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Frau Ypsilanti

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Die Medienkolumne
Die Medienkolumne
Vom Nobody zum Hessen-Obama

Überraschung in Hessen: Thorsten Schäfer-Gümbel, der von Ypsilanti die zweifelhafte Ehre des SPD-Spitzenkandidats übernommen hat, legt eine ein selbstbewusste Medien-Performance hin. Dabei bedient er sich einfacher, aber effektiver Tricks.

Interview mit Linkspartei-Politiker
Interview mit Linkspartei-Politiker
"Ein schlimmer Tag für Hessen"

Die Linkspartei hat der Bundes-SPD vorgeworfen, die vier Abweichler in Hessen in ihrem Verhalten ermutigt zu haben. Mit mehr Unterstützung aus Berlin für Andrea Ypsilanti hätten sich die "Walterlinge" nicht getraut, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Ulrich Maurer, im stern.de-Interview.

AlexanderPlatz
Blog "AlexanderPlatz"
Wortbruch zahlt sich nicht aus, Frau Ypsilanti!

Monatelang hat Andrea Ypsilanti die Republik in Atem gehalten. Was für Nicht-Sozialdemokraten zu einem Schaulaufen geraten war, wurde für die alte Dame SPD zum Parforce-Ritt. Andrea Ypsilanti hat beständig die Mahnungen aus der eigenen Partei ignoriert. Über ihren Machtwillen ist ein SPD-Vorsitzender gestürzt. Dagmar Metzger hat sie unter Druck gesetzt, sie möge sich gegen ihr Gewissen und damit für sie entscheiden. Und dann ist da noch das hessische Volk: mehr als zwei Drittel der Befragten gaben an, mit der Konstellation, die Frau Ypsilanti anstrebt, nicht einverstanden zu sein. Hinter, über, vor und neben allen Erwägungen zum heutigen Tag steht der Wortbruch, den Frau Ypsilanti begangen hat: Sie werde nicht mit den Linken zusammenarbeiten, sagte sie vor der Wahl. Nach der Wahl sollte anderes gelten. Es grenzt schon an Premium-Autismus, wochen- und monatelang den Willen der Partei und des Wahlvolkes zu ignorieren mit dem Hinweis, sie selbst höre immer anderes. Die mehrfache Demütigung ihres Vizes und Widersachers Jürgen Walter hat sie das letzte Fünkchen Anerkennung gekostet. In der Hessen-SPD sollte es nur noch "links" geben, mit aberwitzigen Eskapaden in der Wirtschaftspolitik. Es gibt zwei Gewinner des Ypsilanti-Desasters und zwei Verlierer: Die Gewinner sind Roland Koch (CDU) und Frank-Walter Steinmeier (SPD). Die Verlierer sind Andrea Ypsilanti (SPD) und Angela Merkel (CDU). Roland Koch hat, wieder einmal, politisch überlebt. Er wird, sollte es zu Neuwahlen kommen, gemeinsam mit der FDP, als Landesvater weiter regieren können. Frank-Walter Steinmeier wird im Wahlkampf nicht erklären müssen, wie er es mit einer Wortbrecherin und der Zusammenarbeit mit den Linken hält. Frau Ypsilanti ist aus nahe liegenden Gründen politisch erledigt und bekommt wahrscheinlich noch nicht einmal mehr einen Job in der parteinahen Friedrich Ebert-Stiftung. Aus der neuen Konstellation ergeben sich für die Kanzlerin zwei Nachteile: Roland Koch, ihr alter Widersacher ist erstarkt und wieder zu allem fähig. Und im Wahlkampf wird sich die Kanzlerin nicht als Bollwerk gegen eine mit der Linken paktierenden SPD profilieren können. Der Ausgang des Ypsilanti-Desasters lässt eine zerlegte Landes-SPD zurück. Auf mittlere Sicht können die Akteure im Willy-Brandt-Haus in Berlin, sollten sie nicht ohnehin die Finger im Spiel gehabt haben, den vier Abweichlern einen Verdienstorden umhängen. Sie haben mit ihrem "Nein" zu Ypsilanti ihre Partei vor Schlimmerem bewahrt. Der Artikel ist auch erschienen auf www.cicero.de/alexanderplatz.php Mehr Infos zu den Entwicklungen in Hessen auf www.cicero.de Informationen über den Autor finden Sie unter www.a-goerlach.com Was Sie interessieren wird: Constantin Magnis: Fräulein Dill aus Königstädten Wolfram Weimer: Die linke Fehlzündung Bildergalerie: Der Zick-Zack-Kurs der Andrea Ypsilanti Cicero Karikaturen zu Andrea Ypsilanti und dem Hessen-Desaster

