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Geheime Papiere über den Bombenangriff auf zwei Tanklaster offenbaren ein doppeltes Desaster: Die Militärs nahmen den Tod von Zivilisten in Kauf. Und die politische Führung versagt bei der Aufklärung eines möglichen Kriegsverbrechens
Der Luftschlag von Kundus wird von heute im Untersuchungsausschuss aufgearbeitet. Die Opposition hat es vor allem auf den Verteidigungsminister abgesehen. Doch die Union hat Karl-Theodor zu Guttenberg zumindest etwas Luft verschafft.
Ein drohender Taliban-Angriff auf das Bundeswehrlager in Kundus trieb Oberst Klein offenbar dazu, den Luftschlag zu befehlen. Dann hat er nach stern-Informationen die Ermittlungen behindert.
Er steht ohnehin schon unter Druck - nun tauchen neue Vorwürfe gegen Oberst Georg Klein auf. Der Offizier behinderte nach dem Luftangriff nahe Kundus die Ermittlungen, erfuhr der stern.
Wusste der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Jung von den zivilen Opfern des Luftschlags bei Kundus? Wenn ja, würde das seine zweifelhafte Informationspolitik im September dieses Jahres zusätzlich diskreditieren. Ein Rückblick mit neuen Informationen.
Mindestens 56 Afghanen starben, weil der deutsche Oberst Georg Klein zwei Tanklaster bombardieren ließ. Dabei hätte er den Angriffsbefehl offenbar gar nicht geben dürfen.
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