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Steinbrücks kolossaler "Heuschrecken"-Patzer

Eigentlich wollte der SPD-Spitzenkandidat im Bundestag endlich politisch Boden gegenüber Kanzlerin Angela Merkel gutmachen. Daraus wurde nichts - wegen eines personellen Missgriffs.

Ein Kommentar Von Hans Peter Schütz

  Viel Wahlkampfgeschrei ohne Alternativen vorzuschlagen: Kanzlerkandidat Steinbrück bei der Debatte im Bundestag

Viel Wahlkampfgeschrei ohne Alternativen vorzuschlagen: Kanzlerkandidat Steinbrück bei der Debatte im Bundestag

Peer Steinbrück ist offenbar finster entschlossen, als Kanzlerkandidatur seiner SPD keinen Fehler auszulassen. Sein Auftritt in der Haushaltsdebatte des Bundestags sollte ein Befreiungsschlag werden, seinen Fehlstart vergessen zu machen, um nicht länger als Großverdiener auf Kosten finanzklammer Genossen in Bochum und anderswo dazustehen. Doch wie geht Steinbrück mit dieser Chance auf solide politische Selbstdarstellung um? Er tritt voll neben die Tonne.

Die Genossen kannten vor der Diskussion im Bundestag nur ein Thema: Wie konnte es geschehen, dass der Finanzinvestor, Buchautor und Kunstmäzen Roman Maria Koidl als Kandidat für den SPD-Wahlkampfjob des Social-Media-Chefs überhaupt in Frage kommen konnte? Ergebnis: Nur einen Tag nach Bekanntwerden der Personalie mussten die Sozialdemokraten den Österreicher wieder abrupt aus dem Verkehr ziehen? Ein Finanzinvestor, also eine "Heuschrecke", wie diese Geldjoungleure in der SPD beschimpft werden. Ein Mann, der ein Buch mit dem Titel "Scheißkerle" schrieb und seine Karriere auf ziemlich rücksichtslosen Umgang mit Frauen aufgebaut hat. Steinbrücks Berater saßen am Dienstag drei Stunden zusammen, ohne in der Kür Koidls einen Fehler zu erkennen. Politisches Fingerspitzengefühl bei Steinbrücks Beratern? Offenbar nullkommanull!

Reines Wahlkampfgeschrei ohne Alternativen

Auf dem Weg zur Bundestagsdebatte war nicht die bevorstehende Auseinandersetzung des Merkel-Herausforderes mit der Kanzlerin das Thema, sondern die fehlgeschlagene Personalie. Immerhin sollte Koidl die Social-Media-Aktivitäten Steinbrücks koordinieren - bisher wahrlich nicht das Vorzeigegebiet des Spitzenkandidaten. Die Genossen schüttelten entgeistert die Köpfe. Ein "totaler Fehlgriff" war noch ein eher sanftmütiger Kommentar in den Reihen der SPD.

Heute muss er es packen und Angie endlich mal zeigen, was er kann, dachten viele vor dem Auftritt im Bundestag. Doch Steinbrück hat es wieder nicht geschafft. Wieder hinterließ er den schwächeren Eindruck im Vergleich zu Merkel - auch ohne Koidl. Er bot zwar Wahlkampf total, schon im zweiten Satz: Deutschland stehe gut da, sagte er, "aber das hat mit der Arbeit der Bundesregierung nichts zu tun". Dann knallte er Satz für Satz vermeintliche oder tatsächliche Sünden von Schwarz-Gelb in den Plenarsaal. Doch leider ohne auch nur eine halbwegs befriedigende Perspektive darauf zu bieten, was denn Rot-Grün anders und besser machen würde. Das war reines Wahlkampfgeschrei, zu dem auch die grünen Abgeordneten klar erkennbar sich nur mühsam zum Beifall aufraffen mochten.

Steinbrück sucht noch immer seine Rolle

Welch ein Gegensatz zu Angela Merkel, die kühl wie immer ihre Regierungsarbeit verteidigte, den Koalitionspartner FDP streichelte und fast für jeden Satz ihrer Rede Beifallsorgien erntete. Auf Steinbrücks Angebot, die Verabschiedung des Haushaltsgesetzes zu vertagen, ging sie mit keinem Wort ein. Vielen Abgeordneten der Koalition dürften nach diesem Auftritt vom applaudieren die Handballen geschmerzt haben in der klaren Erkenntnis, dass dieser SPD-Kanzlerkandidat noch immer seine Rolle nicht gefunden hat.

Steinbrück muss jetzt sogar befürchten, dass in der SPD die Debatte über ihn vor seiner geplanten amtlichen Kür am 9. Dezember in Hannover an Fahrt gewinnt. Am linken Flügel träumen immer noch (oder wieder) Genossen davon, die beliebte NRW-Ministerpräsidenin Hannelore Kraft in Stellung zu bringen. Das natürlich wäre ein Debakel für die gesamte SPD und wird natürlich nicht passieren. Aber ihr wäre der "Heuschrecken"-Patzer nicht passiert.

Kraft hätte nie und nimmer auch nur eine Sekunde mit dem Gedanken an einen Politikberater wie Herrn Koidl gespielt. Steinbrück muss nun endlich zeigen, dass er auch ohne die Beihilfe solcher Figuren die Kandidatur schultern kann. Weitere Peinlichkeiten dieser Art und neue verbale Niederlagen gegen Merkel kann er sich nicht leisten. Sonst haben Steinbrück und seine SPD keine Chance, Merkel aus dem Kanzleramt zu vertreiben.

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