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3. Oktober 2007, 16:53 Uhr

Die grüne Idee ist verschütt gegangen

Joschka Fischer war jahrelang die prägende Gestalt bei den Grünen. Nun zieht er in einem Buch die Bilanz seiner Politik als Grüner und Außenminister - eine Politik, deren Aufarbeitung seine Partei bis heute verweigert. Von Hans Peter Schütz

Immer noch der Mann mit globalem Ansatz: Joschka Fischer© Johannes Eisele/DPA

Die Fischer-Woche läuft. Joschka auf allen medialen Wegen. Am Montag blickte er griesgrämig vom "Spiegel"-Titelbild, das verkündete "Ich, Joschka Fischer". Am Mittwoch verkündete er im stern: "Die grüne Spitze scheint heilfroh, dass ich weg bin." Dekorativ lässt er sich dabei vor einem Globus ablichten. Immer noch der Mann mit globalem Ansatz.

Am Donnerstag bittet Fischer in Berlin zur Präsentation seiner Memoiren, die mit dem Titel "Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik - vom Kosovo bis zum 11. September" auf den Büchermarkt kommen. 444 Seiten dick, allein der erste Band. Der zweite soll ebenso wortreich werden, mindestens, sagt Fischer. "Es waren bewegte und bewegende Zeiten." Danach reist der Ex-Außenminister auf Werbetour übers Land. Die Erstauflage von 150.000 Exemplaren will an Käufer gebracht sein, zumal die Lektüre keine leichte, eher dröge Kost ist.

Spannende Abrechnung mit Parteifreunden

Dramatisch neue Erkenntnisse über die Außenpolitik in der Zeit zwischen 1998 und den Terroranschlägen vom 11. September 2001 bietet Fischer nicht. Spannender ist, wie Joschka im Rahmen der Präsentation seiner Erinnerungen mit den Parteifreunden von einst abrechnet. "Die Partei hat sehr viel Kraft gekostet", klagt er im Spiegel-Interview. "Qualvolle Jahre", nennt er die Zeit mit der grünen Partei, nie habe er sich persönlich wohl oder gar zuhause" gefühlt. "Müde und erschöpft", seufzt er im stern, sei er am Ende nach einem "immerwährenden Kampf" gewesen.

Größer könnte die Distanz nicht sein, auf die Fischer zu seinen Erben geht. Was er selbst der Partei zugemutet hat, schreibt er eher klitzeklein. Zwar führte er sie in die Regierung, wohin sie wohl ohne ihn nie gekommen wäre. Aber dafür zahlten die Grünen einen hohen Preis - den Ausverkauf fast aller Prinzipien, mit denen sie sich Anfang der 80er Jahre auf den Weg ins Parteiensystem gemacht hatten.

Gottvater Fischer wollte es so

Keinerlei Verständnis zeigt Fischer, dass - wenigstens an der Basis - inzwischen hinterfragt wird, worin die Ursachen für den Machtverlust bestanden. Unter anderem eben darin, dass die Partei sich an allen Eckpunkten ihrer Regierungszeit im Ernstfall in die gewünschte Richtung drücken ließen. Gottvater Fischer wollte es so. Und in diesem Punkt lässt er auch heute keine Selbstkritik erkennen.

Im Blick zurück klagt Fischer, er habe sich "wund gerieben" an den Grünen. Mag schon sein. Aber umgekehrt war es nicht minder schmerzlich für die Partei. Er hat sie auf einen Weg gezwungen, auf dem ihre Seele Schaden genommen hat, ihre Ideale über Bord gegangen sind, die Regierungsbeteiligung zum Maßstab aller politischen Dinge geworden ist. Als dann die sieben rot-grünen Jahre zu Ende gegangen waren, machte Fischer es sich leicht, zog konsequent einen Schlussstrich. Er schloss die Tür zur grünen Partei ab, wie er frohgemut verkündete, und war den Schlüssel weg.

