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Koalition plant Gutscheine für Haushaltshilfen

Familienpolitik bizarr: Mit der Herdprämie fördert die Regierung Familien, die ihre Kinder zu Hause betreuen. Zudem will sie Frauen mit Coupons für Haushaltshilfen die Rückkehr in den Job erleichtern.

  Putzfrauen-Plan: Offen ist, ob Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Vorschläge mitträgt

Putzfrauen-Plan: Offen ist, ob Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Vorschläge mitträgt

Die schwarz-gelbe Koalition will laut "Focus" Frauen mit einem finanziellen Zuschuss für Haushaltshilfen die Rückkehr in den Beruf erleichtern. Die Familienpolitiker der Union hätten sich auf Gutscheine verständigt; ihre FDP-Kollegen zögen mit, berichtete das Nachrichtenmagazin. Ein Vorschlag zur Förderung haushaltsnaher Leistungen werde derzeit auch im Bundesministerium für Arbeit und Soziales erarbeitet.

Demnach sieht ein Entwurf der Familienpolitiker der Union vor, dass sich Frauen, die in ihren Job zurückkehren wollen, bis zu 18 Monate bei der Hausarbeit entlasten lassen können. Gefördert werden sollen demnach monatlich 15 Stunden haushaltsnaher Dienstleistungen mit je sechs Euro. Angesichts von fünf Millionen Frauen zwischen 25 und 59, die nicht erwerbstätig seien, verstünden die Familienpolitiker das Vorhaben auch als Beitrag im Kampf gegen den Facharbeitermangel. "Den gut ausgebildeten Frauen müssen wir Zeit für den Wiedereinstieg in den Beruf geben und ihnen helfen, Haushalt und Beruf wieder unter einen Hut zu bringen", sagte Unions-Fraktionsvize Ingrid Fischbach dem "Focus".

Eine Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag bestätigte den Antrag der Familienpolitiker. Sie wies zugleich aber auch darauf hin, dass der Text der Fraktion und dem Vorstand noch nicht vorgelegt worden sei. "Es ist noch nichts entschieden", sagte sie.

"Wir schaffen Arbeitsplätze und Zeit für Familien"

"Den Gedanken, haushaltsnahe Dienstleistungen zu fördern, finde ich sympathisch", sagte die familienpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Miriam Gruß, der "Welt". Über die Details und die Finanzierung müsse allerdings noch gesprochen werden.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) signalisierte ihrerseits Unterstützung. "Bezahlbare Hilfe im Haushalt erleichtert Familien das Leben und insbesondere Frauen nach der Elternzeit die Rückkehr in den Beruf", erklärte sie. Zugleich könnten neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in Privathaushalten entstehen.

Laut "Focus" arbeitet derzeit auch eine Arbeitsgruppe im Bundesministerium für Arbeit und Soziales an einem Vorschlag zur Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen. "Wenn wir diese Dienstleistungen fördern, dann schaffen wir Zeit für Familien und schaffen gleichzeitig Arbeitsplätze", sagte Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) dem Bericht zufolge. Der "Focus" berichtete unter Berufung auf Koalitionskreise aber auch, es gebe Sorge, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Vorstöße am Ende ausbremse.

OECD kritisiert deutsche Familienpolitik

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) stellt die Bundesregierung wegen ihrer Familienpolitik regelmäßig an den Pranger. Zuletzt hatte sie das jährlich 1,2 Milliarden Euro teure Betreuungsgeld kritisiert, das die Union gegen den Widerstand der Opposition eingeführt hatte und das ab August 2013 für die Betreuung von Kindern zuhause statt in der Kita ausgezahlt werden soll. Der im Gegenzug versprochene Ausbau der Kita-Plätze, die mehr Frauen eine Berufstätigkeit ermöglichen würden, gerät dagegen immer mehr in Verzug. Der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz soll ebenfalls ab August 2013 gelten, nach amtlichen Angaben fehlen jedoch noch 220.000 Plätze.

Frauen arbeiten in Deutschland nach OECD-Angaben überdurchschnittlich häufig in schlecht bezahlten Teilzeitjobs, zudem ist das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen das höchste innerhalb der Europäischen Union. Vollzeitbeschäftigte Frauen verdienen durchschnittlich 21,6 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Auch das Ehegatten-Splitting, das Familien mit nur einem Verdiener oder mit großen Einkommensunterschieden begünstigt, wird von der OECD kritisiert und als Grund dafür genannt, dass in Deutschland vergleichsweise wenige Frauen erwerbstätig sind.

Als weitere Ursache gilt die im internationalen Vergleich mit bis zu drei Jahren verhältnismäßig lange Elternzeit, die sich Mütter oder Väter nach der Geburt eines Kindes nehmen können und nach der viele Frauen nicht wieder in den Beruf einsteigen.

jar/AFP/Reuters/Reuters

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