9. Februar 2013, 18:07 Uhr

Die Pragmatische aus dem Osten

Die künftige Bildungsministerin hat mit der Bundeskanzlerin einiges gemeinsam: Wie Angela Merkel kommt Johanna Wanka aus dem Osten und ist promovierte Naturwissenschaftlerin.

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Die niedersächsische Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) soll Annette Schavan ins Amt der Bundesbildungsministerin folgen©

Die CDU-Politikerin und designierte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka konnte bereits viele Jahre Erfahrungen als Wissenschaftsministerin in gleich zwei Bundesländern sammeln: Von 2000 bis 2009 leitete die 61-Jährige in Brandenburg während der SPD/CDU-Koalition das Hochschulressort. 2010 wechselte sie als Wissenschaftsministerin nach Niedersachsen in das Kabinett des damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU). Wanka ist zur Zeit Bildungskoordinatorin der unionsgeführten Bundesländer in der Kultusministerkonferenz (KMK).

Die promovierte ostdeutsche Mathematikerin gilt als konservativ und pragmatisch. In der Wissenschaftspolitik agierte sie bisher eher farblos. Nach dem Ausscheiden der CDU aus der Regierung in Brandenburg war sie viereinhalb Monate Oppositionschefin im Landtag. Zwar war sie mit großer Mehrheit auch zur Landeschefin der CDU Brandenburg gewählt worden, doch traten in der Partei immer wieder interne Konflikte zutage.

Doktorarbeit im selben Jahr wie Schavan

Wanka wurde am 1. April 1951 im sächsischen Rosenfeld geboren. 1970 bis 1974 studierte sie in Leipzig Mathematik. Anschließend war sie bis Oktober 2000 an der Technischen Hochschule Merseburg in Sachsen-Anhalt, von 1994 an Rektorin. In der Wendezeit war sie Gründungsmitglied des Neuen Forums in Merseburg.

Ihre Doktorarbeit hat Wanka über das Thema "Lösung von Kontakt- und Steuerproblemen mit potential-theoretischen Mitteln" geschrieben und 1980 abgeschlossen - im gleichen Jahr wie Annette Schavan.

mlr/DPA
 
 
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