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18. Januar 2009, 19:13 Uhr

Andrea Ypsilanti tritt zurück

Schon kurz, nach dem das Debakel der SPD bei der Landtagswahl in Hessen feststand, hat die Vorsitzende Andrea Ypsilanti die Konsequenzen gezogen: Sie ist zurückgetreten. Als ihren Nachfolger schlug sie den Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel vor.

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Nach dem Debakel der SPD bei der Hessen-Wahl hat Andrea Ypsilanti ihren Rücktritt erklärt© Oliver Lang/DDP

Andrea Ypsilanti ist am Sonntagabend als hessische SPD- und Fraktionsvorsitzende zurückgetreten. Sie zog damit die Konsequenzen aus dem historischen Debakel ihrer Partei bei der Landtagswahl in Hessen. Sie kündigte an, den SPD-Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel als ihren Nachfolger in beiden Ämtern vorzuschlagen. Ausdrücklich dankte Ypsilanti Schäfer-Gümbel für seine bisher geleistete Arbeit.

Ypsilanti bezeichnete das Abschneiden der SPD als schwere Niederlage. "Daran gibt es nichts zu deuteln." Sie fügte hinzu: "Das ist ein schwerer Tag." Ein Teil der Wähler habe nicht verziehen, dass die SPD bei der Wahl vor einem Jahr in Hessen keine parlamentarische Mehrheit erhalten habe. "Wir werden dieses Ergebnis aufarbeiten müssen", sagte Ypsilanti.

Die Landtagswahl vor einem Jahr hatte erstmals in Hessen die Linkspartei ins Parlament gebracht. SPD, Grüne und Linke hatten damit eine knappe Mehrheit, bekamen aber keine Regierung zustande. Die SPD- Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti unternahm entgegen ihrem Wahlversprechen zwei Mal den Versuch, mit Tolerierung der Linken Ministerpräsidentin einer rot-grünen Minderheitsregierung zu werden, scheiterte aber jeweils an parteiinternem Widerstand. Kochs CDU- Alleinregierung amtierte deshalb geschäftsführend weiter.

Der SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel hat sich bereit erklärt, die Nachfolge Ypsilanti als Landes- und Fraktionsvorsitzender anzutreten. Er sei von einer Vielzahl von Mitglieder der Partei dazu aufgefordert worden, sagte er am Sonntagabend. Am Montag werde dies in den Gremien besprochen, "aber ich bin bereit", sagte er.

Schäfer-Gümbel räumte zugleich eine Mitverantwortung für die schwere Niederlage seiner Partei ein. Den Weg der Hessen-SPD habe man gemeinsam zu verantworten, weil man auch gemeinsam beraten und entschieden habe. Es sei eine Denkzettelwahl gewesen. Einerseits seien Wähler enttäuscht über den Weg gewesen, den die SPD eingeschlagen habe. Andererseits habe es auch Enttäuschung darüber gegeben, "dass wir es nicht hinbekommen haben".

AP/DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 12)
 
SethusCalvisius (19.01.2009, 19:28 Uhr)
@AchazIII.
Schon witzig, hier die Versprecher von Frau Ypsilanti anzuprangern und dann nicht einmal eine fehlerfreie Überschrift hinzubekommen. :-)
Im übrigen hat Ypsilanti an der Johann-Wolfgang-vonGoethe-Universität in Frankfurt Soziologie, Politikwissenschaft und Pädagogik studiert. (Abschluss Diplom-soziologin)
csyas (19.01.2009, 16:10 Uhr)
@Stern...
...den Wahlkreis Frankfurt a.M. haben die Grünen gewonnen - dies sollte auch in der Graphik entsprechend farblich sichtbar gemacht werden... ;)
lorac (19.01.2009, 15:47 Uhr)
Na das hat die Frau ja wieder elegant gelöst

