18. März 2010, 10:46 Uhr

Westerwelle speckt ab

Kleine Kopfpauschale, kleine Steuerreform - Westerwelles FDP schwächt ihre Reformpläne ab. Jetzt müsste nur noch der große Vorsitzende runterkommen. Sagt Hans-Ulrich Jörges.

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KOMMENTARE (10 von 11)
 
allesklar (19.03.2010, 04:48 Uhr)
Der Mann ist angezaehlt
und man jeden weiteren kampf genau beobachten...
Onzapintada (18.03.2010, 19:18 Uhr)
Soll er doch weitermachen
Es hätte auch seine Vorteile, wenn Westerwelle weitermacht.
Er hat sich schliesslich auch Verdienste als Aufklaerer erworben.

Es gibt im Gegensatz zu den meisten Politikern ganz offen Auskunft ueber seine Politik:
Z.B. vor der Wahl, noch indirekt, als deren Verneinung:
Es geht doch nicht darum, ein paar Reiche noch reicher zu machen.

Und vor kurzem, schon ganz direkt und ohne Umschweife:
Wenn das dekadente Volk nichts leistet, soll es doch Schneeschippen gehen.
Versteht jeder.

Als Geschaeftsreisender in Sachen Neoliberalismus und Aussenminister hat er die Zusammenhaenge von Parteispenden, der Teilnahme von bestimmten Unternehmern an Auslands-Reisen und privaten Beziehungen verdeutlicht.

Dadurch hat er viel erreicht:
Der Begriff Leistungstraeger ist zur Lachnummer geworden.
Die Hartz-4-Debatte ist in vollem Gange.
Die Diskussion ueber Armut und Reichtum,
leistungsloses Einkommen (Dividenden, Boni, grosse Erbschaften),
und die Niedriglohnpolitik der deutschen Eliten beginnt langsam.

Dies haette Lafontaines Linkspartei nie geschafft.

Westerwelle ist die Marie Antoinette des neoliberalen Deutschlands.
Was die anderen von CDU SPD und Gruenen dann doch machen, hat er ganz offen angekuendigt.
Er schaufelt das verschuett gegangene Klassenbewusstsein wieder frei.

Das ist doch immerhin was.
Benkku (18.03.2010, 16:41 Uhr)
Plumper Annäherungsversuch.
Der tritt jetzt den faulen Rückzugsversuch an? Natürlich nur um sich selbst zu retten. Damit ist niemandem gedient.

Am besten, der verschwindet ganz von der Bildfläche und nimmt seine Anbeter aus den eigenen Reihen gleich mit.
tvc64 (18.03.2010, 15:05 Uhr)
Da geht noch was...
Ich find´s reichlich optimistisch, Westerwelle schon jetzt als gescheitert zu bezeichnen. Der Trick, den er dumnmerweise ganz ausgezeichnet beherrscht, ist: gleichzeitig regieren und Opposition machen.

Damit spricht er auch diejenigen an, die weit entfernt sind von seiner Stammwählerschaft, nämlich die Nihilisten, die den Staat und seine - vermeintliche - krakenhafte Ausbreitung zum Teufel wünschen. Dies Potential sollte man nicht unterschätzen.
Benkku (18.03.2010, 14:50 Uhr)
Von nun an geht's bergab.
Egal, was der anstellt, es nützt nichts mehr.

Der Mann ist untendurch.
figaroo (18.03.2010, 14:36 Uhr)
schon cool..
wie hier die hoffnungen bei all denen blühen, die nach der bundestagswahl so tief enttäuscht waren....

nicht, dass ihr euch schon wieder irrt - und entäuscht werdet...
Johann58 (18.03.2010, 14:14 Uhr)
Vor allem eines wird klar
und das werden wir wohl bei der Wahl in NRW erkennen muessen.Die FDP wird wohl trotz Guido oder villeicht sogar wegen Guido wieder ueber der 5% Marke liegen (ich wuensche es mir nicht) Es werden Protestwaehler aus dem rechten Lager zur FDP schwenken, die in Guido den Stammtischrabauken gefunden habe, da sie schon immer noch 10 Bier der Meinung waren, dass jeder der keine Arbeit hat faul ist und gar keine Arbeit will sondern sich auf Stuerzahlerkosten beim Aldi mit Billigbier eindecken will. Damit wird dann elegant der Schwenk vollzogen von denen die sich von der FDP Verbesserungen versprochen hatten hin zu denen, die eigentlich nur noergeln wollen.
Sternchen2020 (18.03.2010, 13:42 Uhr)
Klar, Westerwelle will auch geliebt werden...,
Doch keine Charme-Offensive, kein noch so durchdachtes Konzept könnte die FDP jemals wieder dorthin bringen, wo sie zu Wahlzeiten stand. Die einmalige historische Chance, die sie hatte, wurde vollends verspielt. Wie kann man so dumm sein?

Ganz gleich, was Westerwelle machen würde, außer einigen Ausnahmeerscheinungen nimmt ihm niemand mehr etwas ab. Zu Recht, wie ich meine. Was Westerwelle da von sich gegeben hat (und was von der FDP toleriert wurde, denn niemand hat ihn zurück gepfiffen), war unter aller Würde. Seine Worte zeugten von einer tiefen Verachtung gegenüber großen teilen der Bevölkerung, die er eigentlich adäquat zu vertreten hatte.

Es bleibt für Westerwelle das einzige Ministeramt und den schlechten Ruf wird er auch nicht mehr los. Für die FDP heißt es im Jahre 2013 zudem, Abschied von der Regierungsbeteiligung zu nehmen. Und dies ebenfalls zu Recht!
hardius (18.03.2010, 13:24 Uhr)
Nicht therapierbar
Guido wird sich nicht den Schneid abkaufen lassen, sagt er.
Mal zurückstecken geht gegen sein Ego.
Es wird zumindest interessant wie der Comic-Held weiterspielt, vielleicht wird's auch lustig.
Klendathu (18.03.2010, 13:17 Uhr)
Kopfpauschale?
Jeder der unter 3200? im Monat verdient zahlt bei dieser Kopfpauschale drauf. Das ist eine versteckte Steuererhöhung für die meisten und eine Steuersenkung für Vielverdiener.

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