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11. August 2008, 12:54 Uhr

Ypsilanti hat freie Hand

Erst hat er zugestimmt, dann verboten, jetzt aufgegeben: Parteichef Kurt Beck will Hessens SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti nicht länger davon abhalten, mit Hilfe der Linkspartei an die Macht zu kommen. Ob ein zweiter Anlauf auf das Amt des Ministerpräsidenten lohne, könne nur Ypsilanti selbst entscheiden, sagte Beck.

Nach langen Querelen hat SPD-Chef Kurt Beck (l.) der hessischen Landesvorsitzenden Andrea Ypsilanti freie Hand zur Regierungsbildung gelassen© Alex Kraus/DDP

SPD-Chef Kurt Beck hat Hessens SPD-Vorsitzender Andrea Ypsilanti freie Hand gelassen, ob sie einen neuen Versuch zur Regierungsbildung mit Hilfe der Linkspartei wagt. "Das ist zunächst erstmal eine Entscheidung der hessischen Freundinnen und Freunde", sagte Beck. "Wir sind bereit, beratend und mit Überlegungen zur Seite zu stehen. Alles andere, was an öffentlichen Ratschlägen gegeben wird, ist nicht ganz hilfreich."

Der Vorstand der Hessen-SPD will am Mittwoch über das weitere Vorgehen entscheiden. Ein Sprecher der hessischen SPD wies in Wiesbaden jedoch Berichte zurück, dass bei der Sitzung bereits über den Beginn von Koalitionsverhandlungen entschieden werde. Ypsilanti nahm dem Sprecher zufolge auch nicht an einer Telefonkonferenz des SPD-Bundespräsidiums am Montag teil.

Der "Spiegel" hatte zuvor berichtet, Versuche der Bundespartei, Ypsilanti von ihrem Vorhaben abzubringen, seien gescheitert. Auch ein vertrauliches Treffen mit SPD-Chef Kurt Beck am vergangenen Donnerstag in Mainz habe Ypsilanti nicht von ihrem Plan abbringen können. Am Montag wollte sich Beck dazu nicht detailliert äußern. Er bestätigte aber das Treffen mit Ypsilanti.

Der erste Anlauf, Ministerpräsident Roland Koch (CDU) mit Hilfe der Linken abzuwählen, war vor einem halben Jahr an internem Widerstand aus der SPD-Fraktion gescheitert. Ypsilanti prüft derzeit, ob sie einen neuen Versuch startet. Ein möglicher Termin für eine Kandidatur als Ministerpräsidentin wäre Mitte November.

Zuvor hatte bereits Niedersachsens SPD-Fraktionschef Wolfgang Jüttner dafür plädiert, der hessischen SPD freie Hand zu lassen. "Koalitionen auf Landesebene sind Sache der Landespartei", sagte Jüttner.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 31)
 
utospatz (12.08.2008, 12:08 Uhr)
Jetzt hat Sie freie Hand zum Winken,
kann dabei zusehn, wie bei kommenden Wahlen sozialpolitisch sämtliche Sterne sinken.!
So lange eine SPD sich nicht komplett Runderneuert, wird bei den demnächst anstehenden Wahlen SIe wohl gefeuert!
jomimo (12.08.2008, 08:24 Uhr)
Ein Mann tut, was er tun muss ........
weil er weiss, das er ohne Oskar untergeht.
Lange her, dass ich an einer Wahlperiode überhaupt noch interessiert war,aber nun wird es spannender, weil jemand kommen MUSS, der nicht opportunistisch ist bis in's Knopfloch.
mister-mister (12.08.2008, 08:02 Uhr)
Na dann mal los......................!
Mal schauen wie lange Frau Lügelanti braucht, bis die 5%-Hürde unüberwindlich ist.........
.
Einige lernen's scheinbar nur auf die harte Tour.
lorac (11.08.2008, 20:25 Uhr)
Und was wird dann aus mir?
Sehr geehrte Frau "Lügilanti", bitte fragen Sie nach dem dritten vergeigten Wahlgang nicht wie Frau Simonis : " Und was wird dann aus mir?"
havit (11.08.2008, 19:55 Uhr)
In Hessen wäre es ganz einfach
die Angelegenheit zu regeln. Es zeigt sich doch Tag für Tag, dass die dortigen Politiker es nicht wollen, dass sich schnell etwas ändert. Und wenn sich die Politiker nicht verantwortlich dafür fühlen, dann sollten und müssten endlich die Hessen, aber alle, diese Politiker zum Teufel jagen und so schnell wie möglich Neuwahlen anstreben.
Preussin (11.08.2008, 19:38 Uhr)
@ Eisenbaer
Das ist in Übertagenem Sinn zu verstehen, klingt dann nicht so streng.
Schwarzkittel ,ist die Berufskleidung der hauptamtlich in der Kirche Beschäftigten.
Melkmaschinen würden den Steuerämtern , Ordnungsämtern , das vorbeischleusen von ihnen "zustehenden" Mitteln , ersparen . Der volle Durchgang wäre gewährt.
Sicher haben Sie sich das alles schon selbst gedacht und wollten mich ein wenig auf besseren Stil hinweisen ?
Geht doch auch mal so , mit ein bisschen Schalk im Nacken ?
Eisenbaer (11.08.2008, 18:46 Uhr)
@Preussin
Ääähm... Melkmaschinen? Schwarzkittel?? Was haben denn Ackerbau, Viehzucht und Wildschweine mit diesem Artikel zu tun?
Preussin (11.08.2008, 18:10 Uhr)
Mit links , links links,
läßt sich vorzüglich Marschieren.
Wer sich an das Vergangene klammert wird durch die Evolution beiseite geräumt, das gilt auch in der Gesellschaft.
Sollten die wirklich abwartend dastehen bis die Schwarzkittel sich aufrappeln und die Melkmaschinen am Arbeitenden noch hochtuoriger schalten?
eslipart (11.08.2008, 17:24 Uhr)
Koalition CDU/Linke
Wenn die CDU sich mit der Linken zusammentut, ist es in Ordnung, wenn die SPD das tut ist es unfaßbar? Was für eine verlogene Doppelmoral.
Denn auf komunaler Ebene gibts schon etliche Schwarz/Rosa, denn wenn es um Macht geht sagt die CDU nicht nein.
Facti (11.08.2008, 17:14 Uhr)
Sagen wir
Nur noch 10 % halten Politiker für ehrlich. Lassen wir die SPD ingesamt an der 5 % Prozenthürde scheitern. Diese verlogene ******** (keine Lust auf Beleidigungsklage) wäre früher auf dem Scheiterhaufen gelandet.
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