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15-Jährige Messerstecherin wurde offenbar islamistisch radikalisiert

Deutschland ist geschockt: Eine 15-Jährige hat am vergangenen Freitag in Hannover einem Polizisten ein Küchenmesser in den Hals gerammt. Nun häufen sich die Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund.

Hauptbahnhof Hannover

Der Nordwest-Eingang des Hannoveraner Hauptbahnhofs: Am vergangenen Freitag wurde ein Beamter im Bahnhof durch einen Messerstich in den Hals schwer verletzt

Am vergangenen Freitag stach eine 15-Jährige Schülerin bei einer Personenkontrolle am Hauptbahnhof von Hannover auf einen Bundespolizisten ein - nur eine Notoperation rettete sein Leben. Nun scheint sich der Verdacht zu erhärten, dass das Mädchen von Islamisten radikalisiert wurde. Wie "Spiegel Online" berichtet, habe die Staatsanwaltschaft Hannover schon vor der Tat wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat gegen sie ermittelt.

Im Januar hatte die Mutter von Safia S. ihre Tochter als vermisst gemeldet und die Sorge geäußert, dass die 15-Jährige sich der Terrororganisation Islamischer Staat anschließen will. Safia S. war Anfang Januar auf eigenen Faust nach Istanbul gereist. Ihrer Mutter war es jedoch gelungen, sie von dort zurückzuholen.

"Als sie nach Istanbul flog, hatte ich sofort Angst, dass sie nach Syrien zu ISIS reisen will", sagte nun die Mutter von Safia S. gegenüber der "Bild-Zeitung". Wie das Blatt weiter berichtete, soll sich auch der 18-jähriger Bruder des Mädchens radikalisiert haben. Bei einem Versuch die Grenze zu Syrien zu überqueren sei er verhaftet worden und befinde sich derzeit in der Türkei in Haft.

"Ob der Beamte überlebt, war ihr egal"

Safia S. war schon als kleines Kind in der Salafisten-Szene bekannt. Zahlreiche Videos auf der Online-Plattform Youtube zeigen das Mädchen im Grundschulalter an der Seite des Salafisten-Predigers Pierre Vogel. Das Kind beantwortet Fragen und liest aus dem Koran. "Die Bilder zeigen offensichtlich unsere Tatverdächtige. Sie wird mit sieben Jahren aber nicht allein dahin gegangen sein", sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge am Freitag. Ob der Mordversuch an dem 34-jährigen Beamten vor einer Woche einen tatsächlich einen islamistischen Hintergrund hatte, ist noch nicht abschließend geklärt - doch mittlerweile deutet vieles darauf hin.

Gegenüber der "Bild" erklärte ein Polizeisprecher: "Sie hat die Beamten im Bahnhof mit starrem Blick verfolgt. Das ist aus dem Überwachungsvideo zu sehen. Deshalb entschlossen sich die Kollegen, sie zu kontrollieren." Im Zusammenhang mit der Messerattacke erklärte ein Beamter gegenüber dem Blatt: "Sie wirkte eiskalt. Ihre einzige Sorge war, dass ihr Kopftuch verrutschte. Sie wollte es nach der Festnahme unbedingt wieder richtig aufsetzen. Ob der Beamte überlebt, war ihr egal."

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