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4. Juni 2009, 16:22 Uhr

Bund und Länder machen 18 Milliarden locker

Kräftige Finanzspritze für Bildung und Forschung: Die Regierungschefs von Bund und Ländern haben ein 18 Milliarden Euro schweres Zukunftspaket zur Förderung von Hochschulen und Wissenschaft unterzeichnet. Ob das Geld tatsächlich in dieser Höhe fließt, ist aber noch offen.

Annette Schavan, Bildungsministerin, Laptop, Schüler, Lehrer

"Ein guter Tag für die Wissenschaft": Bildungsministerin Annette Schavan© Wolfgang Kumm/DPA

Trotz Finanzkrise wollen Bund und Länder bis 2019 rund 18 Milliarden Euro zusätzlich für Bildung und Forschung ausgeben. Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben am Donnerstag in Berlin ein umfangreiches Paket zum Hochschulpakt, der Exzellenzinitiative zum Aufbau von Spitzenforschung an Hochschulen und dem Pakt für Forschung und Innovation unterzeichnet. Unter anderem geht es darum, 275.000 neue Studienplätze für die "doppelten Abiturjahrgänge" 2013/14/15 einzurichten.

Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) sprach von "einem guten Tag für die Wissenschaft". Bundesregierung und Länder hätten "ein starkes Signal für die Bildung und Forschung gesetzt" und zugleich die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wissenschaft gestärkt. Die drei großen Initiativen hätten eine Aufbruchstimmung in Hochschulen und Forschungseinrichtungen ausgelöst, sagte Schavan. "Erste Erfolge sind sichtbar. Zum Beispiel: Rund 4200 Mitarbeiter wurden bislang durch die Exzellenzinitiative gewonnen. Fast ein Viertel kam aus dem Ausland."

Die Zahl der Doktoranden ist Schavan zufolge mit dem Pakt für Forschung und Innovation jährlich um etwa zehn Prozent gestiegen. Die Forschungsorganisationen könnten sich darauf verlassen, dass sie die jungen Wissenschaftler halten und die Forschungsarbeit sogar ausweiten könnten. "Es geht hier um bis zu 30.000 wissenschaftliche Mitarbeiter und technisches Personal mit Zeitvertrag", meinte die CDU-Politikerin.

Die zusätzlichen Studienplätze sind unter anderem dafür nötig, die starken Abiturjahrgänge unterzubringen, wenn durch die in mehreren Bundesländern verkürzte Gymnasialzeit etwa die doppelte Zahl an Abiturienten an die Universitäten drängen. Der Pakt für Innovation und Forschung schließlich soll bis 2015 auf fünf Milliarden Euro erhöht werden, und die Unterstützung für außeruniversitäre Wissenschaftsorganisationen jährlich um fünf Prozent steigen.

Als Protokollnotiz zur Zielvorgabe hielten die Länderchefs nach Angaben aus Teilnehmerkreisen fest, dass das Geld nur in dieser Höhe ausgegeben werden könne, wenn nach der Bundestagswahl keine Steuersenkungen beschlossen würden. Der Parlamentsvorbehalt stehe ebenfalls in der unterzeichneten Erklärung, sei aber als selbstverständlich zu werten. Er bedeutet, dass die jeweiligen gesetzgebenden Körperschaften, also Bundestag, Landtage und Abgeordnetenhäuser, die Vereinbarung ändern können.

