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25. Mai 2007, 14:28 Uhr

Gericht erlaubt Demonstrationen

Globalisierungsgegner dürfen nun doch bis auf 200 Meter an den Sicherheitszaun in Heiligendamm herangekommen. Das Landesgericht Schwerin hob das von der Polizei erlassene Versammlungsverbot teilweise wieder auf.

Die Richter kippten die geplante sechs Kilometer lange Sperrzone vor dem Zaun© John MacDougal/AP

Zwölf Tage vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm hat das Verwaltungsgericht Schwerin die umstrittenen Einschränkungen für Demonstrationen teilweise aufgehoben. Wie das Gericht mitteilte, halten die Richter nur ein Verbot von 200 Metern vor dem Sicherheitszaun um das Seebad für rechtmäßig. Die im Eilverfahren ergangene Entscheidung ist jedoch noch nicht rechtskräftig. Das Verfahren hatte ein Bündnis von Gegnern der Konferenz beantragt, das für den 7. Juni einen Sternmarsch nach Heiligendamm geplant hat.

Die Polizei in Rostock will über eine so genannte Allgemeinverfügung vom 30. Mai bis 8. Juni in einer 200-Meter-Zone vor dem Sicherheitszaun um den G8-Tagungsort öffentliche Versammlungen und Aufzüge verbieten. Während des Treffens vom 6. bis 8. Juni sollte die Sperrzone auf bis zu sechs Kilometer rund um den Zaun erweitert werden. Der zwölf Kilometer lange Sicherheitszaun umgibt das Seebad Heiligendamm bereits seit Wochen. Auch rund um den Flughafen Rostock-Laage, auf dem die Maschinen mit den G8-Staats- und Regierungschefs landen und wieder abfliegen werden, sind für die Zeit vom 2. bis 8. Juni Versammlungen untersagt worden.

"Die Polizei ist in rechtlichen Schranken verwiesen worden"

Der Koordinator des Rostocker Bündnisses gegen den G8-Gipfel, Monty Schädel, hat die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Schwerin, das weiträumige Demonstrationsverbot um Heiligendamm außer Vollzug zu setzen, positiv bewertet. "Die Polizei ist in ihre rechtlichen Schranken verwiesen worden", sagte Schädel. Er hoffe, dass die Polizei die Entscheidung akzeptiere und keine Beschwerde gegen das Urteil einlege. Sie würde mit einer Beschwerde die von ihr begonnene Eskalation fortsetzen. Die Demonstrationsplanungen für den Sternmarsch auf Heiligendamm und die Blockaden der Zufahrtswege zum Tagungsort könnten nun fortgesetzt werden.

DPA/Reuters
 
 
KOMMENTARE (10 von 11)
 
