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3. Juli 2007, 16:32 Uhr

Überwachung auch mit Phantom-Jägern

Der Einsatz der Luftwaffe während des G8-Gipfels war weit umfangreicher als bislang zugegeben: Die Regierung setzte nicht nur Tornados ein, sondern auch acht Phantom-Kampfjets und vier Eurofighter. Das geht aus einem Bericht des Verteidigungsministeriums hervor.

Ortsbesichtigung in Heiligendamm - die Bundeswehr setzte auch Phantom-Jets ein© David Hecker/ddp

Der Luftwaffeneinsatz zur Sicherung des G8-Gipfels von Heiligendamm Anfang Juni war weit umfangreicher als bisher offiziell behauptet. Das geht aus dem Bericht des Verteidigungsministeriums hervor, der an diesem Mittwoch im Verteidigungsausschuss des Bundestags behandelt werden soll und der der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorlag.

Erstmals wird in dem 30 Seiten umfassenden Bericht zugegeben, dass bei den Überwachungsmissionen auch acht Kampf-Jets vom Typ "Phantom" zum Einsatz kamen. Bisher war nur von Flugzeugen des Typs "Tornado" die Rede.

Bisher hieß es lediglich, an den Aufklärungsflügen im Mai und Juni seien bei vier Einsätzen jeweils zwei "Tornados" beteilig gewesen. In dem Bericht für den Ausschuss wird dagegen mitgeteilt, dass "vier Luftfahrzeuge Eurofighter und acht Luftfahrzeuge Phantom" zum Einsatz kamen. An verschiedenen Aufklärungsflügen zwischen dem 3. Mai und dem 5. Juni seien insgesamt 14 Flugzeuge beteiligt gewesen und hätten 23 Flugstunden geleistet, heißt es weiter.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 21)
 
tomcatter (06.07.2007, 13:40 Uhr)
Hinweis
Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass niemand von hoher Stelle den Einsatzbefehl für Eurofighter und Phantom geben musste. Dies aufgrund der Tatsache das es eine Flugverbotszone über Heiligendamm während des Gipfels gab. Hierfür ist eine Luftraumsicherung durch Jagdflugzeuge der Normalfall. Des weiteren werden Jagdflugzeuge ebenfalls als Geleitflugzeuge für Staatsgäste benutzt.
Also kann man diese Einsätze nicht zur Amtshilfe dazu zählen.
Ferner sind diese Flugzeuge nicht für einen Aufklärungseinsatz ausgerüstet.
HankSmith (05.07.2007, 10:22 Uhr)
Einsatz Phantom
Vielleicht liegt die bisherige Nichterwähnung des Einsatzes von F-4F Pahntom und EF2000 Eurofighter ja darin begründet, dass sie einen ganz anderen Einsatzauftrag hatten.
Diese Flugzeuge werden in der Luftwaffe als Jagdflugzeuge eingesetzt und haben in dieser Funktion den Luftraum über Deutschland im allgemeinen und Norddeutschland im speziellen abgesichert und waren zum Durchsetzen der Flugverbotszone, falls nötig, eingesetzt.
Dies ist ein ganz normales Verfahren, welches praktisch jeder Staat dieser Erde so einsetzt.
Die Lufthoheit über Staaten wird nunmal durch die Luftwaffen durchgesetzt.
hevosenkuva (05.07.2007, 01:31 Uhr)
wer hat eigentlich den Einsatzbefehl gegeben?
Tornados, Eurofighter und die guten alten Phantoms schickt doch nicht irgendjemand einfach so in die Luft. da müssen höchste Stellen ihre Finger im schmutzigen Spiel haben.
und da würde ich gerne wissen, wer das ist.
Facti (04.07.2007, 10:57 Uhr)
Folglich wird der G8 Aufklärungseinsatz
als Abwehr des Feindes in Innern (Volk) abgesegnet. Wir hatten mehr Glück als Verstand, daß weder die Tornados noch die Fenneks den nachfolgenden Phantoms ausreichende Zieldaten zur Verfügung stellen konnten, um Talibanansammlungen (Demostrantengruppen) mit Wirkungsfeuer zu belegen. Oder wurde
nur der Auslandskampfeinsatz manövermäßig am nichtsahnenden Bürger ausgetestet?
Facti (04.07.2007, 08:46 Uhr)
Hier greift nur eine Maßnahme
sofortige Entfernung aller Involvierten aus ihren Positionen, evtl. Immunitäten aufheben. Verantworten vor Gericht. Diese Lügerei hat ein nicht mehr erträgliches Ausmaß angenommen.
derkleineRolf (03.07.2007, 23:30 Uhr)
Recht so
die Bundeswehr wehrt die Bürger von der Regierung ab.
goessnitzer (03.07.2007, 20:38 Uhr)
flooene
etz kommt bestimmt gleich wieder ein cd/su-hahes statement von catchme, im sinne von: ohne krieg ist krieg nicht zu gewinnen*
flooene (03.07.2007, 20:26 Uhr)
sehr übertrieben
es gibt gesetze und an die muss sich auch der staat halten. hier Artikel 35 [Rechts- und Amtshilfe]
wo eindeutig steht das die Polizei nur Hilfe der Bundespolizei in anspruch nehmen darf wenn die Polizei ohne diese Unterstützung eine Aufgabe nicht oder nur unter erheblichen Schwierigkeiten erfüllen könnte.
Bei den Kampfflugzeugen zur aufklärungen hätte man doch Polizeiheilkopter benutzen können.
Ja das ist meiner Meinung nach unverhältnissmäßig und gehört gerügt.
Das der "schwarze Block" und andere Demonstranten nicht gerade Gesetzesträu waren wissen wir.
So viele ausweitungen und Gesetzen beim G8 gipfel dürfen auf diese weise nicht wieder passieren.
goessnitzer (03.07.2007, 20:22 Uhr)
Der Kontrolloer
(catchme*) verhindert anscheinend sozial-demokratische antworten ..,- z.B.: Wer nicht waehlt, waehlt das Merkel! .. das waer der "Gipfel"!! - keine "apo", keine SED: S.P.D. !!! *
catchme (03.07.2007, 19:42 Uhr)
Etwas übertrieben ...
... ist es schon gewesen, die Luftwaffe einzusetzen, nicht wegen der Kosten - nein, es ist die eigentliche Unwichtigkeit der Demonstranten gegen den G8-Gipfel. Zugegeben, sie haben etwas gestört, aber erreicht haben sie nichts und ihr Protest ist letztendlich völlig bedeutungslos geblieben !! Der Einsatz von Kampfflugzeugen ist angesichts der Bedeutungslosigkeit dieser Leute tatsächlich überzogen ... :))
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