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AOK erlebt Ansturm von wechselwilligen Privatpatienten

Endlich zurück zur gesetzlichen Kasse - davon träumen nach Erfahrungen der AOK etliche Privatpatienten. Im stern-Interview fordert AOK-Chef Jürgen Graalmann Änderungen im Versicherungsmarkt

Von Dagmar Gassen und Andreas Hoffmann

  Jürgen Graalmann. Das heutige System der Krankenkassen sollte man "überdenken", sagt der AOK-Chef - und macht auch Lösungsvorschläge.

Jürgen Graalmann. Das heutige System der Krankenkassen sollte man "überdenken", sagt der AOK-Chef - und macht auch Lösungsvorschläge.

Die AOK erhält immer mehr Anfragen von wechselwilligen Privatversicherten. Das sagte der geschäftsführende Vorstand des AOK-Bundesverbands, Jürgen Graalmann, dem stern. Deshalb habe man eine Umfrage unter Privatversicherten durchgeführt. "Die Ergebnisse", so Graalmann, "sprechen dafür, das heutige System zu überdenken, denn 31 Prozent wollen zurück in die gesetzliche Krankenversicherung." Graalmann plädiert im stern dafür, einen "integrierten Versicherungsmarkt" zu schaffen, "in dem für Privatversicherer und gesetzliche Kassen die gleichen Regeln herrschen." Die Privatpatienten sollten innerhalb einer bestimmten Frist ein Rückkehrrecht zu den Kassen bekommen. Und die Ärztehonorare für Kassen- und Privatpatienten sollten einander angenähert werden.

Vorschlag im Kampf gegen die Mehrkosten

Die Mehrkosten, die sich daraus für die Kassen ergäben, müssten nicht zu Lasten der dort Versicherten gehen - "wenn die Politik den Rahmen richtig setzt". Graalmann im stern: "Statt ihre Altersrückstellungen wie bisher als Gewinne bei den Versicherungskonzernen zurückzulassen, sollten die Wechsler diese aus der Privatversicherung mitbringen. Das ist verfassungsrechtlich möglich, und ich halte es sogar für geboten."

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