Swampy (28.05.2007, 09:55 Uhr)
Das ich nicht lache!
Mit mir über den Einsatz von Schusswaffen zu reden wäre sicherlich angebrachter als mit Dir da ich hier eine fundierte Ausbildung geniesen durfte.
Wir reden hier nicht von dem Einsatz gegen normale "Steinewerfer" oder gar friedliche Demonstranten! Doch wenn ich mir so manche Ausschreitungen oder Kommentare an schaue liegt diesen Leuten an dem Leben eines Polizisten nicht fiel - schliesslich vertritt er ja Ihren Todfeind das "System". Wessen Leben ist mehr wert - eines Polizisten oder des eines Gewalttäters der zum Lynchen bereit ist?
tripex (27.05.2007, 21:53 Uhr)
Schusswaffengebrauch
Mit Dir ueber Situationen zu diskutieren, bei der es angemessen ist, von der Schusswaffe Gebrauch zu machen ist sinnlos. Du waerst bei der Polizei jedenfalls total fehlbesetzt.
Swampy (27.05.2007, 09:57 Uhr)
Natürlich Schusswaffe!
Welche Lösung gäbe es denn bei einem Mob der dir an die Gurgel will? Reden? Das ich nicht lache. Bevor ein Polizist von solchen Idioten gelyncht wird ist es doch klar wie gehandelt werden muss! Der Polizist kennt sein Risiko bei der Berufswahl und der Demonstrant wenn er gewalttätig wird! Dass es da einer Ausnahmesituation bedarf ist klar - die hatten wir ja aber auch schon!
Wie wäre denn deine Reaktion auf Gewalt? Mit diesen Leuten in einer solchen Situation normal zu kommunizieren ist doch überhaupt nicht möglich - oder soll sich ein Polizist von dieses Idioten totschlagen lassen?
tripex (26.05.2007, 22:37 Uhr)
Schusswaffe
Es gibt andere Loesungen als gewalttätige Demonstranten zu erschiessen. Ist ja wohl nicht Dein Ernst, oder?
Ausserdem hat sich (soweit mir bekannt) schon vor einigen Wochen die Attac? von jeglicher Gewalt distanziert. Abgesehen davon finde ich jegliche Forderungen einer Erklaerung zum Gewaltverzicht als absurd weil selbverstaendlich.
Swampy (26.05.2007, 22:21 Uhr)
@tripex
Wenn du das mit der Berufswahl so siehst gebe ich dir vollkommen recht - dann müssen sich die gewalttätigen Demonstranten aber auch nicht wundern wenn wieder eine Situation entsteht wo von der Schusswaffe Gebrauch gemacht werden muss!
Und hier schert keiner alle Demonstranten über einen Kamm und sagt dass alle gleich Steinewerfer oder Idioten sind. Distanzieren tut sich allerdings auch keiner der G8-Gegnern von diesen Steinewerfern und Idioten!?
tripex (26.05.2007, 21:27 Uhr)
Stimmt
war zu schusselig, allerdings verstehe ich auch nicht den Sinn eines Widerspruchs, wenn das Verfassungsgericht bereits klargestellt hat, dass Demonstrationen dort stattfinden muessten, wo es Sinn macht. Aber vielleicht bedarf es dazu einer genaueren Definition.
BTW: Mehr als die Haelfte deines postings ist dummes Gerede.
catchme (26.05.2007, 21:01 Uhr)
Antwort für tripex (26.5.2007, 20:53 Uhr)
Dumm daher reden und noch nicht mal richtig lesen können ... aber immer kräftig demonstrieren, auch wenn wir nicht immer durchblicken - wir sind dagegen ! Es war nicht das Verfassungsgericht , es war das Landgericht Schwerin und der Einspruch gegen dieses Urteil ist bereits raus ...
tripex (26.05.2007, 20:53 Uhr)
Demonstranten=Steinewerfer, Idioten, Chaoten
Wer so denkt und daraufhin rassistische Gesetze anstrebt oder gar durchsetzt ist in der Politik, Justiz oder Polizei fehl am Platz. Jeder hat die freie Wahl des Arbeitsplatzes. In jedem Job gibt es Risiken, ueber die man sich VORHER im Klaren sein sollte. Wem das Geld fuer ein bestimmtes Risiko zu hoch ist sollte eine andere Laufbahn einschlagen und nicht im Ernstfall anfangen zu heulen.
Wenn ich auch nur heulen koennte ueber die Politik Deutschlands, auf das Verfassungsgericht koennte man fast stolz sein.
mutexx (25.05.2007, 23:23 Uhr)
Stolz auf die Justiz
Das war wirklich ein wichtiges und richtiges Urteil. Demonstationen zu verbieten heißt Schwäche zeigen, eine gesunde Demokratie lebt von verschiedenen Meinungen.
Den Steineschmeißern aber ist es wohl egal, ob die von ihnen beworfenen Polizisten 200m oder 3 km vom Zaun entfernt stehen.
Swampy (25.05.2007, 19:49 Uhr)
@catchme
Stimme dir voll zu! Vor allem wird es doch wieder Menschen geben die das "System", welches Ihnen die Demo erlaubt hat, wieder mit Steinen bewirft. Die G8-Gegner müssten doch erst mal in Ihren eigenen Reihen aufräumen - sich von Gewalttätigen und Kriminellen distanzieren und dann würden sie auch ein größere Akzeptanz erhalten. Derzeit hat doch der Großteil der Bevölkerung vor den steinewerfenden Idioten leider Angst. Widerstand gegen den Steinwurf - das muss her - in aller Härte!
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