentativ...
...ist das dann wohl doch nicht so ganz!? "...wöchentlichen Umfrage des stern sowie des Fernsehsenders RTL..." Ich glaube nicht, das dies so ohne weiteres hochgerechnet werden oder gar von einem "Vertrauensentzug" geredet werden kann.
UR63 (01.04.2009, 11:45 Uhr)
wer Die Linke wählt..
ist eh bescheuert!
Jetzt wo die Hummer-fressende Steinzeit Kommunistin Sarah Wagenknecht in den Bundestag einzieht,kann sich diese Partei nicht mehr als demokratisch bezeichnen.
Rotlackierte Nazis passt wohl eher!
atticus (01.04.2009, 11:24 Uhr)
Und wieder wird mit windigen
Umfragen eine Schlagzeile gemacht. Die Linke ist im Tiefflug mit 1% Verlust...?? HAHAHA. Und das ganze bei einer Fehlertoleranz von was? 3%? 4%?? Aber Hauptsache die Schlagzeile stimmt...
nightmare_online (01.04.2009, 11:10 Uhr)
@Fluminense
Tschuldigung, aber WIR, die Bürger bestimmen die Art des Politikers, die uns regiert. Der Bimbeskanzler hat mit seinen "blühenden Landschaften" ebenso Erfolg gehabt wie Gerd Schröder mit seiner "Abschaffung des demographischen Faktors" oder die Heldin des Wortes Merkel mit ihrer Steuerreform.
Kleines aktuelles Beispiel: Die FDP präsentiert ein durch Luftbuchungen gegenfinanziertes Steuer-Senkungsprogramm bei gleichzeitigem Versprechen die Schulden zu senken - und die Umfragewerte steigen.
Also machen Sie nicht die Politiker dafür verantwortlich, das sie sich so präsentieren, wie es beim Wähler ankommt.
Verantwortlich für unsere Regierung und die "Qualität" der Leute im Bundestag sind WIR, und niemand sonst.
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