Gestraft mit einer Führungsspitze

Jetzt sind Grüns allein zuhaus. Gestraft mit einer Führungsspitze, die nicht weiß, was sie wollen soll. Untereinander zerstritten versagt sie vor der Aufgabe, die Partei aus den Schlingen der Ära Fischer zu befreien. Sind die Grünen nun Opposition, sind sie Regierungspartei im Wartestand? Wohin mit den Erblasten, die ihnen vom Über-Grünen Fischer in den Regierungsjahren aufgebürdet wurden und sie unendlich weit weg getrieben haben von ihren Anfängen mit dem Slogan "Schwerter zu Pflugscharen" hin zu einer Kriegspartei, die ihren Markenkern für den Machterhalt verkauft und ja gesagt hat zum Balkan-Krieg und zum Afghanistan-Konflikt?

Künast und Co. reden sich nimmermüde diese Vergangenheit als "Realpolitik" schön, wobei sie sich freilich hüten, genauer zu beschreiben, was eigentlich die Kriterien dieser Realpolitik sind. Ist es, nur ein Beispiel, realpolitisch im Sinne der nüchternen Faktenbewertung, so zu tun, als ob die Bundeswehr-Tornados in Afghanistan allein hehren entwicklungspolitischen Zielen dienten? In einer Partei, die nicht weiß, wo sie steht und was sie will, wirken intrigante Machtspiele in Berlin zwischen Linken und Realos auf groteske Weise hilflos.

Kern des Übels in einem einfachen Satz

Robert Zion, der Grüne, dem die Führung ihre verheerende Bloßstellung auf dem jüngsten Göttinger Parteitag dankt, hat den Kern des Übels in einen einfachen Satz gepackt: Wer nicht den Nachweis der Oppositionsfähigkeit erbringe, der brauche über Regierungsfähigkeit gar nicht erst nachzudenken.

Das ist der entscheidende Punkt der grünen Misere. Noch immer tun Bütikofer, Roth, Künast, Kuhn und Trittin, als ob es sich bei der Abwahl 2005 um einen zufälligen Ausrutscher der Wähler gehandelt habe. Aber nein, diese Grünen sind abgewählt worden. Für ihre Politik zu Fischers Zeiten. Für ihren offenbar gewordenen regierungsamtlichen Opportunismus. Wegen ihres Ausverkaufs grüner Basis-Hoffnungen, wenn der große Vorsitzende Joschka gerade mal wieder eins seiner Damaskus-Erlebnisse hatte. Die grüne Idee ist verschütt gegangen.

Die Grünen werden nicht mehr gebraucht

Wohin die Führungsgrünen jetzt wollen, wissen sie nicht. Das Thema Umweltpolitik ist auch in der politischen Konkurrenz angekommen; Angela Merkel hat es besetzt, sozusagen weltweit. Für den Kampf gegen den Klimawandel werden die Grünen nicht mehr gebraucht. Anti-Kriegspartei? Das ist die neue Konkurrenz von der Linkspartei. Wo findet bei den Grünen eine konsequente Diskussion der Globalisierung und ihren Gewinnern sowie Verlierern statt? Oder: Weshalb musste erste eine Ursula von der Leyen kommen, um die Bedeutung frühkindlicher Betreuung und den damit verbundenen Lebenschancen zum Megathema zu machen?

Warum gibt es in der Berliner Fraktion bis heute keine selbstkritische Debatte über Hartz IV, wie sie bei der SPD jetzt läuft? Könnte es sein, dass sich die Fraktion heute dafür schämt, dass sie zu rotgrünen Regierungszeiten offensiv alles mitgetragen hat, was sich alsbald als Verschlimmbesserung heraus gestellt hat. Und schließlich: In der Auseinandersetzung über einen vertretbaren Mittelweg zwischen allgegenwärtigem Sicherheitsstaat und freiheitlich verfasster Gesellschaft finden die Grünen ebenfalls nicht statt. Dabei könnte doch gerade das liberale, großstädtische Bürgerpublikum, den Grünen ohnehin schon immer modisch zugewandt, neue Wähler bescheren, da die FDP ihre ökologisch-liberalen Grundüberzeugungen seit langem dem Image als Ein-Punkt-Partei der Steuersenkung untergeordnet hat.

Man muss neue Gedanken zulassen

Altpräsident Roman Herzog spottet gerne, das Volk sei keineswegs dümmer als seine Ministerialräte. Die grüne Führung ist genau auf der hochnäsigen Ebene der regierungsamtlichen Ministerialbürokratie angekommen. Dass zwei Drittel der Bürger den Krieg in Afghanistan für falsch halten, beeindruckt sie nicht. Wer Fehler in der früheren Regierungsarbeit gemacht hat, sollte sie in der Opposition offen und selbstkritisch aufarbeiten. Man muss neue Gedanken zulassen. Darf sich nicht vor den Lebens- und Machtlügen der Vergangenheit drücken.

Die Vergangenheitsbewältigung müssen die Grünen schon alleine leisten. Ihr Joschka wird ihnen dabei nicht helfen. Die rotgrünen Jahre wollen aufgearbeitet werden. Was kann bleiben, was muss weg? Dass Fischer ihnen dabei nicht helfen wird, steht fest.

Von Hans Peter Schütz
 
 
KOMMENTARE (10 von 12)
 
ProGruen (04.10.2007, 10:44 Uhr)
Welche Misere?
Was schreibt Herr Schütz denn da schon wieder? Grüne Misere?? 2005 abgewählt???
Bei der letzten Bundestagswahl hat die Partei einen halben Prozent weniger bekommen als beim Rekordwahlergebnis von 2002. Das ist doch keine Abwahl! Momentan liegen die Grünen in Umfragen bei stabil zehn Prozent; in Bremen sind sie mit 16% gerade wieder an die regierung gekommen. Da kann man doch nicht von andauerender Abstrafung sprechen. Und was ihren Regierungs-Opportunismus betrifft, so haben sie in Sachen Auslandseinsätze zwar einen (wohlbegründeten) Schwenk gemacht, aber ansonsten nicht mehr Kompromisse als sonst in Koalitionen üblich gemacht und nicht unwesentlich die eigene Programmatik einfließen lassen...
"Das ist der entscheidende Punkt der grünen Misere. Noch immer tun Bütikofer, Roth, Künast, Kuhn und Trittin, als ob es sich bei der Abwahl 2005 um einen zufälligen Ausrutscher der Wähler gehandelt habe. Aber nein, diese Grünen sind abgewählt worden. Für ihre Politik zu Fischers Zeiten. Für ihren offenbar gewordenen regierungsamtlichen Opportunismus."
Betonpaul (04.10.2007, 09:01 Uhr)
Gut, daß er weg ist...
...und nicht wiederkommen will.
Fischer hat die grünen Ideale genau so über Bord geworfen wie Schröder die sozialdemokratischen. Fischer ist ebensowenig ein Grüner wie Schröder jemals Sozialdemokrat war.
Aber beide haben den Einsatz der Bundeswehr in Krisengebieten ebenso wie den Abbau des Sozialstaates zu verantworten.
Das Geld, das wir unnützerweise im Ausland für sinnlose Bundeswehreinsätze ausgeben, könnte Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern zugute kommen.
Es ist zu hoffen, daß sich Sozialdemokraten und Grüne wieder auf ihre Wurzeln besinnen und sich der Interessenwahrung ihrer Wählerschaft widmen statt außenpolitisch zu Lasten des Steuerzahlers punkten zu wollen.
picus (04.10.2007, 08:30 Uhr)
... und sonstige verkrachte Existenzen
Aus einer Stilblüte, soweit mir in Erinnerung: "... Memoiren werden geschrieben von Lebemännern, Politikern und sonstigen verkrachten Existenzen ...".
matthias_dilthey (04.10.2007, 00:57 Uhr)
Unterscheidungsmerkmale
Das manische Schielen nach Macht und Mehrheit erweist sich für Die Grünen als Hemmschuh: die wirklichen Abgrenzungskriterien zu anderen Parteien fehlen.
So ist es nicht verwunderlich, daß die FDP dem neoliberalen Flügel der Grünen die "Hand ausstreckt". Wohlwissend, damit Die Linke zu stärken und gleichzeitig die SPD zu schwächen.
