. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
20. November 2008, 12:02 Uhr

Von der Leyen will Internetseiten sperren

Die Bundesregierung will das Massengeschäft mit Kinderpornografie zerschlagen. Durch eine Änderung des Telemediengesetzes sollen Internetanbieter verpflichten werden, Seiten mit Kinderpornos zu blockieren, erklärte Familienministerin Ursula von der Leyen. Fahnder hätten bereits 1000 Websites aufgelistet, die sofort gesperrt werden könnten.

Kinderpornografie, Leyen, von der Leyen, Internet, Pornografie, Kinderpornos

"Der Gesetzgeber muss jetzt handeln": Familienministerin Ursula von der Leyen© Berthold Stadler/DDP

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) will Internetanbieter gesetzlich verpflichten, Seiten mit Kinderpornografie zu sperren. Zwischen dem Familien-, Wirtschafts- und Innenministerium seien bereits die Vorarbeiten dazu im Gange, bestätigte das Bundesfamilienministerium am Donnerstag in Berlin. Die Verpflichtung solle spätestens von Sommer 2009 an gelten.

"Wir diskutieren seit Jahren über eine freiwillige Selbstverpflichtung. Bewegt hat sich nichts", erklärte von der Leyen im "Hamburger Abendblatt". "Ich bin der festen Überzeugung, dass der Gesetzgeber jetzt handeln muss." Dazu solle das Telemediengesetz geändert werden. "Das geht, und dazu besteht auch hohe Bereitschaft quer über alle Parteigrenzen hinweg." Zuständig für das Gesetz ist das Wirtschaftsministerium.

Von der Leyen erklärte, sie sei sich bewusst, dass sich Anbieter von Kinderpornografie andere Wege suchen können. Entscheidend sei aber, das Massengeschäft zu zerstören. Das Bundeskriminalamt habe bereits eine Liste von derzeit 1000 Websites, die Kinderpornografie anbieten. Diese könnten sofort gesperrt werden.

Die Familienministerin verwies auf die guten Erfahrungen mit der Bekämpfung von Kinderpornografie in anderen europäischen Ländern. "Allein das kleine Schweden mit seinen nur neun Millionen Einwohnern stoppt täglich 50.000 Zugriffe." Norwegen mit 4,5 Millionen Einwohnern blockt 15.000 Seiten.

Die Erfahrung aus anderen Ländern zeige aber auch, dass erbitterter Widerstand von einigen Anbietern zu erwarten sei, so von der Leyen. Eine entsprechende Änderung des Telemediengesetzes würde einen lukrativen Markt zerstören, "der auf dem Rücken zerschundener Kinder aufgebaut ist".

DPA/Reuters
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
SethusCalvisius (21.11.2008, 13:26 Uhr)
Besser als nichts,
aber nützen werden nationale Alleingänge nicht viel. Warum schafft man es eigentlich, eine globale Finanzkrise zu produzieren, aber nicht, eine weltweite Regelung gegen solche Internetseiten zu finden.
Necro (20.11.2008, 18:51 Uhr)
@Gisella
Jupp gibt es : www.websense.com
Gisella (20.11.2008, 18:19 Uhr)
Gibt es auch
nicht die Möglichkeit, denZugang am PC für solche Schmuddelseiten zu blocken???? Hier sind die Experten gefragt.
sedanon (20.11.2008, 16:14 Uhr)
Wer hindert Sie daran ? Nicht schwätzen, machen !
Aber ich fürchte, dass v.d. Leyen mal wieder nicht den blassesten Schimmer hat, wie Sie ihren großen Worten Taten folgen lassen soll.
Maaike (20.11.2008, 14:44 Uhr)
Kinderpornografie eine Schande !!!
Man sollte die Seiten sofort löschen und die Hintermänner dingfest machen, warum dauert es immer so lange bis die Regierung irgendwelche Entschlüsse fasst, dies sagt einem der gesunde Menschenverstand, das solche Seiten nichts im Netz zu suchen haben, warum also lange fackeln???? Weg damit!!!!!!!!!!
hanseugen99 (20.11.2008, 14:26 Uhr)
Löcher stopfen
Auch wenn man es nicht alles verhindern kann, die ganz offensichtlichen Löcher sollte man zügig stopfen.
bR4iNST0RM (20.11.2008, 13:30 Uhr)
Unnütze Diskussion!
Wo ist hier das Problem?? Meinungsfreiheit und Freiheit zur Auswahl der gewünschten Inhalte schön und gut, aber Kinderpornografie ist illegal und das unterste vom Untersten! Warum wird hier noch darüber diskutiert, ob man die sperren soll?! Gleiches gilt für Gewaltverherrlichenden Internetseiten! Weg damit! Gewalt hat man schon genug in den tägl. Nachrichten!
MEHR ZUM ARTIKEL
Kindesmissbrauch Internet-Forum für Pädophile ausgehoben

Sie tauschten Kinderpornos und Tipps für den Umgang mit kleinen Mädchen. Hunderte Benutzer einer Internet-Plattform für Pädophile konnten jetzt von Schweizer Ermittlern identifiziert werden. Die Betreiber der Website und die Mehrzahl der Nutzer kommen aus Deutschland. mehr...

Kinderpornos Großaktion gegen tausende Pädophile

Es ist eine der größten Aktionen gegen Pädophile überhaupt: Nach jahrelanger Ermittlung hat die Polizei tausende Kinderporno-Konsumenten in fast 100 Ländern hochgenommen. Allein in Deutschland gibt es annähernd 1000 Verdächtige. Alle Fälle basieren auf dem Herunterladen von zwei Filmen. mehr...

Kriminalität im Web Die Kinderporno-Jäger

Seit über zehn Jahren vereint Torsten Meyer und Peter Vogt ein Ziel: Der Kommissar und der Staatsanwalt kämpfen gegen Pädophile im Internet. Dabei feiert das Duo mit unkonventionellen Methoden immer wieder Erfolge. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe