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Steuersenkungen, Fachkräftemangel, Betreuungsgeld - in Berlin diskutieren die Spitzen der schwarz-gelben Regierung über die inhaltlichen Schwerpunkte ihrer verbliebenen Amtszeit. Die Debatten versprechen reichlich Zündstoff, denn eine Einigung ist nicht in Sicht.
Was haben wir Bürger denn da zusammengewählt? Nach 100 Tagen ist klar: kein Profil, keine Führung, und das mitten in der Krise. Gute Nacht!
Für den ganz großen Wurf fehlte die Mehrheit, nun aber hat sich die große Koalition wenigstens auf Teillösungen verständigt. Im Naturschutz-, Wasser- und Strahlenschutzrecht sollen künftig bundesweit einheitliche Regelungen gelten. Allerdings sollen die Länder die Möglichkeit haben, in Details abzuweichen.
Allen Beteiligten sah man am Ende ihre Erschöpfung an. Immerhin hat sich die durchwachte Nacht gelohnt. Alle Infos zum Euro-Gipfel im Ticker.
"Offenbarungseid", "Bankrotterklärung": Peer Steinbrücks Bekenntnis zur Großen Koalition hat bei Grünen, FDP und Linken für Verärgerung gesorgt. Nun rudert der Finanzminister zurück - ein Stück.
Der neue US-Präsident Barack Obama will die Terrorprozesse in Guantánamo stoppen - ein Problem für die Große Koaliton. Denn eventuell müsste Deutschland dann einen Teil der Häftlinge aufnehmen. Innenminister Wolfgang Schäuble ist strikt dagegen, ganz anders als sein Ministerkollege Frank-Walter Steinmeier.
Wulff gegen Struck, Struck gegen Kauder, Kauder gegen Beck: Jeder gegen jeden, so scheint mit Beginn der Sommerpause das Motto der Großen Koaliton zu lauten. Als wäre das nicht schon schlimm genug, hat sich zudem Friedrich Merz zu Wort gemeldet und Angela Merkel kritisiert.
Wenn sich die Koaliton im Berliner Kanzleramt trifft, steht auch der Post-Mindestlohn auf der Tagesordnung. Durch das Entsendegesetz gibt es den Mindestlohn eigentlich schon - was eine Einigung wahrscheinlich macht. Sehr zur Freude der Linken in Union und SPD.
Wäre am Sonntag Bundestagswahl, dann würden die Deutschen die große Koaliton bestätigen. Das ergibt sich aus den Ergebnissen der aktuellen stern-Politumfrage. Zwar liegt die Union deutlich vor der SPD, für eine Koaltion mit FDP aber würde es nicht reichen.
Der Sieg von Rot-Grün beflügelt den Neuen Markt. Insbesondere die Aktien im Bereich der erneuerbaren Energien können teilweise stark profitieren, ohne das sich fundamentale Daten geändert hätten.
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