Das Kalkül "Schwarz-Gelb" unter Spaltung der Grünen könnte aufgehen.
Retten können sich die Grünen nicht durch Anpassung der Programmatik an die größeren Parteien; vielmehr dürfte der Schlüssel zu positiver Veränderung in der Frage liegen:
Wollen wir ein monetär geprägtes, oder wollen wir z.B. ein "joviales Menschenbild".
Robert Zion scheint dieses Unterscheidungsmerkmal erkannt zu haben und straft mit Unterstützung der Basis den Machthunger ab. Danke!
IndianerJoe (03.10.2007, 18:58 Uhr)
Grottenschlechte Parteien, 51. Bundesstaat der USA
Alles, worunter das Volk gegenwärtig zu leiden hat, darunter insbesondere Hartz IV und die vollkommen außer Kontrolle geratene Entwicklung hin zum Überwachungsstaat wurde unter der Rot-Grünen Koalition beschlossen und auf den Weg gebracht.
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Die Armen und unsere Freiheit waren der Preis dafür, dass solche Leute wie Fischer sich Herr Minister nennen durften, sich in großen Büros wichtig machen, Benz fahren und in der Welt herumfliegen durften.
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Ich denke aber, dass die gegenwärtig regierenden Parteien keinesfalls besser als die Grünen sind (allesamt sind sie grottenschlecht!) sie verfügen aber (noch) über die Gnade der Greisenwahl derer, die ihr Kreuzchen schon immer da hin gemacht haben...
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Wenn diese Parteien abgehalftert haben, wird unser Staat so fertig sein, dass seiner Transformation zum 51. Bundesstaat der USA nur noch formelle und keine Tatsachegründe mehr entgegenstehen!
befirst (03.10.2007, 18:57 Uhr)
Alte Rechnungen
Lieber Hans Peter Schütz,
herzlichen Glückwunsch, dass sie mal wieder ihr Ego abgearbeitet haben. Sie sind vermutlich eine dieser aufrechten Seelen, die die Grünen durch ihren Wandel verraten hat. Sie finden bestimmt Oskar geil, weil er sich rechtzeitig aus dem Staub gemacht, bevor er wirklich mal entscheiden musste.
So schreiben sie nun in schöner Regelmäßigkeit all die Klischees auf, die sie sich so zurecht gelegt haben. Mal geht es um Joschka, mal um die Grünen, mal um die Grünen und den Krieg. Ach ja, und auch im Angebot: Die Grünen und Hartz IV.
Es ist einfach zu müßig, Ihnen im Detail zu antworten, aber vielleicht doch eines:
Schon mal was von demokratischen Entscheidungsprozessen gehört? Die Grünen haben in den letzten Jahren sich ein neues Grundsatzprogramm gegeben, das eben nicht in ihren heiß geliebten 80er des 20. Jahrhundert stehen geblieben ist, als die Welt noch so schön einfach war mit Ost und West. Als Chemnitz noch Karl-Marx-Stadt hieß und Saddam Hussein noch ein Freund der Amis war.
Ich empfehle Ihnen mal eine Woche Kabul oder Kunduz und dann können Sie bei den Einheimischen ja mal für ihre Thesen werben. Oder fangen sie mal in Sarajevo an. Fragen Sie doch mal, was die menschen dort davon halten, dass Deutschland und Europa damals nur zusahen als sie täglich von Heckenschützen anvisiert wurden. Oder fragen sie einfach mal jene Afghanen, die bei uns in Deutschland leben und noch Verwandte und Bekannte in ihrer Heimat zurück lassen mussten, was sie so von ihren Pflugscharen so halten.