AP/DPA
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
Westerle.Merkwelle (05.06.2009, 14:01 Uhr)
@pitiplatsch: Die Wahllügen von CDU/CSU, SPD und FDP - Hier Bildung
Wer wirklich denkt, dass die Bande in Berlin irgendetwas nützliches macht, ohne ihren Geldgebern in der Industrie- und Bankenwelt weitere Milliarden Steuergelder zuzuschanzen, der wählt halt......
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Unser Bildungssystem geht seit Jahrzehnten in die falsche Richtung - auf Kosten unserer Jugend.
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Das Bildungssystem in D ist in einem schlechten Zustand:
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76 000 Jugendliche verlassen jedes Jahr die Schule ohne Abschluss. Nur jedes 8. Kind unter 3 Jahren hat einen Krippenplatz.
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Fast 400 000 Jugendliche warten auf einen Ausbildungsplatz. Studiengebühren schrecken junge Leute ab zu studieren.
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Lehrer können die Kinder nicht angemessen fördern, weil die Klassen zu groß sind. Keines der alten 15 EU-Länder gibt weniger Geld pro Grundschülerin und Grundschüler aus.
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D ist zudem Spitze bei der sozialen Auslese in der Bildung: In der Regel kommen Akademikerkinder aufs Gymnasium. Arbeiterkinder haben dagegen bei gleicher Leistung weniger Chancen.
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Seit Wochen will man uns einschläfern mit der Behauptung, dass die Wirtschaftskrise nicht so schlimm sei und bis zum Jahresende alles wieder so weiter gehen können wie früher. Leider fallen darauf die meisten Leute herein und geben ausgerechnet denjenigen im Herbst wieder ihre Stimme, die durch ihre neoliberale Politik der letzten Jahre die Wirtschaftskatastrophe zu verantworten haben.
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Bis heute belügen uns die Politiker über das wahre Ausmaß der Katastrophe. Sie tun alles, um bis zur Bundestagswahl die Ursachen und Folgen zu vertuschen und schön zu reden.
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Staatsbankrott droht in mehreren Ländern
Da hier auch EU Länder betroffen sind, könnte dies das Ende des Euro sein - mit unübersehbaren Folgen für unsere Ersparnisse!
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/16/0,3672,7527184,00.html
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Verbrennt der Staat unser Geld?
Während für Bildung, Gesundheit, Arbeitslose und Rentner kein Geld da ist, werden mehrere Billionen € bzw. $ für die Alimentierung von Banken bereitgestellt. Machen wir uns nichts vor: Das kann nur in einer Hyperinflation enden.
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Die große Rechnung der Politiker kommt noch: Am Montag nach der Bundestagswahl. 08:00 Uhr!!
pitiplatsch (05.06.2009, 05:44 Uhr)
Bis dato fliest überhaupt
N I C H T S die Kohle fliest bis dato in die Taschen der Energiemafia in die Taschen der Bankenmanager und der abzockenden Politiker. Die Politmafia macht Wahlkampf sonst nichts, oder wo bitte sind bindende Beschlüsse lieber Stern ?? ich sehe nur Absichtserklärungen die nach der Wahl wieder vergessen werden so wie immer. Wie wars bei den letzten Wahlen ?? Mehrwertsteuer bleibt wie sie ist höchstens allerhöchstens 1,5 % was ist geworden 3 % also das doppelte, so verlogen wie diese Kriegsgaile Regierung war vorher noch keine. Dieser Haufen gehört komplett, vorneweg die Kriegskanzlerin, in Hartz 4 entlassen, wegen unfähigkeit !!
Angel_of_Mercy (04.06.2009, 22:00 Uhr)
Mein Dir Deine Bildung
Prinzipiell sind Investitionen in Bildung sehr gut, aber warum zum Henker wird nur in Studienplätze und Forschung investiert? Als ob sich Bildung in diesen zwei Bereichen erschöpft. Was ist mit Kinderkrippen, Kindergärten, Grund-, Haupt, und Realschulen? Was ist mit handwerklicher Ausbildung? Was ist mit verbesserten Weiterbildungsmöglichkeiten für Arbeitslose und Hartz IV Empfänger? Was ist mit Allgemeinbildung, um nicht studierten Menschen Kunst, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Theologie, Soziologie näher zu bringen? Was ist mit besseren Zugangsmöglichkeiten zu Hochschulen und Universitäten für Quereinsteiger?
Unsere überflüssige "Germany's Miss Bildung" grinst feist in die Kamera und klopft sich selbst auf die Schultern für ein halbgares Konzept and dem sie allenfalls als Beraterin teilnimmt. Die Gelder spendieren die Finanzminister und um Bildung kümmern sich ihre Kollegen in den Ländern.
Wann wird dieses überflüssige Bundesministerium endlich abgeschafft, damit gespart werden kann? Stattdessen startet man lieber die nächste Hetzkampagne gegen Leistungsempfänger, von denen es wesentlich weniger gäbe mit einem vernünftigen, vom Kleinkindalter an begleitenden, Bildungskonzept.
Vielleicht sollte man sich aber doch lieber an Dürrenmatt halten:
"Selig sind, die da geistig arm sind, denn ihrer ist das Himmelreich."
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