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24. November 2009, 13:56 Uhr

Betreuungsgeld - was sagen Sie dazu?

Die stern.de-Autoren Christoph Schäfer und Manuela Pfohl diskutieren das Pro und Contra des Betreuungsgeldes. Was meinen Sie dazu? Diskutieren Sie hier.

Unter "Was bringt das Betreuungsgeld?" diskutieren unsere Autoren das Thema Betreuungsgeld in einem ausführlichen Pro und Contra. Was meinen Sie, unsere Leser, dazu? Diskutieren Sie hier in den Kommentaren.

 
 
KOMMENTARE (10 von 25)
 
evitaevita (25.11.2009, 15:09 Uhr)
Einfache Rechnung
Vier Kinder = 22.000 Euro Betreuungsgeld: Cash in die Tesch! Ohne Bedingungen. Einfach so vom Staat geschenkt.

Trallallaa (25.11.2009, 09:53 Uhr)
@eltalein
"Selten hat eine türkische Familie weniger als 4 Kinder"

Genau und selten ernährt sich eine deutsche Familie von etwas anderem als Sauerkraut und Bier und trägt dabei, selbstverständlich, Lederhosen.

Sie haben meinen Tag gerettet.

Vielen Dank!
darwin (24.11.2009, 19:58 Uhr)
Sind wir doch mal ehrlich...
... eine gut ausgebildete Arbeitskraft verdienst auch als Teilzeitkraft oftmals einige hundert Euro die für den Familienunterhalt durchaus von Bedeutung sind. Diese Frauen können und wollen sicherlich nicht für 150,-- ? Herdprämie zu hause bleiben. Zu lange war der Weg zu ihrer heutigen Position und zu groß ist auch die Gefahr nach 3 Jahren nicht mehr auf den alten Arbeitsplatz zurückkehren zu können.

Ganz anders sieht es bei diesen 150,-- ? doch für schlecht oder gar nicht ausgebildete Kräfte aus - Menschen die nie eine Ausbildung gemacht haben, die aus diesem Grund keinen oder nur einen sehr schlecht bezahlten Job haben. Ebenso bei Müttern mit Migrationshintergrund.

Gerade hier wäre es oft von Vorteil, wenn die Kinder frühzeitig gute Sozialkontakte knüpfen zu lassen. Hierdurch würde sich manches sprachliche und spätere schulische Problem frühzeitig angehen lassen.