Oder lehnen Sie sich einfach wieder in ihren Redaktionsstuhl zurück und suchen sie mal wieder ihren Super 8-Film von damals raus über die gute alte Zeit: Als Kohl das Land regierte, die Rente noch sicher war und der Linke in Deutschland es genoß den Mund aufzureißen, weil er ja keine Verantwortung trug.
iovialis (03.10.2007, 18:12 Uhr)
@luke888
Offen "streiten"? Die Grünen haben mich aus ihrer Mailingliste rausgeworfen, weil ich ihnen unbequem war. Für mich fällt das nicht unter "streitbar", sondern unter "Zensur". Und zum Thema Macht will ich Dir zustimmen: man braucht "Macht", um seine Ideale umzusetzen - aber man sollte nicht seine Ideale verraten, um "Macht" zu erhalten. Die erste schröder'sche Vertrauensfrage wurde benutzt, um die Macht zu erhalten und die Grünen stimmten trotz anderer Überzeugung zu - mit dem Argument: ohne Macht erreichen wir ja nichts. Wenn Du willst, bringe ich Dir Belege von dem wohl berühmtesten Österreicher, der genau so agierte. Die Grünen sollen sich auf ihre einstigen Ideale konzentrieren - was schafften sie allerdings: ein neoliberales Hartz-IV. Dafür haben die Grünen ihre Macht benutzt? Sorry, aber die Grünen wollten einmal ein Grundeinkommen für alle.
luke888 (03.10.2007, 17:51 Uhr)
noch ein Nachtrag
Im übrigen zu Thema Macht... ich weiß auch nicht.. aber selbst die Grünen brauchen diese nunmal in unserem politischen System um irgendwas durchzusetzen. Nur mit Idealen, lässt sich zwar gut träumen, aber nix schaffen. versteht das mal.
luke888 (03.10.2007, 17:48 Uhr)
Alter Hut!
Oh.. den Tod der Grünen hat der Stern schon weiß Gott wie oft prophezeit.Und wo liegen sie bei den Umfragen? Unverändert bei neun oder zehn Prozent.
Zudem ist es frgalich ob die Grünen tatsächlich 2005 "abgewählt" wurden. Während diese bei der Wahl noch nicht mal ein halbes Prozent verloren hatten (trotz Regierungszeit), verlor die SPD gleich mehr als 4 Prozentpunkte. Und trotz ihre Juniorpartnerschaft in der Koalition haben sie vieles von ihrem Programm auf den Weg gebracht: Ökosteuer, doppelte Staatsbürgeschaft, Atomausstieg, Dosenpfand, mehr Rechte für Minderheiten... etc. dazu haben sie im Vergleich zu den ständig wechselnden SPD- Ministern mit Künast, Fischer und Trittin Kontiniuität und Stärke bewiesen.
Über Joschka Fischer kann man streiten. Das bleibt letztendlich wohl eine Frage der eigenen Gesinnung, doch ich fand, er hat Deutschland ein Gesicht und Profil in der Welt gegeben. Und eins haben sich die Grünen im Gegensatz zu sowas wie der CSU behalten: offen zu streiten. Und das find ich nach wie vor nicht kritikwürdig in einer Demokratie.
iovialis (03.10.2007, 17:41 Uhr)
Die grünen Ideen
Wenn sich die Grünen wieder auf ihre Ideen besinnen würden und diese konsequent verfolgen, wäre der Partei wohl zu helfen. Aber diese Partei ist in den Mühlen der Macht geschliffen geworden, wurde zum Mainstream und schielt nach Wählern, statt Meinung zu machen. Wo ist die Idee aus den 80ern mit dem Grundeinkommen? Realpolitisch nicht umsetzbar, weil keine Mehrheiten damit zu gewinnen sind? Die Grünen haben wohl Macht geleckt, wie ein Vampir Blut. Und ein Joshka hat sie maßgeblich zur Macht verführt. Was ist mit Petra Kelly und aus deren Idealen geworden? Wenn sich Politik nur um Macht dreht, bei der Ideale verraten werden, verliert eine Partei das nötige Vertrauen. Grün war die Hoffnung...
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