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Hamburger Polizei identifiziert acht Verdächtige

In Hamburg kommt man den Tätern der Silvester-Übergriffe zunehmend auf die Spur. Acht Männern mit Migrationshintergrund konnten konkrete Taten zugeordnet werden. Gegen 20 weitere Personen wird noch ermittelt.

Besucher auf der Großen Freiheit neben der Reeperbahn in Hamburg

Auch auf der Großen Freiheit in Hamburg kam es an Silvester zu sexuellen Übergriffen auf Frauen

In Hamburg hat die Polizei nach den Silvester-Übergriffen bisher acht Verdächtige ermittelt. Alle hätten einen Migrationshintergrund und seien entweder Flüchtlinge aus Hamburger Unterkünften oder leben bereits seit Jahren in Deutschland, erklärte die Polizei am Freitag. Auch in Hamburg war es an Silvester vor allem an der Reeperbahn zu einer Vielzahl von sexuellen Übergriffen und anderen Straftaten gekommen.

Darüber hinaus gibt es nach Angaben der Beamten noch einen laufend größer werdenden Kreis von derzeit etwa 18 bis 20 Personen, die zum Zeitpunkt der Taten nachweislich im fraglichen Bereich unterwegs waren, denen bislang aber kein konkreten Taten zugeordnet werden können. Die Zahl der Strafanzeigen in der Hansestadt liegt bei 205. Ähnlich wie die Kölner Polizei haben die Hamburger Beamten eigens eine Ermittlungsgruppe gegründet.

Übergriffe in Hamburg vor allem im allgemeinen Gedränge

Die Übergriffe in der Hansestadt waren von den Geschehnissen am Kölner Hauptbahnhof überlagert worden, wo die Taten geballt aus einer großen Menschenmenge heraus begangen worden waren und der örtlichen Polizei anschließend schwerwiegende Versäumnisse bei der Lageeinschätzung vorgeworfen wurden.

In Hamburg ereigneten sich die allermeisten Fälle im allgemeinen Gedränge auf der Großen Freiheit, einer stets sehr gut besuchten Nebenstraße der Vergnügungsmeile Reeperbahn. Die politische Diskussion in der Hansestadt verlief bislang erheblich unaufgeregter.

Für die Übergriffe auf Frauen und weiteren Straftaten in Köln waren nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei vor allem Migranten verantwortlich. Die Beamten dort identifizierten bislang einige dutzend Verdächtige, von denen die meisten aus nordafrikanischen Ländern wie Marokko und Algerien oder Staaten des Nahen Ostens stammen. Um die Ermittlungen voranzutreiben, lobte die Domstadt zuletzt eine Belohnung von 10.000 Euro für Hinweise auf die Täter aus.

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Laura Himmelreich


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