. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
26. Mai 2011, 14:42 Uhr

Atompolitik - Kanzlerin macht Stress

Atomkraft - auch bei den G8 das beherrschende Thema. Es dürfte kontroverse Diskussionen geben. Während Kanzlerin Angela Merkel Druck macht und weltweit "nukleare Stresstests" fordert, fährt der Gastgeber einen entspannteren Atom-Kurs.

G8-Gipfel, G8, Fukushima, Merkel, Sarkozy, Deauville,

So fröhlich vereint sind sie in der Atompolitik nicht: Nicolas Sarkozy begrüßt Angela Merkel in Deauville© Eric Fefeberg/AFP

Als Antwort auf die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima wollen die führenden Industriestaaten und Russland (G8) schnell die Sicherheitsvorschriften für Kernkraftwerke weltweit verschärfen. Geht es nach Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Europäischen Union, sollen alle Meiler rund um den Globus mit Stresstests auf ihre Sicherheit überprüft werden. Widerstand ist programmiert.

Zu Beginn des G8-Gipfels am Donnerstag im französischen Deauville ließ Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy ankündigen, dass schon am 7. Juni in Paris eine Ministerrunde aus 30 Staaten zusammenkommen wird. Auf der Konferenz sollen Vorschläge für eine Sitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) vom 20. bis 24. Juni in Wien beraten werden.

Sarkozy hat in diesem Jahr den G8-Vorsitz. Zur G8 gehören die USA, Kanada, Japan, Russland, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien. Die G8 stellen 15 Prozent der Weltbevölkerung und erwirtschaften etwa zwei Drittel der globalen Wirtschaftsleistung.

Merkel fordert Führungsrolle der G8

Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan wollte in der ersten Arbeitssitzung über die Lage in Fukushima berichten. Die Gipfelrunde wollte dann bei den Arbeitssitzungen die Folgen des Unglücks für die Weltwirtschaft und den Klimaschutz beraten.

Merkel forderte von den G8-Staaten, eine Führungsrolle bei der sicheren Nutzung der Atomenergie zu übernehmen. "Wir brauchen eine Überprüfung der Sicherheitsstandards auch auf internationaler Ebene", sagte sie im Bundestag in einer Regierungserklärung zum G8-Gipfel. "Wir wollen, dass die nuklearen Stresstests über Europa hinausgehen", sagte auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in Deauville.

Ein harter Kurs ist aber nicht jedermanns Anliegen in Deauville. Zwar fordert auch Frankreichs Sarkozy einheitliche Sicherheitsstandards. Statt eines Ausstiegs setzt der G8-Gastgeber und größte europäische Atomstromproduzent aber auf eine Stärkung der französischen Nuklearenergie. In den USA widerum wird vermehrt über Atomkraft diskutiert, um unabhängiger von Öleinfuhren zu werden und den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) zu bremsen.

  zurück
1 2
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Zusage in Deauville USA versprechen neue Sparpolitik

Diplomaten sprechen am Rande des G8-Gipfels von einem ungewöhnlichen Vorgang: Die hoch verschuldeten USA sichern ihren G8-Partnern eine neue Sparpolitik zu. mehr...

Arabischer Frühling, Atomkraft, IWF-Chefposten Darum geht es beim G8-Gipfel

Wenn sich die Mächtigen ab heute in Deauville zum G8-Gipfel treffen, wird es vor allem um die Umwälzungen in der arabischen Welt gehen. Die reichsten Staaten sind in der Pflicht. Das wird nicht billig. mehr...

Debatte um Atomausstieg Merkel vergrätzt die Wirtschaft

Kanzlerin Merkel will den Atomausstieg im parlamentarischen Hauruck-Verfahren. Weil dabei viele Fragen offen bleiben, verlangt die Wirtschaft ein Hintertürchen. BDI und CDU-Wirtschaftsrat trugen jetzt ihre Forderungen vor. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe