29. Dezember 2007, 13:18 Uhr

Jung und arm - Kinder berichten

Wie fühlt sich Armut an? Der stern hat Jungen und Mädchen gefragt. Ihre Antworten zeugen von Traurigkeit und Scham, vom Glück im Kleinen und von Hoffnung. Von Uli Hauser

Kinderarmut, Hartz IV,

Nina, 10, aus Hamburg©

Mehr als 2,5 Millionen Jungen und Mädchen fehlt es an Geld für Nahrung und Kleidung und Spielsachen. Es gibt einen erschreckenden Trend: In Deutschland werden immer weniger Kinder geboren. Und immer mehr Kinder landen in der Armut. Die Zahl der Geburten hat sich seit 1965 von 1,3 Millionen auf heute 680.000 halbiert.

Die Zahl der Kinder, die als arm gelten, ist seither auf das 16-Fache gestiegen. Viele von ihnen kommen ohne Frühstück in die Schule und können sich keine Ausflüge leisten. Und viele Kinder haben wenig Hoffnung auf eine bessere Zukunft: Etwa ein Drittel der 15-Jährigen geht schon jetzt davon aus, später keine qualifizierte Arbeit zu finden. Das ist ein Ergebnis der neuesten Studie der Unicef, des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen.

Arme Kinder leben im Monat von 208 Euro: Diese Summe ist pro Kind als Regelsatz in sogenannten Hartz-IV-Familien vorgesehen. Die Kosten für Schulmaterial zum Beispiel werden mit 1,76 Euro angesetzt, Spielzeug mit 86 Cent. Im Monat.

Armut bemisst sich auch daran, was andere haben

Über die Definition von Armut gibt es in Deutschland seit Jahren Streit. Als arm gilt, wer mit 60 Prozent des mittleren Einkommens zurechtkommen muss. Armut ist also relativ, sie bemisst sich am Wohlstand einer Gesellschaft, und der ist über die Jahrzehnte gewachsen. Deshalb waren zum Beispiel in den 60er Jahren viele Kinder auch aus Durchschnittsfamilien rein materiell ärmer als viele arme Kinder heute. Doch Armut ist auch subjektiv, sie bemisst sich an dem, was die anderen haben. Und sie bemisst sich an den Perspektiven der Familien und an der Fürsorge, die Kinder empfangen. Da geht es vielen Kindern heute schlechter als früher. Fest steht aber auch: Vieles wird teurer.

Butter, Brötchen, Strom. Der Hartz-IVRegelsatz für Kinder wurde im Juli zuletzt erhöht: von 207 auf 208 Euro. Um zumindest die gestiegenen Lebenshaltungskosten auszugleichen, müsste der Regelsatz nach Berechnungen des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands um 20 Prozent steigen. Andere Experten fordern eine Erhöhung um 70 bis 150 Euro. "Für gesunde Kinderernährung jedenfalls reicht das Geld nicht", sagt die Ernährungswissenschaftlerin Mathilde Kersting vom "Forschungsinstitut für Kinderernährung" in Dortmund. Ein 15-Jähriger, der sich ausgewogen ernähren möchte, müsse täglich durchschnittlich 4,68 Euro im Discounter oder 7,44 Euro im Supermarkt zahlen; dafür vorgesehen sind lediglich 3,42 Euro am Tag.

Für Armut gibt es in Deutschland zwei Hauptursachen: Arbeitslosigkeit und viele Kinder. Betroffen sind Familien und Alleinerziehende, die den Spagat zwischen Arbeit und Kind nicht schaffen. "Das ist ganz schlimm, wenn du dir nichts leisten kannst und immer nur zugucken musst", sagt der 14-jährige Mathias aus Opladen, der bei seiner Mutter lebt. Er spricht für viele. Auch wenn die Eltern eine Arbeit haben, reicht das Geld oft nicht mehr. Die Einkommen der ärmsten Deutschen sind seit 1992 um 13 Prozent gesunken."Es sind nicht nur Hartz-IV-Empfänger, die sich strecken müssen", sagt Bernd Siggelkow, Gründer des Kinderhilfsprojekts "Arche".

Kinder brauchen verlässliche Ansprechpartner

Wie schnell Jungen und Mädchen bei individueller Betreuung wieder motiviert werden können, erleben Siggelkow und seine Mitarbeiter jeden Tag. Sie versuchen ihren Gästen Erfolgserlebnisse zu vermitteln. "Die Kinder brauchen verlässliche Ansprechpartner, dann fassen sie auch wieder Mut."

"Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft": Mit diesen Worten beginnt fast jede Sonntagsrede zum Thema. Der Alltag sieht anders aus. Jugendheime und Bibliotheken werden geschlossen, Schulklassen vergrößert statt verkleinert, die Jugendämter sind überlastet. "Früher gab es noch die Sozialämter und über die Beamten oft einen persönlichen Kontakt in die Familien", sagt "Arche"-Mann Bernd Siggelkow. "Die hat man jetzt auch abgeschafft, ohne sich um die Folgen zu kümmern." Mittlerweile hat er in Berlin "Mobile Einsatzteams" gebildet, die Haushalte mit Lebensmitteln überraschen. "Die Strukturen der Ju- gendhilfe sind veraltet", sagt Siggelkow. "Und wenn was passiert, reden alle nur vom ‚Maßnahmekatalog‘, der fein abgearbeitet wurde. Das macht mich krank." Als "strukturelle Rücksichtslosigkeit" bewerteten die Verfasser des fünften Familienberichts für die Bundesregierung bereits 1994 die Belastung der Familien. Die Situation hat sich seitdem verschärft: Die Einkommen stagnieren, die erhöhte Mehrwertsteuer betrifft arme Familien am härtesten.

Seit der Hartz-IV-Reform sind zwar die Regelsätze im Vergleich zur alten Sozialhilfe gestiegen, aber für größere Anschaffungen wie Kühlschrank oder Winterstiefel können keine Extragelder mehr beantragt werden. Und viele Familien müssen mit Hartz IV auskommen, die früher immerhin noch Arbeitslosengeld oder -hilfe bekamen. "Wir überschreiten alle Schmerzgrenzen", sagt der Darmstädter Sozialrichter Jürgen Borchert.

"Das 'Elterngeld' begünstigt nur beruflich erfolgreiche Paare"

Die Einführung des von Ursula von der Leyen gefeierten "Elterngelds" bedeutet eine weitere Zumutung für arme Familien. Dieses "Elterngeld" hat das frühere "Erziehungsgeld" ersetzt: Das waren 300 Euro pro Monat in den ersten zwei Jahren. Das neue Elterngeld aber wird nur zwölf Monate lang gezahlt. "Begünstigt werden hier nur doppelt erwerbstätige und beruflich erfolgreiche Paare", sagt der Potsdamer Verwaltungswissenschaftler Stefan Fuchs. Einkommensschwache Familien profitieren eben nicht von den höheren Sätzen, die sich am Gehalt bemessen. "Nur neun Prozent der Antragsteller bekommen ein monatliches Elterngeld von über 1000 Euro und mehr", sagt Fuchs.

Arme Eltern geraten zunehmend ins Abseits. Viele Kinder verlassen die Wohnung nur noch, um in die Schule zu gehen. "Es wäre so einfach, etwas zu ändern", sagt der Berliner Familiensoziologe Hans Bertram, federführender Verfasser des siebten und damit aktuellsten Familienberichts der Bundesregierung. "Wir gehen immer davon aus, dass es eine Familie allein schaffen muss, ihre Kinder großzuziehen. Das ist falsch: Früher halfen Nachbarn und Verwandte mit. Heute nicht mehr." Nur in Deutschland, sagt der Professor, glaube man, Kindererziehung sei "privates Glück der Eltern". Nach Berechnungen der Unicef investieren Länder wie Dänemark doppelt so viel Geld in ihre Kinder wie Deutschland: in Bildung, Erziehungshilfen, Elternunterstützung. "Wir wollen immer Weltspitze sein, aber dafür kein Geld in die Hand nehmen", sagt Bertram. "In Skandinavien erhalten Erzieher das Gehalt eines Facharbeiters, in den Klassen kümmern sich zwei Lehrer, die Franzosen zahlen ein großzügiges Betreuungsgeld. In Großbritannien bekommen junge Eltern einen Start-Kredit vom Staat."

Armut zu bekämpfen bedeutet aber sehr viel mehr, als Geld auszugeben. "Viele Eltern haben nie Fürsorge erlebt", sagt Bertram, "und können ihrem Kind nicht geben, was sie selbst vermisst haben."

