. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
25. Mai 2009, 13:10 Uhr

Chefredakteure verabschieden Charta für Pressefreiheit

Führende Journalisten aus ganz Europa haben in Hamburg eine "Charta für Pressefreiheit" unterzeichnet. Sie soll dabei helfen, Journalisten vor staatlichen Zugriffen zu schützen und die Freiheit der Medien zu sichern. Auch die EU-Kommission soll dazu beitragen, dem Dokument Schlagkraft zu verleihen.

Charta, Pressefreiheit, Chefredakteure, Journalisten

Keine Kameras, keine Medien, keine kritische Berichterstattung: Die Charta soll zum Schutz von Journalisten vor staatlicher Willkür beitragen© Picture-Alliance

Mit einer "Europäischen Charta für Pressefreiheit" haben sich 46 Chefredakteure und leitende Journalisten aus 19 Ländern für eine größere Unabhängigkeit der Medien stark gemacht. Vertreter des stern, von "Spiegel", "Focus", "Frankfurter Allgemeine Zeitung", "Frankfurter Rundschau", "Tageszeitung (taz)", "Bild", "Die Zeit" und "National Geographic" haben dafür Leitsätze entworfen. Die Charta wurde am Montagnachmittag im Pressehaus von Gruner + Jahr in Hamburg verabschiedet. Gruner + Jahr gibt auch stern und stern.de heraus.

Die zehn Artikel umfassende "Europäische Charta für Pressefreiheit" enthält Grundsätze für die Freiheit der Medien gegenüber staatlichen Eingriffen, beispielsweise zum Schutz vor Überwachungen, Lauschaktionen und Durchsuchungen von Redaktionen und Computern. Außerdem soll sie den freien Zugang von Journalisten zu allen in- und ausländischen Informationsquellen unterstützen. Journalisten sollen sich bei Konflikten mit dem Staat und staatlich beeinflussten Institutionen auf den Text berufen und Unterstützung ihrer ausländischen Kollegen einfordern können

Auch Journalisten aus Russland sind dabei

An der Hamburger Konferenz, die von Gruner + Jahr und dem Axel Springer Verlag gemeinsam unterstützt wird, nahmen auch Autoren aus Nicht-EU-Ländern teil, darunter aus Russland, Weißrussland, Serbien und der Türkei. In solchen Ländern werden Autoren, die aufklärerisch berichten wollen, staatlichem Druck und Kontrolle ausgesetzt, manche bezahlen ihre investigativen Recherchen mit dem Leben - wie etwa die Moskauer Journalistin Anna Politkowskaja.

Der Charta-Initiative war nach Angaben von Gruner + Jahr der Versuch europäischer Verleger- und Journalistenverbände vorausgegangen, ein solches Dokument in Brüssel zu erarbeiten. Diese Gespräche waren gescheitert. Die Initiative zu den Brüsseler Verhandlungen wie zu der Hamburger Konferenz ging von dem stern-Journalisten Hans-Ulrich Jörges aus. Die Charta soll nun bei der EU-Kommission in Brüssel notifiziert werden, um ihr Geltung zu verschaffen. Außerdem soll ihre Anerkennung nach dem Willen der Unterzeichner eine Bedingung bei EU-Erweiterungsverhandlungen sein.

DPA/fgü
 
 
KOMMENTARE (10 von 24)
 
