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60 überraschende Fakten über Angela Merkel

Im TV-Duell behauptete Angela Merkel einmal: "Sie kennen mich." Aber das stimmt nicht: Hier sind 60 bisher wenig bekannte Einblicke zum Geburtstag der Kanzlerin. Merkel wird heute 60 Jahre alt.

Gesammelt von Andreas Hoidn-Borchers

Sie glauben zu wissen, wie die Kanzlerin tickt? Nun. Lassen Sie sich überraschen. Wir haben tief in der Kiste gekramt.

1.) Vier-Sterne-Kanzlerin

Sie regiert jetzt einen Fußballweltmeister. Haben Brandt und Schröder nie geschafft. Ätsch!

2.) Fluchen - privat

Daheim vor dem Fernseher flucht sie sogar beim Fußballgucken. Im Stadion traut sie sich nicht.

3.) Schweinsteiger im Herzen

2006 waren die Nationalkicker zum Essen ins Kanzleramt eingeladen. Sofort nach dem Dessert stand Bastian Schweinsteiger auf: Frau Bundeskanzlerin, ich muss mich leider verabschieden. Sie fragte, warum? Schweinsteiger: Ich muss noch Basketball gucken. Danach hatte sie ihn endgültig ins Herz geschlossen.

4.) Fleisch in der Kabine

Nachdem sie die Kicker bei der WM 2010 in der Kabine in Kapstadt besucht hatte, mussten Mitarbeiter dafür sorgen, dass nicht alle Fotos und Filme an die Öffentlichkeit kamen. Es wäre eindeutig zu viel nacktes Männerfleisch um die Kanzlerin herum zu sehen gewesen.

5.) Hund am Bein

Seit sie 1995 beim Fahrradfahren vom Kurzhaardackel ihres Nachbarn gebissen wurde, hat sie Angst vor Hunden. Und keine Illusionen mehr über Journalisten. Überhäuft von Anfragen zu dem Vorfall, hatte die damalige Umweltministerin das Gefühl, "ich habe den Hund gebissen und nicht der mich".

6.) Bush im Nacken

2006 hat ihr George W. Bush spontan eine Nackenmassage verpasst. Sie hat es sichtlich nicht genossen. Sondern geguckt, als käme gerade Putins Labrodor um die Ecke.

7.) Verhältnis zu Gauck

"Sie legen den Finger in die Wunde, wenn Sie eine Wunde sehen", lobte sie Joachim Gauck zu dessen 70. Geburtstag. Kein Wunder, dass sie ihn gerne als Bundespräsidenten verhindert hätte.

8.) Die Doktorarbeit

Ihre Doktorarbeit trägt den Titel: "Die Untersuchung des Mechanismus von Zerfallsreaktionen mit einfachem Bindungsbruch und Berechnung ihrer Geschwindigkeitskonstanten auf der Grundlage quantenchemischer und statistischer Methoden." Klingt zunächst so, hat aber nichts mit Politik und Koalitionen zu tun.

9.) Überbleibsel der ersten Ehe

Früh übt sich, was eine Pragmatikerin werden will. Aus ihrer ersten Ehe nahm sie zweierlei mit: die Waschmaschine und den Namen ihres Mannes. War eine kluge Entscheidung. Sonst müssten wir schreiben: Kanzlerin Kasner. Oder, noch schlimmer: Kanzlerin Sauer.

10.) Second Life im Westen

Merkel glaubt nicht, dass sie in der Politik gelandet wäre, wäre sie im Westen aufgewachsen. "Da wäre ich vielleicht Lehrerin geworden oder Dolmetscherin."

11.) Deutscher Rotwein!

Nachdem die "Bunte" über den Wein-Vorlieben des Ehepaares Merkel und Sauer geschrieben hatte, empörte er sich: "Wir trinken doch keinen deutschen Rotwein!" So zitierte ihn jedenfalls der "Spiegel". Seitdem wird sie von deutschen Winzern mit Rotwein zugeschüttet.

12.) Backe, backe Kuchen

Wenn sie dazu kommt, backt sie ihrem Mann Kuchen. Sie selbst mag eigentlich keinen. Obst auch nicht so gerne.

13.) Mett muss

Zum Buch "Das Parlament kocht" hat sie ein Rezept beigesteuert. Grünkohl-Eintopf mit Mettwurst.

14.) Vereidigung als Kanzlerin

Am 22. November 2005 wurde Merkel zum ersten Mal als Kanzlerin im Bundestag vereidigt worden. Ihr Mann war nicht dabei. Er wurde mittags im "Casino Adlershof" gesichtet, in der Essensschlange. Es gab Gemüsemaultaschen und Fischfrikadellen.

