Göring-Eckardt gegen Koalition mit Union

16. November 2012, 10:13 Uhr

Die Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt hat sich gegen eine Koalition mit der CDU ausgesprochen. Es gebe zu wenige Überschneidungen, sagte sie in einem Interview.

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Keine falschen Hoffnungen: Die neue Spitzenkandidatin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt (M.), spricht sich gegen ein Bündnis mit der CDU aus©

Die Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt sieht keine Grundlage für eine Koalition mit der Union auf Bundesebene. "Unsere Positionen sind in zentralen Politikfeldern unvereinbar - offene Gesellschaft, Familien- und Frauenpolitik, Energiewende, um nur einiges zu nennen", sagte Göring-Eckardt der "Welt" . Daher würden die Grünen im Wahlkampf ihr eigenes Profil betonen und "unmissverständlich" sagen, "dass es mit diesem Profil keine inhaltliche Basis für eine Koalition zwischen uns und der Union gibt".

Göring-Eckardt, die zusammen mit Fraktionschef Jürgen Trittin von den Grünen-Mitgliedern ins Spitzenduo für den Wahlkampf gewählt wurde, hält die durch dieses Ergebnis entfachte Schwarz-Grün-Debatte für ein vorübergehendes Phänomen. "Die Debatte wird sich wieder legen. Befeuert wird sie von der Union, die feststellen muss, dass ihr der Koalitionspartner FDP abhanden kommt und dass sie zudem ihre Vormachtstellung besonders in den Großstädten und im Südwesten an uns verliert. Da sucht die Union verzweifelt jemanden, an dem sie sich festhalten kann." Als Beleg führte Göring-Eckardt ein unlängst veröffentlichtes Konzeptpapier von CDU-Politikern zur Stärkung der CDU in Großstädten an.

Die Ablehnung von Schwarz-Grün leitete Göring-Eckardt auch aus ihren Erfahrungen als Grünen-Fraktionschefin während der rot-grünen Regierungszeit ab. Sie habe "damals diese Koalition gern mitgestaltet. Gerade deshalb weiß ich, dass es für gemeinsames Regieren hinreichende inhaltliche Übereinstimmungen braucht, wenn man etwas für unser Land erreichen will. Solche Übereinstimmungen gibt es mit der Union nicht." Allerdings werde es 2013 "auch mit der SPD durchaus Diskussionen geben, zum Beispiel über die Industriepolitik".

steh/AFP/DPA
 
 
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