Mitarbeit: Rupp Doinet, Ingrid Eißele, Kuno Kruse, Manuela Pfohl, Holger Witzel

Übernommen aus ... Stern Ausgabe 52/2007

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Deutsche Bank (BLZ 200 700 00),
Kontonummer 469 95 00,
Stichwort: "Kinderarmut in Deutschland"

 
 
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KOMMENTARE (10 von 26)
 
kralli19 (30.12.2007, 15:09 Uhr)
@ datenbaer
Wo das Geld für höhere Regelsätze und Löhne herkommen soll ?
Kann ich ihnen sagen, dann werden wohl die Aktionäre mal Verzicht üben müssen und auf hohe Renditen verzichten.
prisma (30.12.2007, 12:34 Uhr)
Der Unterschied zwischen Eisbären und Kindern
So schlimm das Thema Kinderarmut ist, es geht hier um mehr. Die Zeit der Kindheit ist relativ kurz, aber Kinder sind durch vielerlei Institutionen fast zwangsweise noch unter Obacht.
Die etwas älteren Kinder oder Jugendlichen erfahren jedoch recht früh, was es heißt, arm in dieser Gesellschaft aufzuwachsen, möglicherweise ein ganzes Leben für einen Preis zu arbeiten, von dem sie während der Arbeitszeit weiterhin auf Hartz IV angewiesen sind und auch im Alter in der Sozialhilfe landen (wenn es die dann noch gibt).
Wieviele Rentner, hauptsächlich Frauen, haben ihr Leben lang für einen Minimallohn gearbeitet, von dem sich keine lebenswerte Rente erreichen lässt?
Wieviele Jahre müssen sie dann noch völlig verarmt und verschämt den Rest ihres Lebens fristen? Ab dem Rentenalter interessiert sich niemand für sie. Sie haben ausgedient.
Während auch die vielen ohne Schulabgang abgegangenen Jugendlichen noch in irgendein Schema passen, sei es auch nur in einer der vielen 1-Euro Jobs nebst der dazugehörigen Institutionen, in denen sie dann „qualifiziert“ werden, hört dies „Interesse“ bei den Rentnern gänzlich auf. Schlichtweg eine Belastung für die Sozialsysteme (so wird es publiziert, rein theoretisch ist genug Geld da).
Das Problem ist hausgemacht, es werden immer mehr Arbeitslose geschaffen. Wenn man zB städtische Grünflächenarbeiter kündigt um sie später für einen Euro wieder für dieselbe Arbeit einzustellen, ist dies keine Lösung, auch wenn es die Ausgabenseite der Städte schönt.
Menschenmaterial gibt es genug, wenn nach einem halben Jahr 1-Euro-Tätigkeit der nächste Schwung Arbeitsloser eingestellt werden kann.
Die Armut greift übrigens in alle Lebensbereiche, mich wundert es überhaupt nicht, wenn im gleichen Maße auch die Jugendkriminalität ansteigt.
Und zum Schluss noch zu dem kleinen Unterschied zwischen Knut und armen Menschen, zu denen natürlich auch die Kinder gehören.
Bedenkenlos wird hier einem so genannten Kindchenschema (klein, große Augen, von der Mutter verlassen…) gefrönt, mit dem Sahnehäubchen, es handele sich ja um eine bedrohte Tierart. Es wird wirklich alles getan, um solch armen Kreaturen das Leben möglichst zu versüßen. Nicht erwähnt wird, dass schließlich wir es sind, die diese Tiere erst zu einer bedrohten Art machen.
Bitte nicht falsch verstehen, ich halte Tiere für die besseren Menschen.
Aber irgendwo muss mal eine Grenze sein. Von Wärmebänken über bestes Gemüse und Fleisch-heutzutage müssen die Zoos eher darauf achten, dass die Tiere nicht übergewichtig werden, weil sie vor lauter Langeweile nur noch fressen-anders als in armen Familien herrscht hier Luxus pur.
Ebenso fragwürdig halte ich die Ablass-Spenden für arme Länder. Niemand sagt bei der Gelegenheit (jedenfalls nicht in unseren Medien), ob dort nicht ebenso wie hier die Leute selbst Schuld für ihre Lage seien. Sie könnten (rein theoretisch) mehr arbeiten, um auch vernünftig leben zu können.
Mit anderen Worten, erst einmal vor der eigenen Haustür umschauen, da gibt es leider schon genug Menschen, denen wirklich geholfen werden muss
Tomrobert (30.12.2007, 11:29 Uhr)
Nicht nur Kinderarmut
die ganze Lebensqualität ist beschissen.Wenn man Vergleiche zieht mit anderen Ländern, weil man selbst dort jahrelang gelebt hat, konkret in einem Zweitweltland, dann erkennt man, dass die Lebenssituation bzw.Qualität hier absolut beschissen ist. Junge Menschen , und nicht nur jene die arm sind, bekommen hier doch wirklich nur einen Tritt.Werden sie in der Schule maltretiert und disqualifiziert weil sie nichts haben, setzt sich das nachher fort.Manche haben nicht mal eine Wohnung und bekommen keine Unterstützung.Sehr gut kann ich das verstehen wenn das in Agression ausartet. Einmal haben die keine Vergleichsmöglichkeit zum anderen können sie sich schlecht wehren. Diese unfähigen Politiker die sich der Wirtschaft anbiedern.Deutschland kann in der Kinder und Jugendbetreuung noch nicht einmal mit einem Zweitweltland mithalten. Eine Schande!
Roy05441 (30.12.2007, 10:26 Uhr)
Die Entwicklungshilfe für
China verhundertfachen, die Bundeswehr in drei Teilen auf Afghanistan, Afrika und das ehemalige Jugoslavien verteilen, dann bleibt bestimmt noch so viel übrig, dass in dieser Republik keine Kinder mehr in Armut leben!
H.P. (30.12.2007, 09:56 Uhr)
Beides ist wichtig,
Lieber Eisenbaer,
es stimmt, man kann nicht alles am Materiellen festlegen, Geld und all das Materielle alleine macht nicht das ganze Leben aus, zufrieden und glücklich. Nur wenn ich kein Geld habe und verdiene, kann ich nicht existieren. Beides ist wichtig, eine geistig- materielle Lebensweise, wir verstehen nicht einmal die Naturgesetze, eine Menschheit die nicht mehr versteht was Leben eigentlich ist, hat kaum eine Chance wirklich zu leben, geschweige miteinander aus zukommen, selbst die Religionen bekriegen sich anstatt zu helfen und die Gebote der Liebe zu leben und das macht mich sehr traurig. Wir kommen so keinen Schritt weiter, wie gesagt, all die Schuldzuweisungen bringen uns nicht weiter.
H.P. (30.12.2007, 09:33 Uhr)
Noch geht es uns gut, nur wie lange noch?
Schuldzuweisungen helfen keinem weiter. Wir brauchen eine neue Gesellschaft- und Lebensordnung. Alles wird heute kaputtgemacht und kaputt geredet, wir sind nicht einmal in der Lage den kleinsten Staat zu erhalten und zu leben, die Ehe. Natürlich müssen die äußeren Bedingungen stimmen, die Verantwortung dafür haben wir den Politik übergeben, dafür werden Politiker gewählt, sie werden nicht dafür gewählt sich selbst zu bereichern und Steuergelder zu verschwenden.
Selbstverantwortung muss jeder Bürger übernehmen, wenn ich etwas erhalte, muss ich etwas dafür geben. Ich kann nicht nur nehmen, ich muss dafür auch etwas leisten. ARME und REICHE hat es immer geben, nur muss das Gleichgewicht stimmen, alles müsste besser verteilt sein, wie gesagt, dafür haben wir Politiker. Wer den Menschen keine Perspektive und Zukunft mehr geben kann, hat versagt und die, die die Verantwortung tragen, haben versagt. Die Hirten sind schlafende Hunde.
Armut in Deutschland wird weiter zunehmen. Auch bei den Rentner. Noch geht es uns gut, nur wie lange noch?
Eisenbaer (30.12.2007, 09:02 Uhr)
Keine „materielle“ Armut
Ich glaube, die Mehrzahl der Kommentatoren hat nicht verstanden, dass dieser Artikel von keiner „materiellen“ Armut spricht, sondern von einer ideellen. Viele Leute kommen deshalb nicht mit ihrem Einkommen klar, weil ihre Ansprüche ihre Einnahmen weit übersteigen. Als einzige Alternative zum bisherigen Lebensstil wird „mehr Geld“ angesehen, nicht etwa die Einschränkung der eigenen Ansprüche oder ein Überdenken der eigenen Lebensphilosophie.
***
Es geht hier in erster Linie gar nicht um Hartz IV oder andere Subventionen der Steuerzahler an die (ggf. nur zurzeit) Armen unserer Gesellschaft. Es geht darum, dass wir in einer materiellen Welt leben, die den falschen Idealen nachläuft. Wenn man erst einmal in die „Konsumfalle“ gefallen ist, gibt daraus kein Entrinnen indem man sich immer weiter abstrampelt; soviel Geld kann keiner verdienen, dass er allen Verlockungen des Konsums stets nachgehen kann. Es geht tatsächlich nur über eigene Einschränkungen. Auch wenn dieses als schmerzhaft empfunden wird, weil andere entweder mehr haben oder auch nur diesen Eindruck erwecken, weil sie besser mit dem Geld umgehen können. Oder die sich gerade in einer Schuldenspirale nach unten befinden, um diesen Eindruck zu ermöglichen.
***
Ist es nicht merkwürdig, dass parallel zu den Kirchenaustritten in den letzten Jahrzehnten die „gefühlte“ Armut zugenommen hat? Statt Gott zu verehren und in Jesus Christus zu vertrauen, wird (wieder mal) der Götze „Mammon“ angebetet. Das hat noch nie in der Geschichte der Menschheit funktioniert und wird dies auch in der Zukunft nicht.
***
Wir müssen unsere Kinder wieder zu „Ja-Sagern“ erziehen: Ja, wir wollen keinen Breitwandbildschirm; kein neues Auto; kein Handy mit dem wir immer für einander erreichbar sind, obwohl wir uns doch nichts zu sagen haben; keinen neuen PC mit dem wir die allerneueste Generation von Egoshootern spielen können; keinen MP3-Player, der uns von den Geräuschen der uns umgebenden Welt abschottet. Danke, wir wollen keinen uneingeschränkten Konsum. Erst wenn diese Protzerei mit (vermeintlichen) Statussymbolen nachlässt, wird unsere Gesellschaft wieder gesunden können und zur Vernunft kommen. Und zum rechten Glauben zurückfinden können.
uli99 (30.12.2007, 02:40 Uhr)
Spielzeug
Spielzeug für Kinder Kann sich jedes bedürftige Kind bzw. deren Eltern in Oldenburg und in vielen anderen Städten Deutschlands bei der Toy´s Company abholen, weitere Informationen unter der Homepage der Toy´s Company in Oldenburg "www.toys-comp-ol.de".
Ich selbst bin in der Toys für €1,10 die Stunde dort beschäftigt und es ist immer wieder schön wenn Kinder sich über die Kleinigkeiten die dort zu finden sind sich freuen
Kaleika (30.12.2007, 01:06 Uhr)
Realitätsüberprüfung angesagt
@JackintheBox,
welch eine Wohltat, einen intelligenten Beitrag zu lesen, der zudem über Herz und Wissen verfügt.
Es ist ein Skandal sondergleichen, dass durch das menschenverachtenden Hartz IV sich die Kinderarmut verdoppelte und auch die ihrer Familien!
Immer mehr Menschen sind verzweifelt, weil sie zu Unrechtkein Geld bekommen, keine Nachzahlungen erstattet, ihnen deswegen der Strom, das Gas abgestellt wurde, sie mit den Kindern in kalten Wohnungen sitzen müssen.
Für nichts Normales reicht das Geld und das kann es ja auch nicht, wenn für Säuglinge und 13jährige derselbe Satz von lumpigen 60 Prozent eines Erwachsenen berücksichtigt wird.
Wissen POlitiker oder auch mancher Kommentatoren hier gar nicht, von was sie sprechen, was Prozente in Lebensmittel übersetzt bedeuten, gehen sie nie selbst einkaufen, oder gucken sie sich den Bon gar nicht an?
Kaleika
gmathol (29.12.2007, 21:48 Uhr)
Geld fuer Afghanistan und Militaer ist allerdings reichlich vorhanden.
Was fuer eine Schande, dass man diese jungen Menschen so aufwachsen laesst.
Der Militaer- und NATO-Wahn verschlingt in Deutschland (direkte und indirekte) Ausgaben mittlerweile 60% der Steuereinnahmen.
Welcher Narrenstaat wird ein verarmtes Land wie Deutschland angreifen wollen.
Leute um das Ruder wieder in halbwegs gerechte Wasser zu lenken kann man nur noch die Linke waehlen.
 
 
 
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