Aquarius2 (25.05.2009, 21:06 Uhr)
Pressefreiheit und Auftragsschreibe
für große Anzeigenkunden vertragen sich nicht.
Wegsehen und Weglassen im Interesse dieses Kundenkreises ist genauso schlimm.
kabelmann (25.05.2009, 18:43 Uhr)
übrigens:
Wenn sie wirklich gegen diffamierende, unsachliche oder beleidigende Bieträge vorgehen, empfehle ich ihnen, vegefranz aus der Datenbank zu löschen. Oder ist Hetze gegen die Linke erlaubt?
kabelmann (25.05.2009, 18:35 Uhr)
Lieber Stern,
Wenn es um das Thema Pressefreiheit geht, ja da sind die Medien ganz schnell bis an die Zähne bewaffnet und verteidigen wie Mütter ihre Kinder.
.
Und das ist im Allgemeinen auch richtig so.
.
Aber was ist bitteschön mit der Verpflichtung dem Leser gegenüber? Wenigstens eine objektive Betrachtungsweise der Themen sollte man von der Presse doch erwarten dürfen? Stattdessen wird jegliche Kritik totgeschwiegen, gelöscht, dementiert und als Diffamierung, Beleidigung oder unsachliche Argumentation abgekanzelt. Mein erster Beitrag über die Springer AG und im Besonderen über die Bild war keine Diffamierung, sondern schlichtweg eine Aufzählung von Tatsachen. Der Unterschied besteht darin, dass sich Diffamierung mit Gerüchten auseinandersetzt. Also warum wird das bitteschön kommentarlos gelöscht? Haben sie eine Verpflichtung der Springer AG gegenüber, dass sie keinerlei Kritik erdulden? Bezahlt sie die Springer AG, dass sie negative Kommentare über diese löschen? Oder haben sie da eine andere Motivation, die sich auch mit ihrer ethischen Verantwortung vereinbaren lässt?
vegefranz (25.05.2009, 17:35 Uhr)
in Deutschland gibt es die selbst-Zensur
der TAGESSPIEGEL in Berlin beispielsweise unterbindet jedwede kritische Auseinandersetzung mit der Ausländerpolitik des rotroten senates. Hier herrscht in Deutschland auch in anderen medien ein Denkverbot. Ein weiteres NoGo beim TAGESSPIEGEL ist die Stasiverstrickung von Funktionären der Linken/ExPDS/Ex SED.
Also erst einmal vor der eigenen Haustür kehren
mike24121953 (25.05.2009, 17:29 Uhr)
...
die Presse ist für den frei ,dem sie gehört!!! Schaut mal im "Kopp-Verlag "nach, dann weis man ,was einem vorenthalten wird...
tarpan8 (25.05.2009, 17:24 Uhr)
Wozu
-dpa-
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht die Pressefreiheit durch das neue Gesetz zur Überwachung der Telekommunikation nicht geschwächt, sondern gestärkt.
-dpa-
Da hätte mir die Presse beweisen können wie frei sie ist. Leider war es verdammt ruhig im Blätterwald als
diese Gesetz kam.
Aber wahrscheinlich ist es eh egal
da kaum noch Journalisten selbst
recherchieren.
jetrabbit (25.05.2009, 17:02 Uhr)
pressefreiheit
gibts für mich seit dem 9/11 nicht mehr.
x-cube (25.05.2009, 16:51 Uhr)
wozu Pressefreiheit?
Wenn die freiwillige Selbstzensur das Zepter schwingt.
• Warum sonst wird nicht über die neusten Erkenntnisse zu 9/11 geschrieben. Da wurde Sprengstoff im Staub von Wissenschaftlern gefunden Namens Nano-Thermit.
• Warum sonst fällt kein Sterbenswörtchen über die Bilderberg Konferenz auf der sich ca. 150 Superwichtige Leute (Präsidenten, Großbanker, Aussenminister, Königinnen usw.) treffen und drei Tage Konferieren. Dieses Jahr in Griechenland.
Es gibt genug zu berichten. Aber wenn die Presse sich selbst knebelt weil Sie dem Großkapital gehört ist der Ruf nach Pressefreiheit ein Feigenblatt!
olga1805 (25.05.2009, 16:25 Uhr)
Manchmal kann man . . . .
garnicht so schnell schreiben wie man gelöscht wird. Wegen Nichtigkeiten. Wenn ein einzelner Mensch so reagiert wie der Stern würde ich "Betreutes Wohnen" empfehlen ! Ich habe jedenfalls einen neuen Freund gefunden. gaga007 find ich gut ! Im Osten konnten wir mehr Kritik üben ! ! !
grafbyte (25.05.2009, 16:14 Uhr)
zweifel...
auch ich muss feststellen dass die pressefreicheit nur ein wort ist.. es ist schön zum ansehen aber es wird schon lange nicht wirklich genutzt..
****
und wenn man das treffen jetzt macht ;) was haben wir jetzt für eine presefreicheit grad jetzt ? wenn man dafür sich versammeln muss um das durchzuringen ;) ??? ...
MEHR ZUM ARTIKEL
Henri Nannen Preis 2009 Nervensäge im Dienst der Demokratie

In vielen Ländern werden Journalisten, die sich für Gerechtigkeit stark machen, von ihrer eigenen Regierung verfolgt oder gar ermordet. Die "Reporter ohne Grenzen" engagieren sich für diese mutigen Menschen. Robert Ménard, Gründer der Organisation, wird dafür mit dem Henri Nannen Preis für Pressefreiheit ausgezeichnet. mehr...

Henri Nannen Preis 2009 Herausragende Journalisten geehrt

Das Verlagshaus Gruner + Jahr und der stern haben zum fünften Mal den Henri Nannen Preis vergeben. Mehr als 1000 Gäste aus den Medien und Kultur, Politik und Wirtschaft waren der Einladung ins Schauspielhaus nach Hamburg gefolgt. Der frühere "Spiegel"-Reporter Jürgen Leinemann erhielt die Bronzefigur "Henri" für sein Lebenswerk. Auch der Verfechter der Pressefreiheit, Robert Ménard, wurde geehrt. mehr...

Anna Politkowskaja Russlands kritische Stimme

Vor einem Jahr wurde Russlands bekannteste oppositionelle Journalistin Anna Politkowskaja erschossen. Wie steht es seitdem um die Pressefreiheit in Putins Reich? Wird der Mordfall eines Tages aufgeklärt? mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe