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14. November 2007, 11:18 Uhr

"Schonfrist für die Kanzlerin ist vorbei"

Franz Müntefering ist zurückgetreten, die SPD stellt sich nun auf Ärger mit der Union ein: Auch wenn sich der Koalitionspartner gegen das Thema Mindestlohn sperre, wolle die SPD weiterhin für dessen Einführung kämpfen, sagt Fraktionschef Struck und greift Kanzlerin Merkel an.

Peter Struck (l.) und Kurt Beck bleiben in Sachen Mindestlohn "hartleibig"© Michele Tantussi/DDP

Die SPD hat nach dem Rücktritt von Arbeitsminister und Vizekanzler Franz Müntefering weitere harte Auseinandersetzungen mit der Union um das zentrale Streitthema Mindestlohn angekündigt. Seine Partei und die Nachfolger Münteferings würden die gleiche Linie beibehalten, sagte SPD-Fraktionschef Peter Struck im Deutschlandfunk.

Zum Mindestlohn gebe es massive ideologische Unterschiede zwischen den Koalitionspartnern. "Ich weiß genau, es wird immer wieder Ärger geben mit der Kanzlerin, mit der CDU/CSU-Fraktion. Aber wir werden in diesen Fragen nicht nachlassen, nicht nachgeben", sagte Struck. Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Andrea Nahles sagte, es werde jetzt mit harten Bandagen um Sachfragen gerungen.

Struck zog erneut die Verlässlichkeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel infrage. Das Verhalten der CDU-Vorsitzenden bei den Verhandlungen über den gescheiterten Post-Mindestlohn "lässt mich sehr skeptisch in Bezug auf die Verlässlichkeit gerade in diesen Fragen der Arbeitsmarktpolitik von Frau Merkel und der CDU/CSU blicken". Nahles sagte in Deutschlandradio Kultur, die Union werde sich darauf einstellen müssen, dass die SPD "hartleibig" weiter für den Mindestlohn kämpfen werde. "Ich glaube, dass die Schonfrist für Frau Merkel wirklich vorbei ist."

Unions-Fraktionsgeschäftsführer Norbert Röttgen sagte in der ARD, er erwarte nicht, dass das Thema Mindestlohn das zentrale Streitthema der Koalition der nächsten zwei Jahre sein werde. Zudem glaube er nicht, dass es im Regierungsbündnis ruppiger werde. Denn dann würde die SPD das nicht beachten, wofür Müntefering am meisten eingetreten sei, "dass die SPD diese große Koalition wollen soll und dass sie sich mit ihren Erfolgen auch identifizieren soll". In den entscheidenden Punkten sei die Koalition immer ergebnisfähig, sagte der CDU-Politiker.

Reuters
 
 
KOMMENTARE (10 von 12)
 
