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Göring-Eckardts Vater war Strauß-Fan

Die Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt hat dem stern Einblicke in ihr Leben in der DDR gewährt. Dabei verriet sie, welches Buch ihr Vater unter dem "Neuen Deutschland" versteckte.

Von Arno Luik

  Absage: Die Spitzenkandidatin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt (M.), spricht sich gegen ein Bündnis mit der CDU aus

Absage: Die Spitzenkandidatin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt (M.), spricht sich gegen ein Bündnis mit der CDU aus

  • Arno Luik

Gut 5 Jahre nach dem Mauerbau - also mitten im Kalten Krieg - kam Katrin Göring-Eckardt am 3. Mai 1966 in Friedrichroda in Thüringen auf die Welt. In der Wendezeit beteiligte sie sich an der Gründung von Bündnis 90, der DDR-Bürgerrechtspartei, die sich später mit den Grünen zusammenschloss und deren Spitzenkandidatin sie nun für die Bundestagswahl 2013 ist.

In einem Interview mit dem stern erläuterte Göring-Eckardt, wie sie sich der Politik näherte und gewährte Einblicke in ihre Kindheit in der DDR. Ihr Elternhaus nannte sie in dem Interview sehr konservativ: "Meine Eltern waren Tanzlehrer, also Privatunternehmer in der DDR. Sie hatten die Aufgabe, jungen Leuten nicht nur Tanzen beizubringen, sondern auch gutes Benehmen." Ihr Vater sei ein Fan von Franz Josef Strauß gewesen. Als junger Mann habe er sich "mit der NS-Ideologie angefreundet". Göring-Eckardt: "Auf einem Schrank, eingewickelt in das 'Neue Deutschland', lag bei uns Hitlers 'Mein Kampf'. Als ich das entdeckte, war das eine Katastrophe."

Was es heiße, in einer Diktatur zu leben, könnten sich viele Leute in Westdeutschland schwer vorstellen. Sie selbst sei in der DDR-Jugendorganisation FDJ für Kultur zuständig gewesen, sagte Göring-Eckardt dem stern. "So mit 14, 15 Jahren dachte ich wirklich, und deshalb habe ich mich in der FDJ engagiert, man könne das System von innen her verändern. Ich war gleichzeitig in der FDJ und in der kirchlichen Oppositionsbewegung."

"Keine Koalition mit der Union"

Göring-Eckardt beteuerte abermals, eine Koalition mit der Union abzulehnen. Zwar räumte sie eine persönliche Nähe zu Angela Merkel ein, die wie sie aus der DDR kommt und evangelisch ist. "Wir gehören der gleichen Kirche an, glauben an den gleichen Gott, kennen und singen dieselben Lieder" – das verbinde sie mit der CDU-Vorsitzenden. Aber, so Göring-Eckardt, "deswegen haben wir noch lange keine politischen Gemeinsamkeiten."

Die Vizepräsidentin des Bundestages stern erklärte zu ihrer Absage an die Union: "Nicht aus ideologischem Grund oder weil es mir unangenehm wäre, sondern weil es zwischen uns und der CDU dafür inhaltlich-programmatisch einfach nicht reicht." Sie meinte: "Ich sehe bei dieser Bundestagswahl nicht die Option Schwarz-Grün."

Blick auf die FDP

Bevor eine Koalition der Grünen mit der CDU möglich sei, müsste sich die Union programmatisch wandeln. Zwar hätten die Christdemokraten den Atomausstieg "nachvollzogen", aber das hieße noch lange nicht, dass "wir auf der gleichen Welle schwimmen". Der CDU warf Göring-Eckardt im stern "green washing" vor: Man ziehe sich "ein grünes Jackett an, aber das heißt doch nicht, dass man grün denkt und handelt". Auch in der Sozial- und Familienpolitik seien die Unterschiede einfach unüberbrückbar: "Wer in der Krise mal eben 1,5 Milliarden Euro fürs Betreuungsgeld verschleudert – wie soll man mit dem koalieren?"

Dass die Debatte über ein schwarz-grünes Bündnis jetzt hochkomme, erklärt die grüne Spitzenkandidatin mit der Schwäche der FDP: "Da machen sich nun Personen in der CDU und CSU Sorgen, weil ihnen der Koalitionspartner FDP vielleicht verschwindet." Obwohl es für SPD und Grüne in den Umfragen derzeit nicht reichen würde, ist Göring-Eckardt für Rot-Grün zuversichtlich: "Es sind noch elf Monate bis zur Wahl. Schauen Sie mal nach Stuttgart. Wer regiert in Baden-Württemberg?"

Arno Luik/print

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