Zwei Drittel des letzten Nettogehalts, maximal 1800 Euro und das 14 Monate lang: Seit 2007 das Elterngeld in Deutschland eingeführt wurde, steigt die Geburtenrate. Aber wer genau bekommt das Geld? Welches Einkommen wird als Grundlage genommen? stern.de beantwortet die wichtigsten Fragen.

Kinder malen Kreidefiguren auf eine Straße© Michael Probst/AP
Die Geburtenrate in Deutschland ist auch 2008 deutlich gestiegen. Das geht aus dem am Montag in Berlin vorgestellten Familienreport hervor. Ein Verdienst, den Familienministerin Ursula von der Leyen, selber Mutter von sieben Kindern, gerne auf ihre Familienpolitik und das Elterngelt zurückführt. Auch nach der Bundestagswahl strebt von der Leyen eine zügige Ausweitung der Vätermonate beim Elterngeld an.
Die Ministerin warnte davor, in der Wirtschaftskrise die Familienpolitik zu vernachlässigen. "Wir müssen enorm aufpassen, dass das so bleibt", sagte die CDU-Politikerin. Gerade die Investitionen in die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie in frühkindliche Bildung könnten dazu beitragen, Deutschland krisenfester zu machen.
Keine Zeugungsprämie Dabei ist das Elterngeld keine Zeugungsprämie oder eine dauerhafte Stütze, sondern eine zeitlich begrenzte Hilfe, die es Berufstätigen leichter machen soll, sich ganz der Erziehung zu widmen. Die Grundidee: Der Staat zahlt maximal 14 Monate lang zwei Drittel des letzten Nettogehalts, aber höchstens 1800 Euro pro Monat. Auch Arbeitslose, Studenten und Hausfrauen bekommen einen Mindestsatz. Das klassische Kindergeld gibt es oben drauf. stern.de beantwortet die wichtigsten Fragen rund ums Elterngeld.