15.) Erbsensuppen-Gesichter

Alice Schwarzer saß 2005 während der Vereidigung in Sichtweite ihrer Familie. "Während ich schlucken musste, saßen sie da mit versteinertem Gesichtsausdruck – nun wollen wir uns nichts drauf einbilden, nun wollen wir schön bescheiden bleiben. Danach hat sie, glaube ich, Erbsensuppe gegessen. Ich finde, man hätte auch Champagner knallen lassen können.

16.) Luxus Apfelsaft

"So viel Apfelsaft trinken, wie ich möchte", war in Merkels Erinnerung der größte Luxus in ihrer Kindheit.

17.) Sonntags in der Uckermark

Wer sie sonntags in der Uckermark auf dem Handy anruft, kriegt schon mal von ihr zu hören: "Ich stecke gerade in Gummistiefeln im Gemüsegarten und jäte ein bisschen Unkraut."

18.) Freizügig am See

Laut "Bild" besuchten Horst und Eva-Luise Köhler das Paar Merkel/Sauer in Hohenwalde. Sie wanderten um einen See, bekamen Lust zu schwimmen, entledigten sich ihrer Kleider und sprangen nackt ins Wasser. "Und dann kam der Bauer", zitiert "Bild" den Ex-Präsidenten.

19.) Merkels Lieblingswitz

Merkels Lieblingswitz hat natürlich mit Politik zu tun. Er geht so: Obama, Berlus­ coni und Sarkozy stehen an einem See. Sagt der Ber­ lusconi: "Das ist eine Insel, die ist wunderschön, wollen wir da nicht hingehen?" Ber­ lusconi läuft also vor übern See. Obama schreitet hinterher. Sarkozy geht los und säuft ab. Sagt der Ber­ lusconi zu Obama: "Ich glaube, der Sarkozy wusste nicht, wo die Steine liegen." Sagt der Obama: "Welche Steine?"

20.) Glückwünsche von Glos

Michael Glos schrieb über sie zu ihrem 50. Geburtstag: "Eines der Geheimnisse des Erfolges von Angela Merkel ist ihr geschickter Umgang mit eitlen Männern. Sie weiß: Auerhähne schießt man am besten beim Balzen."

21.) Die Strecke

Kohl. Merz. Koch. Stoiber. Wulff. Röttgen. Guttenberg.

22.) Schmusen mit Sigmar

"Ich mag die ja", sagt Sigmar Gabriel. Sagte er auch schon, als er noch nicht wieder mit ihr regierte.

23.) Das Kapital

Sie verdient als Kanzlerin und Abgeordnete im Jahr rund 280.000 Euro - fast doppelt so viel wie Francois Hollande. Aber der ist ja auch Sozialist. Der Kollege in Singapur kann über solche Summen nur müde lächeln. Er kriegt 1,4 Millionen Euro im Jahr.

24.) Was an ihr tickt

Merkel trägt eine "Boccia Titanium" am Arm. Preis: 89 Euro. Für Juweliere "eine Uhr für Leute, die wissen wollen, wie viel Uhr es ist".

25.) Sein und Schein

"Inszenierung durch Nicht-Inszenierung", nannte ihr verstorbene Biograf Gerd Langguth den Stil der Kanzlerin.

26.) Kohls Orakel

Für die Antwort auf die Frage, was Angela Merkel wolle, benötigte Helmut Kohl nur ein Wort: "Macht!"

27.) Macht der Gewohnheit

Nachdem sie am 9. November 1989 von der angekündigten Reisefreiheit gehört hatte, rief sie erst ihre Mutter an: "Zähl schon mal dein Westgeld. Es geht bald los." Dann ging sie mit einer Freundin in die Sauna – wie jeden Donnerstag.

28.) Wissen, was läuft

Um auf der Höhe der Zeit zu bleiben, lässt sie sich von Mitarbeitern schon mal DVDs der angesagten Serien besorgen. Borgen. West Wing. Solche Sachen. Entspannung? Könnte auch unter Weiterbildung fallen.

29.) Soll er mal reden

Wenn sie und ihr Mann Joachim Sauer Freunde oder Bekannte treffen, überlässt sie gern ihm das Reden.

30.) Klum? Merkel!

2011 lichtete der in New York lebende Starfotograf Martin Schoeller Angela Merkel für das Cover des US-Magazins "Glamour" ab. Kurz darauf sagte er in einem Interview: "Wen sollte ich sonst in Deutschland fotografieren: Heidi Klum? Boris Becker? Mir fällt kein Star ein."