Hier ist die Herdprämie (und ich bleibe dabei, nichts anderes ist es) einfach falsch.
eltalein (24.11.2009, 17:57 Uhr)
Faule leben immer mehr auf Kosten ihrer....
Kinder, weil Politiker den Bezug zur Realität verloren haben, denen geht es nur um Wählerstimmen.
Der Steuerzahler muss für eine Familie mit 3 Kindern, wo die Eltern lieber vor dem TV sitzen, fast 2000.00 ? bezahlen.
Jetzt sieht der schlaue Familienvater zwischendurch mal Nachrichten und ruft sofort seine Frau, mit den Worten: komm doch mal, schau dir das an, demnächst haben wir noch mehr Geld.
Tatsache ist, der Mann hat recht, ein 4. Kind würde mit der Erhöhung des Kindergeldes und zusätzlich noch
150.00 ? Prämie, das Einkommen vom Staat auf 2450,00 ? Netto erhöhen.
Bei Ausländern, die ja ständig von unseren Politikern, gerne und mit Vorsicht integriert oder wie das heist, werden sollen möchten, kommen die 150.00 ? Prämie erst recht an.
Selten hat eine türkische Familie weniger als 4 Kinder, diese Kinder können kein Deutsch, ganz einfach, weil es die Familie nicht möchte. Auch hier kommt das 5. Kind, bringt mit Erziehungsgeld nochmal 450.00 ? mehr.
Ha ha ha ha, es ist so lustig.
Cocodrillo (24.11.2009, 17:19 Uhr)
Berufstätige Mütter leisten genausoviel
Erziehungsarbeit wie die Hausfrauen! Woher kommt eigentlich der Mythos, dass berufstätige Mütter ihre gesamte Erziehungsarbeit abgeben? Und woher der Mythos, dass Erziehungsarbeit alleine darin besteht, rund um die Uhr als Person da zu sein? Da gehört schon noch ein bisschen mehr dazu und nach meinen Erfahrugen bin ich eher davon überzeugt, dass Erziehung im Verbund von Eltern mit professionell geschulten Erzieherinnen und Gruppen mit Kindern unterschiedlichsten Alters viel eher an eine natürliche Umgebung heranreichen als eine isoliert vor sich hin werkelnde, völlig allein auf sich gestellte Mutter mit Einzelkind (der Vater ist bei diesem Modell ja zu 99% abwesend, außer er macht gerade einen Pseudo-Vatermonat mit).
Meine Kinder sind inzwischen im Kindergarten - und Grundschulalter und ich war immer für Impulse von außen dankbar. Dank meiner fortgesetzten Berufstätigkeit muss ich auch jetzt nicht eine Aushilftstätigkeit machen. Allerdings hat mich das eine Stange Geld gekostet, seit 8 Jahren jeden Monat zwischen 400 - 600 Euro Betreuungskosten (für zwei Kinder). Dafür zahle ich auch seit Jahren Sozialabgaben und meine Krankenversicherung selbst, als Familie mit zwei Verdienern profitieren wir auch viel geringer vom Ehegattensplitting als in der Kombi Alleinverdiener/ Hausfrau.
Wenn ich Geld für einen Kitaplatz bezahle und mir eine Einrichtung aussuche, dann müssen dort sehr viele Kriterien erfüllt sein, was die Umgebung und die Ausbildung des Personals angeht. Strenge Prüfungen von Seiten der Stadt sind vorgeschrieben. Die Arbeitsleistung gegen Geld der Hausfrauenmütter prüft allerdings niemand, das Geld gibt es einfach so...
Schön, dass meine Arbeitsleistung künfig noch weniger gewürdigt wird, indem man mich 600 Euro bezahlen lässt, Steuern und Krankenversicherung und gleichzeitig die Hausfrau belohnt wird, die sich nicht diesem Stress aussetzt auch noch für eine qualitativ nicht nachgeprüfte Leistung 150 Euro bekommt. Ach ja, für's Protokoll: auch Kleinkinder berufstätiger Frauen müssen vor und nach deren Job gewickelt, gestillt und mehrmals pro Nacht in den Schlaf gesungen werden, aber das ist ja dann bei so belastbaren Frauen keine Rede Wert - da kann ich ja noch von Glück reden, wenn ich meiner nicht berufstätigen Nachbarin nicht gleich 150 Euro rüberreichen muss, dafür, dass sie nicht um 9.00 Uhr im Büro sitzt, ich mache dort ja quasi Urlaub.
silberregen (24.11.2009, 16:59 Uhr)
kinder sind privatsache
obwohl ich auch ein kind grossgezogen habe, sehe ich es langsam als unverschämt was da an geldern alles von den steuerzahlern für kinder anderer aufgebracht werden muss. wir bekamen damals 20 mark, das müsste frau merkel eigentlich noch wissen... und wir haben uns das kind auf jeden fall nicht wegen dieser 20 mark bekommen. heute werden kinder von gewissen schichten doch nur wegen des kindergeldes angeschafft. ich bin deshalb für streichung des kindergeldes bis auf vielleicht 20 - 30 euro und dafür das verbleibende geld in betreuungseinrichtungen und bildung stecken. wer nun meckert wie teuer kinder sind... ihr werdet es nicht glauben, aber wir haben die bekleidung, spielsachen und bücher von unseren ganz stinknormalen gehalt finanziert. es ging sogar gut und unsere kinder waren jedenfalls besser gebildet und hatten auch ein gutes benehmen. typisch wessi so eine betreuungsgelderfindung. ja noch dazu. bei uns hatten beide ehepartner das anrecht auf steuerklasse 3. das war familienförderung. aber das hat tante merkel vergessen, weil es für sie als kinderlose unwichtig war.
Trallallaa (24.11.2009, 16:57 Uhr)
Ihr Armen....
...zunächst einmal:

Keiner von euch armen Steuerzahlern zahlt weil er es will, sondern weil er/sie es muss.