Klasse Frau Ypsilanti, warum sind Sie nicht am 04. November 2008 zurückgetreten.
Gestern dann mal den Abgang zwischen Tür und Angel gemacht.
Gut, dass es nicht zu drei Wahlgängen gekommen ist bei einer möglichen Wahl von Ihnen zur Ministerpräsidentin, sonst hätten Sie vermutlich wie Frau Simonis einst gefragt:"Und was wird dann aus mir."
Die SPD wird hoffentlich in der Opposition in Land und Bund wieder aufgebaut und mit fähigem Personal neu durchstarten, ansonsten sehe ich nicht rot, sondern in den nächsten 10 Jahren schwarz-gelb in Bund und Ländern!
AchazIII. (19.01.2009, 09:07 Uhr)
Korr.: Mein Gott, woher kam diese Dame?
Korrektur der Überschrift
AchazIII. (19.01.2009, 09:04 Uhr)
Mein Gott,, woher man diese Dame ?
Man ist bescheiden geworden, was für Personen die Parteien als "Spitzenkadidaten" präsentieren. Aber mit dieser Dame Y. ist und war ein Tiefpunkt in der Politik erreicht. Es reichte nicht einmal für ein paar Sätze hochdeutsch, die einigermaßen grammatisch fehlerfrei und ohne Versprecher rüber kamen. Über den Inhalt schweigt man lieber. Natürlich kann nicht jeder Politiker ein Adenauer oder Schmidt sein, nicht jeder muss hochgebildet sein. Aber bei Frau Y. merkte man, dass die SPD eine dünne Personaldecke hat. Nach vorliegenden Informationen soll es sich um eine gelernte ehem. Stewardess handeln. Gut für die Hessen, dass dieser Kelch an ihnen mit einer MP Y. noch vorüber gegangen ist.
Dirk_37 (19.01.2009, 08:43 Uhr)
@sternenhagel
Aha, da isser wieder, der Sündenbock: es war also die BLÖD-Zeitung, die zionistische Vereinigung der Weltverschwörungspresse und Spiderman himself, die das miserable Ergebnis der SPD zu verantworten haben, ja klar!
Sorry, ich vergaß: wenn immer die Bürgerlichen auf die Fresse kriegen ist das in Ordnung, sobald aber ein Sozi strauchelt sind immer andere schuld,ja ja...
Entschuldigung, aber nehmen Sie mal die linke Brille ab und sehen den Realitäten ins Auge: Links wurde abgewatscht weil Links Mist gebaut hat, so einfach ist das! Und so richtig ist das auch!!Nicht nur die SPD hat ihr Fett wegbekommen, auch die Linke konnte keineswegs von der abgewandten Wählerschaft profitieren. Für mich sieht das eindeutig aus: die Hessen wollen keinen Sozialismus/Kommunismus in ihrem Land. In diesem Sinne also ein guter Tag für die Demokratie, mfG Dirk
goofy4 (19.01.2009, 08:38 Uhr)
Konsequent schon aber Einsicht?
Ein Teil der Wähler habe nicht verziehen, dass die SPD bei der Wahl vor einem Jahr in Hessen keine parlamentarische Mehrheit erhalten habe.
So kann man das natürlich auch sehen.
Damit verschleiert Sie Ihr eigenes Versagen. Damit wälzt sie die Verantwortung auf die vier "Abweichler" ab, die ihre Wahl "verdorben" haben.
Letztendlich glaube ich aber, dass die Menschen einfach keine so linkslastige Regierung haben wollen und diesen Linksruck ganz klar abgestraft haben. Wo soll das hinführen mit unserer Linkspartei. Nachdem sie die DDR ruinieren durften versuchen sie sich jetzt an der BRD? Das Problem ist nur, dass diese Schulden niemand mehr bezahlen wird.
sternenhagel (19.01.2009, 05:53 Uhr)
Ganz im Gegenteil @ Dirk
Ein miserabler Tag für die Demokratie. Ein Sieg der
gekauften Journaille, der Heckenschützen und Lobbyisten. Aber Andrea Ypsilanti, noch ist nicht aller Tage Abend, kämpfe weiter! Ob das aber mit oder in der SPD, der Traditionspartei des Verrats, geht?
Aaron71 (18.01.2009, 22:30 Uhr)
schade...
Wenn Ypsilanti nicht zurückgetreten wäre, hätte das Bürgerliche Lager auch die nächsten 5 Wahlen sicher gewonnen.
Und man muss jetzt auf Lufthansaflügen wieder aufpassen, dass einem dieses Pferdegebiß nicht den Tomatensaft serviert.
Blacky007 (18.01.2009, 22:21 Uhr)
@Dirk_37
Ich glaube kaum, dass diese Person in der Realität angekommen ist und vielmehr der Druck aus der Ecke Seinmeier und Co. zu stark wurde. Ihre Abscheidworte haben klar gezeigt, dass sie immer noch sehr von sich überzeugt ist.
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