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14. November 2008, 16:08 Uhr

Dagmar Metzger tritt nicht wieder an

Die Darmstädter SPD-Abgeordnete Dagmar Metzger wird nicht wieder in den hessischen Landtag einziehen. Metzger, die sich von vornherein gegen die Koalitionspläne der Landesvorsitzenden Andrea Ypsilanti gestellt hatte, hat auf eine Kandidatur verzichtet. Auch die übrigen drei SPD-Rebellen haben keine Chance auf ein neues Mandat.

Hessen-SPD, Dagmar Metzger, SPD, Ypsilanti, SPD-Abweichler

Kandidiert nicht erneut für den Landtag: Ypsilanti-Kritikerin Dagmar Metzger© Thomas Lohnes/ddp

Nach dem Streit in ihrer Fraktion will die hessische SPD-Landtagsabgeordnete Dagmar Metzger bei der kommenden Landtagswahl nicht mehr kandidieren.

Es gebe keine Basis für eine Kooperation mit der SPD-Fraktion, teilte Metzger am Freitag in einer persönlichen Erklärung mit. Die vom Bundesvorsitzenden Franz Müntefering geforderte Erneuerung der SPD in Hessen sei nicht einmal im Ansatz erkennbar. Anfeindungen und Beleidigungen hätten sie tief getroffen und seien einer demokratischen Partei unwürdig.

Die Darmstädter Parlamentarierin Metzger ist eine der vier SPD-Landtagsabgeordneten, die die Wahl der hessischen Partei- und Fraktionsvorsitzenden Andrea Ypsilanti zur Ministerpräsidentin hatten platzen lassen.

Metzger droht kein Parteiausschluss

Als einzige Abweichlerin ist Metzger allerdings bisher nicht von einem Parteiausschlussverfahren bedroht. Dies in erster Linie, da sie von vornherein Andrea Ypsilantis Pläne für eine von der Linkspartei geduldete Minderheitsregierung nicht mitgetragen hatte. Den übrigen drei Parteirebellen droht dagegen der Ausschluss.

Dazu zählen die beiden südhessischen SPD-Landtagsabgeordneten Carmen Everts und Jürgen Walter und seit Freitag auch ihre nordhessische Fraktionskollegin Silke Tesch. Der SPD-Bezirk Hessen-Nord hatte am Donnerstagabend die Einleitung eines Parteiordnungsverfahrens gegen Tesch beschlossen. Wie Bezirksgeschäftsführer Wilfried Böttner berichtete, verzichtete der Vorstand allerdings auf den sofortigen Entzug zentraler Mitgliedsrechte. Der Parteibezirk Hessen-Süd hatte Everts und Walter unter anderem das Recht genommen, für die SPD an Wahlen und Abstimmungen teilzunehmen. Damit ist ihnen bei der vorgezogenen Landtagswahl im Januar der Rückweg in das Parlament faktisch verbaut. Böttner sagte, dass Tesch von der Parteibasis wohl ohnehin nicht erneut als Kandidatin aufgestellt werde, da ihr parteischädigendes Verhalten vorgehalten wird.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 18)
 
Jaynay (17.11.2008, 09:32 Uhr)
also
1. @ Topic - Frau Metzger wird nicht verhungern, die wird sich aus ihren Kontakten zur Energiewirtschaft ernähren....
2. Ich finds ja schon schwer genug Menschen wie Vegefranz und co. ertragen zu müssen, kann man nicht wenigstens diese neonazis hier rausschmeissen, bannen oder soetwas?
Wie war das Stern Redaktion ? Mut gegen Rechte Gewalt?
Wie wärs mit Mut gegen rechtes Gelaber?
manesse (15.11.2008, 12:26 Uhr)
@sethus calvisius
Sie verdrehen hier einfach die Tatsachen bezüglich Schröders Regierungsstil. Ich erinnere mich noch gut an die Abstimmung, als Schröder die Zustimmung zum Kosovo-Einsatz von der Vertrauensfrage abhängig machte. Eine SPD-Abgeordnete kündigte damals an, aus Gewissensgründen Schröder nicht das Vertrauen geben zu können. Was passierte? Schröder ging mit der Abgeordneten vor die Presse und sagte, er habe sie nicht überzeugen können, und nahm sie in den Arm. Das war der Regierungsstil von Schröder und nicht die Hetzpropaganda und Beschimpfungsmaschinerie der Ypsilanti-Clique, die missliebige Mandatsträger psychisch fertigzumachen versucht. Wir können froh sein, dass es in Hessen keine Guillotine mehr gibt. Der Ypsilanti-Junta wäre sonst alles zuzutrauen.
sachsenwini (15.11.2008, 11:40 Uhr)
Wer seine eigene Partei daran hindert,