Linkspartei
Linkspartei
Nie wieder mit der DKP

Die Linke hat der SPD vorgeworfen, aus Angst vor Oskar Lafontaine zu erstarren. Sollte seine Partei auch künftig ausgegrenzt werden, würde sie dadurch nur noch stärker, sagte Fraktionsvize Bodo Ramelow im stern.de-Interview. Ramelow kündigte zudem an, dass künftig auf den Wahllisten der Linken keine Mitglieder der DKP mehr stehen sollen.

Die SPD und die Linke
Die SPD und die Linke
Spitzen-Genossen kritisieren Beck

In der SPD rumort es von der Basis bis an die Spitze. Parteichef Beck hat mit seinen brisanten Äußerungen, Andrea Ypsilanti in Hessen möglicherweise auch mit den Stimmen der Linkspartei an die Macht bringen zu wollen, nicht nur seinen Stellvertreter Peer Steinbrück gegen sich aufgebracht.

CDU-Fraktionschef Kauder
CDU-Fraktionschef Kauder
"Dann hat die SPD die Linken am Hals"

Lässt sich Andrea Ypsilanti in Hessen mit Hilfe der Linkspartei zur SPD-Ministerpräsidentin küren? Selbst wenn, meint Unionsfraktionschef Volker Kauder im stern.de-Interview, würde die CDU auf Dauer davon profitieren. Seiner eigenen Partei rät er, die Finger von schwarz-grünen Koalitionen zu lassen.

Juso-Chefin Drohsel
Juso-Chefin Drohsel
"Wichtig, dass Koch nicht mehr dabei ist"

"Roland Koch wurde in Hessen abgewählt", sagt Juso-Chefin Franziska Drohsel im Interview mit stern.de. Aber auch sie weiß nicht wirklich, wie eine Regierungskoalition aussehen könnte. Ein Bündnis mit den Linken ist ausgeschlossen, und die Differenzen mit der FDP sind erheblich.

Hessen-FDP
Hessen-FDP
"Mit dieser SPD geht gar nichts"

Sie nimmt für sich in Anspruch, in Hessen die Mitte zu hüten - von den harten Bänken der Opposition aus. Bei der kommenden Landtagswahl hofft die FDP auf eine Koalition. Im stern.de-Interview verrät FDP-Spitzenkandidat Jörg Uwe Hahn, warum seine Partei auf die CDU fixiert ist.

Und jetzt ... Django Asül
Und jetzt ... Django Asül
Karsai macht die Ypsilanti

Wer das Böse bekämpft, braucht politische Flexibilität. Das wusste Andrea Ypsilanti, der afghanische Präsident Hamid Karsai hat von ihr gelernt.

Weimers Woche
Weimers Woche
Ypsilanti und Nietzsche

Erst wollte sie mit der Linkspartei nichts zu tun haben, dann plötzlich doch und nun stolperte Andrea Ypsilanti über vier aufrechte Genossen. Kein Wunder, wer es mit Nietzsche hält, statt die Wahrheit zu achten, verdient kein politisches Amt. So wird das Drama in Hessen doch noch zu einem Gewinn für Deutschland.

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