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6. August 2007, 08:32 Uhr

Mehr Bundeswehr nach Afghanistan

Nach Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Chef Kurt Beck liebäugelt nun auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit der Ausweitung des Afghanistan-Einsatzes. "Wenn wir jetzt aufgeben, haben die Taliban ihr Ziel erreicht", sagte er.

Deutscher ISAF-Soldat: Aufgabe der Bundeswehr noch nicht erledigt© Miro Kuzmanovic/Reuters

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich trotz der angespannten Sicherheitslage in Afghanistan für eine Ausweitung des deutschen Einsatzes am Hindukusch ausgesprochen. Er sei dafür, die Hilfe bei Ausbildung und Ausrüstung der afghanischen Armee auszuweiten, sagte Steinmeier der "Bild". Erst wenn die Afghanen selbst die Sicherheit im Land garantieren könnten, sei die Aufgabe der Bundeswehr dort erledigt.

Er plädierte eindringlich für eine Verlängerung des entsprechenden Mandats. "Wenn wir jetzt aufgeben, dann haben die Taliban ihr Ziel erreicht." Zuvor hatten schon Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und auch SPD-Chef Kurt Beck die Entsendung weiterer Bundeswehr-Soldaten nach Afghanistan nicht ausgeschlossen.

"Unser Ziel ist, dort die Zivilgesellschaft und die Regierung zu stabilisieren und afghanische Sicherheitskräfte - Polizei wie Militär - intensiver auszubilden, um sie in die Lage zu versetzen, mittelfristig selbst für Sicherheit zu sorgen", sagte Beck. "Daher werden wir auch die Frage diskutieren, ob wir mehr Soldaten und Polizisten entsenden müssen." Mit Blick auf die Entsendung von bisher bis zu 60 deutschen Polizisten hatte Merkel bereits angekündigt, mit Experten darüber zu beraten, ob eine Verstärkung nötig ist.

In Afghanistan befindet sich seit fast drei Wochen ein deutscher Ingenieur in der Gewalt von Geiselnehmern. Er wurde gemeinsam mit einem Kollegen verschleppt, der von den Extremisten nach einem Kreislaufkollaps erschossen wurde. Das Auswärtige Amt erklärte am Wochenende, weiter intensiv an einer baldigen Freilassung des 62-Jährigen zu arbeiten.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 12)
 