Regierungsverantwortung zu übernehmen, der hat in der Politik nichts verloren.
Die Wähler haben nicht der SPD ihre Stimme gegeben, damit Herr Koch weiter regiert.
Das wird die SPD bei der nächsten Wahl zu spüren bekommen. Die Linken und die Grünen werden die Gewinner sein.
eurocrimi (15.11.2008, 08:35 Uhr)
Demokratie
wann wird Herr Putin endlich in die hessische SPD aufgenommen? Auch er ist ein lupenreiner SPD Mann
SethusCalvisius (15.11.2008, 02:07 Uhr)
Grundsätzlich
fände ich es auch richtig, wenn Abgeordnete nur nach ihrem Gewissen entscheiden würden. In der Praxis sieht das aber anderes aus. Wenn man überlegt, dass z.B. Schröder seine Partei zur Zustimmung zu den Afghanistan-Einsätzen genötigt hat (das wäre ja nun wirklich einen Gewissensentscheidung gewesen), ist es schon merkwürdig, dass die Vorgänge in Hessen so viel Staub aufwirbeln. Nur ein paar weitere Beispiele: SPD stimmt im Bundestag geschlossen gegen den Mindestlohn, den sie sonst vehement fordert, CSU stimmt mitten im Bayern-Wahlkampf (Haupt-Wahlkampfthema:Wiedereinführung der Pendlerpauschale) im Bundestag genau gegen diese Pendlerpauschale. Alles nur wg Fraktionszwang. Damals bei Schröder wurde die Missachtung der politischen Überzeugungen der eigenen Parteifreunde übrigens als Führungsstärke gerühmt.
Necro (14.11.2008, 22:20 Uhr)
@german_by_nature
Zitat:
* Mundtod machen
* Diskreditieren
* Diffamieren
* Boykottieren
* Liquidieren
Im Namen der Internationalen.
Zitat Ende
Genau das ist doch das Vorgehen der Neonazis. Wenn hier einer Faschist ist, dann doch Sie. Wenn die braune NPD die Antwort ist, dann moechte ich nicht wissen, was die Frage war. Wiederlich. Behalten Sie Ihren braunen Mist fuer sich. Traurig das der stern hier rechten Populisten eine Plattform bietet, zumal ja gerne fuer Mut gegen rechts beworben wird. Die Urvaeter Ihrer Gesinnungsgenossen haben dieses Land schonmal an den Abgrund und einen Schritt darueber hinaus gebracht. Dies wird hoffentlich nie wieder passieren. So und nun koennen Sie sich wieder den Schaedel rasieren. Scheint zu stimmen - keine Haare - kein Verstand.
erichmonika (14.11.2008, 20:34 Uhr)
Wäre ja noch schöner
Da schlägt sie die eigenen Leuten gnadenlos auf den Kopf und dann jammert sie darüber (und tritt nach), dass die sich nicht gerade in Freundlichkeit zu ihr verbiegen. Die SPD wäre ja mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn sie die Steigbügelhalterin für Herrn Koch auch noch aufstellen würde. Frau Metzger war und ist eben mehr ihrem Clan verpflichtet, als dass sie mit ihrer Partei und ihren Wählern solidarisch sein würde.
pitiplatsch (14.11.2008, 19:44 Uhr)
Ab mit den Verrätern
die bekommen Kohle genug, dafür wird schon der verlogene Koch sorgen. Mit Verrätern braucht kein Mensch Mitleid zu haben. Je bälder diese Verräter dies einsehen umso besser.
frank77777 (14.11.2008, 18:57 Uhr)
@German_by_nature
Lächerlich ! Deine Opfer hocken zu Hause und zählen das Schmiergeld der Industrielobby- und sonst gar nix !!!
BBoldiesBB (14.11.2008, 18:45 Uhr)
Wartet nur ein weilchen...
Die vier "ach so Gutmenschen" werden schon noch irgendwo auftauchen, wo sie für ihr Handeln gut bezahlt werden. Nur müssen Sie noch eine geraume Zeit damit warten, sonst wäre es mit ihrer Zweifelhaften Glaubwürdigkeit auch geschehen!
Was glaubt ihr Heuchler denn alle, was mit solchen Personen in den anderen Parteien, speziell in der CDU/CSU geschehen würde, wenn sie dort überhaupt eine solche Aktion gewagt hätten!!
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