Zudem denke ich zahlen wir für genug Sch****e, wenn z.B. die Politik mal wieder auf Wirtschaft macht (siehe Opel).

Wieso nicht in Kinder investieren?

Die Verhältnismäßigkeit wird hier auch nicht gesehen, evitaevita spricht von Bälgern und Drogendealern, es sind doch nicht alles kiffende Hauptschüler (am besten noch "Ölauge mit Migrationshintergrund) ?!!

Gott sei Dank haben sie keine Kinder.

Bei allem Respekt:

Wir Leben in einer Gesellschaft in der die Durchschnittsanzahl an Kindern in Familien bei knapp über 1 liegt, vor ein paar Jahren lagen wir noch auf dem Niveau zu Zeiten des 2. Weltkrieges.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich als Familienvater möchte die 150,- ? lieber in KiTas und schulen investiert wissen als in meinem Portemonaie, den entgegen der Meinung von kinderlosen Besserwissern: Kindergeld macht den Braten nicht fett, eine Herdpauschale auch nicht.

Bei meiner Familienplanung verlasse ich mich dann doch eher auf mein Gehalt.
Hanesi (24.11.2009, 16:57 Uhr)
Die Deabtte leidet immer darunter..
...daß jeder, der Familie hat (oder mal eine am Strand gesehen hat), sich automatisch für einen Experten hält.
Hanneh (24.11.2009, 16:53 Uhr)
Familien-und Kinderfreundlich
Wenn Eltern zu Hause erziehen möchten und es verantwortungsvoll geschieht, so ist es das Beste und sollte auch vom Staat unterstützt werden.
Allerdings hat sich der heutige Zeitgeist,
besonders auch was Familien betrifft, gravierend geändert. Von daher halte ich ein frühzeitiges Kita-Angebot für ebenso wichtig.
Ich glaube, dass ein früher Kita-Besuch für ein sicher gebundenes Kind zu Vater oder Mutter, bestimmt kein Trauma darstellt.
Bei einem Kind, welches jedoch in einer desorganisierten Bindung zu seinen Eltern aufwächst, ist die Chance gegeben, eine Beziehung zu einer zuverlässigen Bezugsperson zu erfahren.
(Bindungstheorie--John Bowlby)
Ich wünsche mir beides von unserem Staat, denn beides könnte finanziert werden, wenn die Politiker es nur konsequent angehen würden.
Das hat für mich auch ein Stück weit etwas mit Prioritätensetzung zu tun.
Sollte uns das unsere Zukunft nicht wert sein?!
Nicisling (24.11.2009, 16:44 Uhr)
Bevormundung
die selbe Diskussion, die es bei der Art der Sozialhilfe schon einmal gab: Sachleistungen, Gutscheine o.ä. für unmündige Familien, die sonst allesamt das Geld versaufen oder finanzielle Hilfe, die der Einzelne einsetzen kann wie er will.
Warum sind wir bei der Sozialhilfe bei der Finanzzuwendung geblieben? Weil der weitaus größte Teil der Berechtigten sehr wohl damit gut und im Sinne des Gebers umgeht. Der Staat hat eben nicht die Aufgabe, den Menschen zu erziehen, so oft und gerne das Politiker auch versuchen.
Außerdem stellt sich sofort die Frage nach der Art der Gutscheinberechtigung. Kann man den dann nur im Windel- und Müsligeschäft eintauschen? Oder nur bei kirchlichen Organisationen und was passiert dann mit den Müsli- und Windelpreisen? Sie werden enorm steigen, ausgelöst durch die Staatssubvention. Schwierige Fragen werden sich auftun: Sind die Gutscheine auch für Getränke eintauschbar und wenn ja, wer kontrolliert, ob es dafür Apfelsaft gab oder vielleicht doch Bier; mit welchen Folgen?
Die Umsetzung ist unmöglich. Bleiben wir bei der Auszahlung.
Der Staat kann Anreize schaffen, wenn er anfängt in die Kinderkrippe hinein zu regulieren, dann läuft etwas grundsätzlich falsch.
 
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