XFire (08.08.2007, 23:46 Uhr)
...
Das sie kein Zivi waren oder sind war mir schon klar. Weil auch dafür muss man Verantwortung zeigen. Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ich warte ja immer noch auf Fakten und Argumente die meine entkräften. Aber da kommt ja von ihnen ausser Beleidigungen nichts. Ist halt nicht so einfach wenn man überhaupt keine Ahnung von der Materie hat. Na los sagen sie doch endlich mal richtige Argumente. Mich würde ja immer noch ihre Quellen interessieren, die das leben der Afghanen unter den Deutschen schildern, die ja so unterdrückt werden. Und Holzwolle wurde wurde bei mir garantiert nicht eingestzt.
In meiner Einheit wurde von uns übrigens eigenständiges Denken und Handeln gefordert. Nix mit Holzwolle. Müssten sie ja eigentlich wissen wenn sie in ner Vernünftigen Armee gedient haben.
Betonpaul (08.08.2007, 16:38 Uhr)
@ XFire
Ich muß dich enttäuschen, mein Junge. Ich bin kein ZIVI. Aber nach deinem letzten Beitrag sage ich dir: ich hab dort noch gesunden Menschenverstand, wo bei dir Holzwolle eingesetzt wurde. Kommisskopf !
Ko
XFire (08.08.2007, 15:46 Uhr)
@Betonpaul
Stellen sie mich doch richtig? Argumente?? Quellen?? Wahrscheinlich Wehrdienstverweigerer und ausmustern lassen. Weil verantwortung muss man auch beim Zivildienst übernehmen und das wollen sie ja offensichtlich überhaupt nicht. Sie haben doch von der Bundeswehr nicht den hauch einer Ahnung und welche Aufgaben die haben. Und da sie ja nun nur noch mit Beleidigungen reagieren können ist das doch offensichtlich das sie sich nicht weiter zu helfen wissen weil sie keine Argumente haben. Stellen sie mich richtig oder lassen sie es sein.
Wenn sie auf der Straße zusammengeschlagen werden hoffe ich das auch mal jeder wegschaut und einfach sagt, dass sie ihre Probleme doch bitte selber lösen sollen. Heuchlerisch und Scheinheilig ist das.
Betonpaul (08.08.2007, 15:35 Uhr)
@XFire
Ich frage mich nur, wer dich gespritzt hat.
XFire (08.08.2007, 11:46 Uhr)
Wir leben nicht mehr im Kalten Krieg!
1. Die Bundeswehr ist schon lange keine Verteidigungsarmee mehr. Seit der Transformation der Bundeswehr, welche zwar immer noch nicht vollständig abgeschlossen ist, wird die Bundeswehr zu einer Einsatzarmee. Vor wem sollte sie uns denn auch heute noch Verteidigen? Falls die Polen mal abdrehen? Oder die Franzosen?
Das sollten auch die meisten jungen deutschen Soldaten wissen, wenn sie sich für diesen Beruf entscheiden.
2. Der Sinn der Tornados ist Aufklärungsarbeit, das stimmt schon. Aber Sinn und Zweck ist es durch bessere Aufklärung die Verluste unter der Zivilbevölkerung zu minimieren. Wenn man genau weiß wo sich die Terroristen aufhalten kann man kleine Einheiten schicken als ganze Gebiete zu bombardieren.
Sicherlich ist die massive Produktion von Opiaten und Rohstoffe für diese ein Problem. Aber du glaubst doch nicht etwa das die Afghanen, falls die Besatzungstruppen abziehen, ganz plötzlich aufhören das Zeug zu produzieren. Sicherlich nicht. Zumal niemand gezwungen wird sich das Zeug reinzuziehen. Drogensüchtige sind doch selber Schuld wenn die das Zeug nehmen. Wenn man sich ne Spritze setzt, ist nicht die Spritz schuld.
Betonpaul (08.08.2007, 10:06 Uhr)
@XFire
Deine Argumente werden durch ständiges Wiederholen nicht besser.
Fest steht, daß wir dort nichts zu suchen haben, weil wir eine Verteidigungsarmee und keine Angriffsarmee haben.
Und die deutsche Freiheit wird eben nicht am Hindukusch verteidigt, sondern, wenns mal nötig sein sollte, an unserer Landesgrenze.
Den Amis zu helfen, mit Tornado-Aufklärungsflü+gen, die Zivilbevölkerung dort noch effektiver umzubringen, ist ein Verbrechen, für das unsere Politiker vor den internationalen Gerichtshof in Den Haag gezerrt werden müßten.
Träume weiter von deinen weißen Rittern in Bundeswehruniform. Derweil führen die Afghanen den Krieg gegen uns auf ihre Weise: Indem sie uns massenweise mit ihrem Haupt-Landwirtschaftsprodukt Rauschgift versorgen, hergestellt unter bundesdeutscher Oberaufsicht.
Vielleicht machst du dir ja auch einfach nur Sorgen wegen der Nachschubprobleme, wenn sich da kurzfristig was ändern sollte.
XFire (08.08.2007, 01:03 Uhr)
@Betonpaul
Naja eine Antwort auf meine Frage sehe ich in ihrer Antwort leider nicht. Falls ich dies übersehn sollte entschuldige ich dies und wäre über eine eindeutigere Antwort ihrerseits sicher froh.
