Wieder Kritik am Betreuungsgeld: Der nordrhein-westfälische FDP-Vorsitzende Christian Lindner ist gegen die teuren Pläne der Bundesregierung. Für so einen Luxus sei einfach kein Geld da.

Christian Lindner spricht sich gegen das Betreuungsgeld aus© Federico Gambarini/DPA
Der nordrhein-westfälische FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat seine Partei aufgefordert, auf das geplante Betreuungsgeld zu verzichten. "In Zeiten, in denen wir von anderen massive Einsparungen erwarten, dürfen wir keine Wohltaten verteilen, die nur mit neuen Schulden zu bezahlen sind", sagte Lindner dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag". Er empfehle seiner Partei, hier finanzpolitische "Konsequenz". Seit das vor allem von der CSU geforderte Betreuungsgeld 2009 im Koalitionsvertrag verankert wurde, hätten sich "die ökonomischen Rahmenbedingungen geändert".
Das Betreuungsgeld soll nach den Plänen der schwarz-gelben Koalition im September vom Bundestag beschlossen werden. Allerdings gibt es auch in der CDU dagegen Widerstand. Vorgesehen ist, dass Eltern, die ihre Kinder im zweiten Lebensjahr nicht in einer öffentlichen Kita betreuen lassen, ab Januar kommenden Jahres 100 Euro pro Monat erhalten. 2014 soll die Leistung auf 150 Euro erhöht und auf Kinder im dritten Lebensjahr ausgeweitet werden.