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AfD-Chefin Petry wettert gegen katholische Kirche

Weil beim Katholikentag in Leipzig keine AfD-Politiker zu Wort kommen sollen, wirft Frauke Petry der katholischen Kirche eine "Unkultur des Nicht-Miteinander-Redens" vor. Das Redeverbot trage zur Vertiefung der Gräben bei, glaubt sie.

Frauke Petry, Parteivorsitzende der Alternative für Deutschland

AfD-Chefin Frauke Petry wirft der katholischen Kirche vor, "diskussionsunfähig" zu sein

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry hat scharf kritisiert, dass Politiker ihrer Partei beim 100. Katholikentag Ende Mai in Leipzig nicht zu Wort kommen sollen. Gegenüber dem Radiosender "MDR Info" warf sie der katholischen Kirche eine "Unkultur des Nicht-Miteinander-Redens" vor. Sie könne nachvollziehen, dass das Kirchentagsthema "Flucht und Migration" hochemotional sei. Die Kirche zeige sich aber an dieser Stelle "diskussionsunfähig, wenn sie einen wichtigen politischen Akteur in Deutschland ausblendet", sagte sie dem Sender.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hatte am Mittwoch deutlich gemacht, dass es Politiker der rechtspopulistischen AfD nicht in Leipzig mit dabei haben will. "Die AfD hat sich nach den Äußerungen der letzten Tage aus dem demokratischen Grundkonsens verabschiedet", erklärte ZdK-Präsident Thomas Sternberg.

Frauke Petry: "Bedauern derartige Absage zutiefst"

"Wenn wir ausgeladen sind, werden wir uns nicht aufdrängen", sagte Petry. "Wir bedauern aber eine derartige Absage zutiefst." Die Absage werde "genau das Gegenteil des gewünschten Effekts erreichen" - eine weitere Vertiefung inhaltlicher Gräben. Dies sei weder in ihrem noch im Interesse der AfD.

mod/DPA
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