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Gaaaanz langsam tut sich was: Möglicherweise auch dank Girls'Day und Boys'Day öffnen sich junge Leute für Berufe, die das Klischee dem anderen Geschlecht zuweist. Kritiker halten das für Alibi-Aktionen.
Berufe testen abseits von Geschlechterklischees: Am heutigen Donnerstag ist Girls' Day und Boys' Day. Mehr als 140 000 Schüler - 108 000 Mädchen und 33 000 Jungen ab der fünften Klasse - nutzten den Tag für Schnupperpraktika, hieß es bei der Bielefelder Koordinierungsstelle.
Ein Bravo-Starschnitt von Gerwald Claus-Brunner ist schwer vorstellbar - aber an diesem Donnerstag war er von Mädchen umzingelt. Was sonst noch passierte.
Die Mädchen haben schon lange ihren eigenen Tag. Der "Girls' Day" soll sie für technische Berufe begeistern. Jetzt ziehen die Jungs nach: Am "Jungenzukunftstag" schnuppern sie in typische Frauenberufe - und strömen in Kindergärten, Altenheime, Supermärkte, Friseursalons.
Noch immer stellen Frauen in technischen oder natur-wissenschaftlichen Berufen eine Minderheit dar. In der bundesweiten Aktion "Girls Day" sollen deshalb Mädchen für Männerberufe begeistert werden.
Rund 100.000 Mädchen haben sich beim bundesweiten "Girls' Day" ein Bild von technischen Berufen gemacht. Das sind mehr als doppelt so viele wie im vergangenen Jahr.
"Girls'-Day" trifft "Tag des Bieres": Der blonde Stimmungsaufheller wird zwar eigentlich in größeren Menge nur von Männern konsumiert, aber jahrhundertelang war zumindestens das Brauen Frauenarbeit. Diese Video zeigt den heutigen Stand des Geschlechterkampfes an der Theke.
Am Girls' Day können Schülerinnen der Klassen fünf bis zehn Berufe kennenlernen, in denen bislang überwiegend Männer arbeiten. Die Idee stammt aus den USA, wo die Aktion 1993 eingeführt wurde.
Die eine merkt sechs Monate lang nichts, der andere wird mit 74 Vater, und eine bekannte Spielerfrau möchte endlich ein Mädchen - wenn's ums Kinderkriegen geht, kennen Promis keine Grenzen.
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