Oetker333 (14.11.2007, 16:09 Uhr)
Ende der SPD
Wenn die SPD untergehen sollte, was ich nicht glaube, wer bekommt dann die ganzen Stimmen? es kann doch nicht sein das diese Lobby- Parteien Union und FDP vsich die Macht teilen.
iovialis (14.11.2007, 14:26 Uhr)
Mindestlohn
Was will die SPD eigentlich? Mit dem Mindestlohn tritt sie für Menschen ein, die in "Lohn und Brot" stehen, aber nicht für jene Menschen, die kein Einkommen haben. Damit schadet sie eigentlich jenen, die kein Einkommen haben, denn die wollen auch von etwas leben - und bezahlen (mit was eigentlich?) die höheren Löhne.
Denkt hier jemand eigentlich über die Folgen von Mindestlöhnen nach?
Damit will ich nicht die CDU verteidigen, denn mir scheint, daß dort auch kein wirkliches Rezept gegen die Arbeitslosigkeit herrscht. Aber solange Arbeitslosigkeit noch als Krankheit begriffen wird und fieberhaft "bekämpft" werden soll, wird das nichts werden. Schließlich kuckt die Industrie darum, daß sie günstiger und damit konkurenzfähiger produzieren kann. Da hilft kein Mindestlohn, sondern ein Grundeinkommen...
.
http://www.iovialis.org/download
Raknarak (14.11.2007, 14:12 Uhr)
ob spd oder cdu....
...nehmen tun sich die beiden nichts. ich kann seit jahren zwischen mist und dung wählen. einer kriecht dem einen der andere dem anderen ins rektum.
menschlich gesehen ist es mir nicht möglich die cdu zu wählen da die kanzlerin nicht mal weiss wer das volk ist das sie regieren sollte.
wirtschaftlich gesehen darf ich keine der beiden wählen, denn die abzocke beider geht schon viel zu lange vor sich.
patriotisch gesehen kann ich die spd nicht wählen, da denen völlig egal ist wer als nächstes noch so alles in meiner nachbarschafft wohnen darf, ohne sich hier auch nur ein bisschen an zu passen oder sich zu intregieren.
also wie gesagt, wählen kann ich nur zwischen mist und dung, oder meine stimme verschwenden und sie einer partei geben die wohl eh keine 5 % schaffen sollte.
oder noch besser, ich bleibe weiterhin dabei meinen stimmzettel ungültig zu machen so das keine der heutigen parteien regieren kann und darf und ich nicht nochmals den albtraum einer großen verliererkoalizien vor mir habe.
jede stimme ist den parteien heilig da für jede stimme geld an sie fließt. macht eure stimmen ungültig, alles andere bringt deutschland nicht mehr weiter.
demokratie schön und gut, aber dann hätte ich gern eine richtige demokratie und keine gelenktes etwas das demokratie genannt wird.
jsbach (14.11.2007, 13:42 Uhr)
Unaufhaltsamer Abstieg
Die SPD ist wie die Grünen und die SED-Nachfolgepartei ein politisches Auslaufmodell. Zu Zeiten Willy Brands war sie noch eine moderne Partei. Aber seit Helmut Schmidt, der immerhin der beste Kanzler Deutschlands war, hatte dieser Abstieg schon begonnen. Schröder wurde trotz der SPD Kanzler, weil die Deutschen Kohl satt hatten. Seither ist weit und breit niemand zu sehen, der dieser Partei noch helfen kann. Kein halbwegs vernünftiger Mensch wird diese Partei noch wählen, geschweige denn in sie einreten. Es ist abzusehen, daß sie sich in diesem Zustand wie Linke und Grüne bei etwa 10 Prozent einpendelt. Und es wäre auch nicht das Schechteste für unser Land.
kralli19 (14.11.2007, 13:32 Uhr)
Merkel ?
Merkel..Merkel...da war doch was...Außenministerin, oder ?
Ach nee, "Kanzlerin"....Gelächter...ob sie überhaupt was mit dem Begriff "Richtlinienkompetenz" anzufangen weiß ?
Auf dem Papier mag sie Kanzlerin sein, defacto ist sie´s jedenfalls nicht, zumindest lenken tut sie nix.
Zur SPD....viel Spaß auf eurer Titanic-Tour...verdientes Ende für solche Verräter, noch viel zu gut.
bernie-abg (14.11.2007, 13:17 Uhr)
Wir haben bereits...
...eine neoliberale Einparteienregierung.
Der "Kampf" um einen Mindestlohn ist doch bloß das Feigenblatt einer "Geschröderten" SPD um die letzten ihrer Wähler davon abzuhalten abzuspringen.
Diese Einparteien-Bundesregierung aus SPDCDU steht für die Verelendung eines großen Teils der Bevölkerung, der Profit des "Aufschwungs" wurde schon längst an das Großkapital verschoben.
Sozialpolitische Kosmetik wird daran nichts mehr ändern.
oscarherz (14.11.2007, 13:02 Uhr)
Beginn von Merkels Ende
Diese Koalition wird sicher nach 2009 nicht fortgesetzt. Vielleicht bricht sie früher. Mit dem Abtritt ihres SPD-Gefolgsmannes wird die Kanzlerin auch langsam ihre Mehrheit verlieren. Schwarzgelb ist nicht mehrheitsfähig.Wahrscheinlicher ist die Ampel unter Beck oder Rot-Rot-Grün unter Wowereit.Nur Forsa suugeriert etwas Anderes.
harrybo (14.11.2007, 12:48 Uhr)
Schonfrist für Kanzlerin vorbei
Ich denke, die Schonfrist für die SPD sollte jetzt vorbei sein.
Liebe Frau Kanzlerin, beenden Sie die Koalition, bevor die SPD Ihnen noch mehr C-Promis ins Kabinett drückt, die dort nur spionieren, behindern und beleidigen (auch die Wähler) sollen.
Folgen Sie hier mal dem schlechten Beispiel Schröders und erzwingen Neuwahlen. Sie werden sie gewinnen.
Perof (14.11.2007, 12:32 Uhr)
Ende einer Ära?
Die SPD hat in ihrer Geschichte vieles überlebt.
Aber nach "Gazprom" Schröder weiterhin einen Vizekanzler Müntefering an ihrer Spitze, das wäre bei den nächsten Wahlen wohl ihr Ende gewesen.
Frei_Talk (14.11.2007, 12:20 Uhr)
Wer den ersten Schritt macht
Na kommt doch ihr Sozis. Wollt ihr jetzt die Vernunftehe beenden und Krawallschlagen. Nur zu...Die CDU tut gut daran Euch zunächst ein wenig anlaufen zu lassen bevor es ein Feuer frei gibt...Aber ihr lauft ja gar nicht in Richtung CDU sondern ihr lauft ja Rückwärst...also mit anderen Worten weg...Nur links hinter euch haben sich schon andere verbuddelt...ob die euch rein lassen. Lauft Sozis..
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