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SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Befähigung zur Kanzlerschaft abgesprochen.
Auf einmal scheint alles möglich: grüne Volkspartei, grüne Ministerpräsidenten. Die Partei schießt in den Umfragen durch die Decke. Woran liegt das?
Der Sender RTL berichtet, dass Bundeskanzler Schröder eine große Koalition mit wechselnder Kanzlerschaft anstrebt. Die ersten zwei Jahre wolle er im Amt bleiben, danach könne ein Unions-Kandidat die Kanzlerschaft übernehmen. Die SPD dementierte.
Union und SPD spitzen das Ringen um die Bildung einer großen Koalition auf den Anspruch auf das Kanzleramt zu. Schröder kündigte an, sich mit aller Kraft für eine große Koalition einzusetzen - und wiederholte erstmals nicht mehr seinen Führungsanspruch.
Nach dem Treffen der Spitzen von Union und SPD wurde die K-Frage erneut verschoben. In einer weiteren Sitzung hinter verschlossenen Türen soll die Entscheidung über den künftigen Kanzler heute fallen. Das ZDF hat berichtet, dass man sich auf Angela Merkel als Kanzlerin geeinigt hat.
Die SPD beharrt auch nach dem ersten Sondierungsgespräch mit der Union darauf, dass Gerhard Schröder weiter Kanzler bleibt. Nach ihrem ebenfalls ersten Treffen haben sich CDU/CSU und FDP für eine Koalition mit den Grünen offen gezeigt.
Was ist los mit der SPD? Saft- und kraftlos wahlkämpfen sich die Genossen durch den Sommer, voran jedoch kommen sie nicht. Dabei können die Sozialdemokraten auf grandiose Wahlkämpfe zurückblicken - und auf den Mythos der unschlagbaren "Kampa". Allein: Der derzeitigen SPD-Spitze fehlt es an Biss, Machtwillen und Zusammenhalt.
Die aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des stern zeigt es: Die SPD kommt einfach nicht voran. Innerhalb der Partei schwelt wegen der schlechten Umfragewerte für Frank-Walter Steinmeier eine Personaldiskussion. Kanzlerin Merkel und Wirtschaftsminister zu Guttenberg gewinnen dagegen an Vertrauen.
Tatsächlich: Der Wahlkampf ist losgegangen und Angela Merkels Inszenierung gegen eine losholzende SPD heißt Nicht-Inszenierung. Warum die Kanzlerin dabei mehr Parallelen zu Henry Maske als zu Barack Obama aufweist erklärt stern.de-Kolumnist Bernd Gäbler.
Mitleid ist noch die mildeste Reaktion auf das TV-Interview von Christian Wulff. Die Kommentatoren der Zeitungen gehen mit dem Bundespräsidenten hart ins Gericht.
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