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Der Migrationsforscher Klaus Bade hat davor gewarnt, die Debatte über die Integration von Ausländern zu sehr auf Muslime zu konzentrieren.
Erst konnte die SPD ihren Querkopf Sarrazin nicht schnell genug loswerden. Nun darf der Dissident bleiben, obwohl er kaum etwas von seinen teils abstrusen Thesen zur Integration zurücknimmt. Warum nur? Die Antwort ist einfach: Es ist Wahljahr.
Deutsche Politiker wettern gegen Immigranten, dabei braucht die Wirtschaft dringend Fachkräfte. Kanada macht es besser: Das Land wirbt gezielt um Einwanderer - und kennt keine Integrationsprobleme.
Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) hat die Forderung von CDU-Bundesinnenminister Thomas de Maizière nach einer deutschen "Willkommenskultur" für Zuwanderer kritisiert.
Der Pensions-Deal von Thilo Sarrazin mit der Bundesbank sorgt in der SPD-Spitze für Unmut. Sigmar Gabriel kritisiert die Vereinbarung scharf, auch der Bundespräsident bekommt sein Fett weg.
Nach ihrem Rückzug aus der CDU-Spitze hält Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach die Gründung einer Partei rechts von der CDU für möglich. Auch andere sehen "Potenzial für eine neue Partei am rechten Rand".
Kanzlerin Merkel und SPD-Chef Gabriel versuchen die Debatte um Integrationsprobleme zu versachlichen: Probleme nicht leugnen, aber auch nicht überspitzen - das ist der Kern ihrer Botschaften. Sarrazin sieht sich unterdessen weiter im Recht.
Ob Eva Herman oder Thilo Sarrazin - regelmäßig tobt eine Skandaldebatte durch die Republik. Das Muster: Ein "Tabubrecher" spricht "unterdrückte Wahrheiten" aus und radikalisiert sich zunehmend.
"Demografie" heißt das Thema der aktuellen Sommerreise des SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel. "Sarrazin" würde auch passen. Zwei Tage nach dessen bizarren Äußerungen zur Genetik von Juden ist klar - der Mann ist ein nachhaltiges Problem. Für die gesamte Partei.
Das Maß ist voll: Die SPD will den früheren Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin aus der Partei werfen. Das Präsidium der Sozialdemokraten beschloss, ein Parteiordnungsverfahren gegen den Bundesbankvorstand einzuleiten.
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