Aber aus ihrern aussagen wie "Die Bevölkerung dort muß selbst sehen, wie sie ihre Probleme löst." Wenn sich die Bevölkerung selber aber nicht wehren kann, sollten wir als "fortschritlicher" Staat und Gesellschaft lieber wegschauen und es ignorieren wie Menschen gefoltert und unterdrückt werden? Wenn sowas auf der Straße passieren würde direkt vor ihrer Haustür, sagen wir eine junge Frau wird belästigt oder gar verprügelt, schauen sie doch auch nicht weg? Zivilcourage und für Schwächere einzustehn, geht auch über die Grenzen einer Gruppe, Gemeinde oder eines Landes.
Und es ist nunmal schlicht Falsch das die Afghanen im Norden von der deutschen Bundeswehr unterdrückt werden. Die Afghanen entscheiden für sich selber. Und die wollen nun mal nicht weiter unter der Knutte der Taliban leben. Sie wollen endlich Musik hören und ihre Kinder in eine Schule schicken. Und das geht nun mal nur wenn jemand, welcher die Militärische Kraft hat, diese Menschen vor den Taliban schützt. Das wissen die Afghanen und sind froh darüber. Wenn es nicht so wäre würde es automatisch viel mehr Anschläge und Verluste geben.
Und nochmals. Man muss ganz klar zwischen den Norden Afghanistan und dem Süden unterscheiden. Für den Süden ist ihre Ansicht auch fast vollständig meine Eigene. Dies hat nichts mit irgendwelchen nationalen Beweggründen zu tun. Es liegt einfach an der zutiefst unterschiedlichen Strategie im Norden und Süden. Die Deutschen wollen die Taliban nicht bekämpfen, sie wollen sie unnötig machen.
Betonpaul (07.08.2007, 15:18 Uhr)
@ XFire
Ich wiederhole mich ungern. Siehe unten!
XFire (06.08.2007, 21:48 Uhr)
Betonpaul
Sie können mir ja gerne sagen wann sie in Afghanistan waren und vorauf sie ihre Meinung stützen.
Fakt ist das sich die Afghanen im Norden fast komplett selbstständig verwalten - was sie unter den Taliban nicht konnten. Fakt ist das die Bundeswehr bei den meisten Afghanen sehrwohl beliebt ist. Das zeigt auch die Demonstration FÜR die Anwesenheit der Bundeswehr im Norden Afghanistan nach den Anschlägen. Unsere Truppe ist fast ausschließlich mit dem Bau von Humanitären Anlagen und Infrastruktur beschäfftig - Schulen, Wasserversorgung, der Aufbau einer eigenen Polizei. Die Afghanen wollen endlich Frieden nach den langen Bürgerkrieg und die wissen genau das die Deutschen ihnen beim Wiederaufbau helfen wollen. Die Deutschen haben kaum Kampfaufträge, die Schützen die Zivilbevölkerung - Frauen und Kinder, auch das wissen die Afghanen. Oder glaubst du sie Wünschen sich Terror und Religösen Wahn zurück? Unterdrückung? Und übrigens ist der Drogenanbau im Norden fast überall verboten! Dafür "dürfen" die Bauern Obst und Gemüse anbauen. Man sollte halt unterscheiden zwischen der deutschen Strategie im, nicht umsonst, ruhigen Norden und der amerikanischen Vernichtungsstrategie im Süden.
Aber wie bereits am Anfang geschrieben. Wann und Wo waren sie in Afghanistan und waruf stützen sie denn ihre Informationen? Letzten stand auch im Stern selbst ein recht guter Artikel, was die Afghanen über die Deutschen denken. Und dieser Artikel deckt sich fast vollstämdig mit den Eindrücken mit dem meine Freunde und Kameraden aus dem Land zurück gekehrt sind.
Betonpaul (06.08.2007, 16:41 Uhr)
Da lachen die Hühner...
Wo leistet die Bundeswehr einen wichtigen und richtigen Job?
Seit die Bundeswehr dort ist, hat der Drogenanbau deutlich zugelegt. Kein Wunder: Kann man doch jetzt unter militärischem Schutz die Welt mit diesem Dreck verpesten.
Kein Wunder, daß diverse Afghanen die Besetzer ganz hilfreich empfinden. Aber halt eben nur ein paar. Die Mehrheit der Afghanen ist gegen ausländisches Militär im eigenen Land.
Und wir haben nicht das Recht, denen unsere freiheitlich demokratische Grundordnung aufzuzwingen.
Afghanistan gehört den Afghanen und damit auch den Taliban.
Die Bevölkerung dort muß selbst sehen, wie sie ihre Probleme löst.
Wo soll denn eine solche Politik überhaupt hinführen? Wem wollen wir denn noch mit den Segnungen unserer westlichen Welt beglücken?
Krisenherde gibts genug. Wollen wir dort überall jetzt nach dem rechten sehen?
Mein Gott, sind manche Menschen blauäugig.
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