31.) Mausgrau bis brutal

"Gestern bin ich mausgrau, plötzlich bin ich brutal und herzlos. Und morgen? Manchmal denke ich, vielleicht runden sich all diese Sichtweise irgendwann zu einem Gesamtbild." Sagte Angela Merkel zum stern, im Juli 2000.

32.) Geißlers Erkenntnis

Merkel sei eine "herbe Schönheit", mit "melancholischem Blick in einem zuweilen von Traurigkeit umflorten Gesicht". Hat Heiner Geißler mal gesagt. Aber der hatte schon viele überraschende Erkenntnisse.

33.) Der strenge Vater

"Weit hast du es noch nicht gebracht." Waren die Worte ihres Vaters, als er die 30-Jährige mal in ihrer Berliner Wohnung besuchte.

34.) Flug ins Ungewisse

Franz Müntefering hat Merkels Politikstil vermutlich am besten beschrieben: "Man kann sich zu ihr ins Flugzeug setzen, wenn sie Pilotin ist. Man wird sicher ankommen. Man weiß nur nicht, wo."

35.) Politische Polygamie

Merkel ist der einzige deutsche Regierungschef der Nachkriegszeit, der mit zwei Partnern Regierungen gebildet hat. Manche behaupten, sie werde so lange weiter kanzlern, bis sie auch noch mit den Grünen koaliert hat.

36.) Die Qual der Wahl

Ein Tweet vom Wahltag 2013: "Wahllokal. Frau: 'Also, ich wähle Merkel. Die find ich gut.' Ihr Mann: 'Dann musst du CDU wählen.' Frau: 'Was?? Ich wähle doch nicht CDU!'"

37.) Tschau mit au

Um ihren Koalitionspartner aus der Regierung und dem Bundestag zu verabschieden, benötigte sie nur 15 Zeichen. "Es tut mir leid. am", lautete die SMS, die Merkel am Wahlabend 2013 an Philipp Rösler schickte.

38.) Allzeit bereit

Das Handy ist ihr wichtigstes Arbeitsgerät. Allein vom Presseamt erhält sie täglich rund 70 SMS, damit sie auf dem Laufenden bleibt übers Weltgeschehen. Dazu kommen Mitteilungen von Politikern und Bekannten. Die meisten beantwortet sie prompt. Sie weiß, dass sie "jederzeit erreichbar, jederzeit arbeitsbereit" sein muss. Bevor es im Urlaub auf den Berg geht, meldet sie sich per SMS brav bei ihren Stallwachen in der Hauptstadt ab: "Jetzt bin ich ein paar Stunden nicht erreichbar. Viele Grüße, am"

39.) Fix wie Gabriel

"Nur Sigmar Gabriel antwortet genauso schnell auf eine SMS wie sie." Sagt Martin Schulz, Präsident des Europaparlaments (ein Sozialdemokrat).

40.) Wenn Du denkst ...

"Ich bin konservativer als man denkt." Sagt Merkel. Über sich. Immer wieder.

41.) Überholen ...

Was die CDU ablehnte, bevor Angela Merkel 2000 den Parteivorsitz übernahm: Ausstieg aus der Atomkraft, Finanztransaktionssteuer, Ökosteuer. Freiwilligenarmee, Mindestlohn, Quoten, Einwanderungsland, Homo-Ehe. Gemeinschaftsschulen. Zum Beispiel.

42.) ... ohne einzuholen

Wogegen die CDU heute kämpft: Veggie-Day. Ende der Tierversuche. Und im weiteren Sinne: Steuererhöhungen. Haltbarkeitsdatum: nicht festgelegt.

43.) (K)eine üble Nachrede

"Wenn sie sich 1990 in irgendeinen SPD-Nachwuchspolitiker verliebt hätte und nicht schon mit Joachim Sauer zusammen gewesen wäre, dann wäre sie jetzt für die SPD Bundeskanzlerin. Und ihre Politik sähe genauso aus!", glaubt der Schauspieler Ulrich Matthes.

44.) Schwarz-rot-goldig

Die Schlandtasche.

45.) Diese Frau kann alles tragen

Die Schlandkette. Darf nur SIE tragen. Kann sonst auch keiner. Der Vizekanzler bekäme sie vermutlich nicht mal um seinen Hals.

46.) Versuch macht kluch

Aus der Reihe: Sätze, mit denen keiner gerechnet hätte. "Außer dem Staat kann keiner mehr helfen." Angela Merkel während der Finanzkrise Anfang 2009. Zusatz: "Das ist eine interessante Erfahrung."

47.) Nastrovje!

