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Was Petry einem US-Reporter über den deutschen Umgang mit der Nazi-Zeit erzählt

Das "Wall Street Journal" veröffentlicht eine Reportage über die AfD und die deutsche Rechte. Darin kommt auch Frauke Petry zu Wort. Ihre Zitate über den deutschen Umgang mit dem Holocaust und der NS-Zeit sorgen für Aufregung.

Frauke Petry sorgt mit Äußerungen für Irritationen

Frauke Petry sorgt mit Äußerungen über den Holocaust für Irritationen

Die US-Zeitung "Wall Street Journal" hat einen Artikel veröffentlicht, der die Frage aufwirft, wie stark die AfD versucht, Deutschlands Blick auf die eigene Vergangenheit zu verändern. "Die deutsche Rechte glaubt, es ist an der Zeit, die historische Schuld zu verwerfen" lautet die Überschrift des Stücks. Für den Artikel sprach Reporter Anton Troianowksi auch mit der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry.

Das "Wall Street Journal" zitiert mit mehreren Aussagen, die schon kurz nach Erscheinen des Artikels für Aufregung sorgten. Angesprochen auf die Ursachen des Zweiten Weltkrieges soll Petry geantwortet haben, dass Kriege in der Regel nur dann stattfinden, wenn mehrere Parteien sie wollten.

Frauke Petry: "Rheinwiesenlager" und Holocaust in der Schulbildung gleich behandeln 

Zur Frage des "", ob Exkursionen zu Konzentrationslagern angemessen seien, sagte Petry: "Es ist wichtig für die Schüler zu verstehen, was Menschen Menschen antun können", dann fuhr sie fort: "Man sollte sie allerdings in gleichem Maße darüber informieren, dass Amerikaner es nach dem Zweiten Weltkrieg zuließen, dass deutsche Kriegsgefangene in den "Rheinwiesen"-Lagern verhungerten." Zudem sagte Petry, das Leid der Deutschen, beispielsweise bei der Bombardierung Dresdens, komme in der Schulbildung zu kurz. 

In den Sozialen Netzwerken sorgte die Äußerungen unmittelbar nach Erscheinen für Kritik. "Relativierung des Holocaust kann #Petry auch ... Kein Unterschied zu Höcke", schrieb ein Nutzer bei Twitter. Ein anderer twitterte "Petry holt nun noch schnell den Opfermythos der Rheinwiesenlager aus dem Schubfach. #Relativierung #Holocaust. Andere posteten Opferzahlen zum Vergleich.

Die Opferzahlen der "Rheinwiesenlager" sind auch unter Historikern umstritten. Zwischen 5000 und 10.000 Menschen sollen in den Gefangenenlagern der USA, Frankreich und Großbritanniens gestorben sein. Beim Völkermord der Nationalsozialisten an den europäischen Juden kamen zwischen 5,5 und 6 Millionen Menschen ums Leben.


feh

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