Merkel ist Olympiasiegerin - als Neuntklässlerin in Russisch. Sie musste Lenins Biografie auf Russisch erzählen. Sie mag Russisch, "eine schöne Sprache, ein bisschen wie Musik, ein bisschen melancholisch."

48.) Mädchen, Mutti und mehr

Sie war schon: Kohls Mädchen. Mutti. Die schwäbische Hausfrau. Miss Germany. Miss Europa. Für "Forbes" ist sie inzwischen "mächtigste Frau der Welt". Würde lachen, wenn jemand sagte, von nun an geht's bergab.

49.) Der Google-Test

Zumindest bei Google hat sich es noch nicht ganz nach oben geschafft. Gibt man die Buchstabenfolge A-N-G-E-L in die Suchmaske ein, erscheint als erster Vorschlag: Angelina Joli. Dann aber folgt schon Angela Merkel.

50.) Diese und jene Diät

Die Begriffe, die bei Google derzeit am stärksten mit ihr verknüpft sind: Gehalt, Facebook, Diät, Wiki, abgenommen.

51.) Ihre Laudatoren

Zum 50. Geburtstag wünschte sie sich von ihrer Partei den Vortrag eines Hirnforschers. Zum 60. referiert ein Historiker. Und zum 70.? Ein Molekularkoch?

52.) Sitzen bleiben

Kanzlern ist ganz einfach. Eigentlich. Muss man nur Angela Merkel fragen, was sie den lieben langen Tag so treibt. "Ich sitze ruhig und mache meine Arbeit ", lautet die Antwort. Also, auch nicht viel anders als bei unsereinem.

53.) Muttis little helper

Sauer. Joachim Sauer. Professor Joachim Sauer. War angeblich lange Zeit kurz davor, den Nobelpreis in Chemie zu kriegen für seine Forschungen, deren Resultate auf der Welt vermutlich ungefähr zwei Dutzend Menschen verstehen, wenn's hoch kommt. Hängt daheim am Kupfergraben trotzdem gelegentlich die Wäsche auf - wenn es politisch richtig dicke kommt und er glaubt, die Kanzlerin entlasten zu müssen.

54.) Der Krachwegmacher

Merkels Mann ist aktiver Lärmschützer, vor allem in eigener Sache. Beim Bezirksamt Mitte sollen die Beschwerden des Wagner-Liebhabers über singende Nachbarn, lärmige Konzerte und Baustellen-Krach berüchtigt sein. Ob's stimmt, lässt sich leider nicht verifizieren.

55.) Bruuuuuce

In ihrer Datsche in Hohenwalde soll Merkel trotzdem gelegentlich Bruce Springsteen in der CD-Player schieben. 'cause tramps like us, baby, we were born to run...

56.) Nix wie weg

Sie fährt jedes Jahr zu den Wagner-Festspielen nach Bayreuth. Und danach zum Wandern. Meist nach Sulden in Südtirol. Urlaub in Deutschland? Ungern, "weil das noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde".

57.) Und jetzt: Entspannen!

"Ihre Datsche ist ihre Leidenschaft. Ich glaube, dass sie auch noch diszipliniert entspannt.", sagt Lothar de Maizière. Die beiden kennen sich gut und lange. Er war der letzte DDR-Ministerpräsident, sie seine stellvertretende Regierungssprecherin.

58.) Das Spiegelbild

In seinem Buch "Die Zauder-Künstlerin" schreibt Nikolaus Blome, Merkel werde Mitte dieser Legislaturperiode zurücktreten, irgendwann 2015 also. Blome hat bei "Bild" gearbeitet, leitet jetzt das Hauptstadtbüro des "Spiegel". Was das heißt? Entscheiden Sie selbst.

59.) Ciao, bella

"Wenn ich Frau Merkel wäre, dann würde ich nach zwei Jahre sagen: Arrividerci, es kann nicht besser werden. Dann muss man weg. Das weiß sie auch. Das wird sie nie sagen, dazu ist sie zu diszipliniert. Aber wenn sie nicht blöde ist, wird sie es denken." Sagt einer aus der CDU, der sie gut kennt. Sehr gut sogar.

60.) Das letzte Wort hat sie

"Tja, ich möchte irgendwann den richtigen Zeitpunkt für den Ausstieg aus der Politik finden. Das ist viel schwerer, als ich mir das früher immer vorgestellt habe. Aber ich will dann kein halb totes Wrack sein, wenn ich aus der Politik aussteige, sondern mir nach einer Phase der Langeweile etwas anderes einfallen lassen." Sagt sie selber. War aber 1998.

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