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Mit nackten Tatsachen gegen Sexismus

20 Minuten lang trotzte die Künstlerin Milo Moiré auf der Kölner Domplatte den Wintertemperaturen. Mit nichts am Leib außer rosa Turnschuhen gab sie ihr Statement zum Silvester-Skandal ab.

Milo Moiré protestiert nach Silvester-Skandal in Köln gegen Sexismus

Die Aktions-Künstlerin Milo Moiré steht mit einem Plakat mit der Aufschrift "Respektiert uns! Wir sind kein Freiwild selbst wenn wir nackt sind!!!" vor dem Dom in Köln

Die Performance-Künstlerin Milo Moiré ist für ihre nackten Auftritte berühmt-berüchtigt. Ob der Krieg in der Ostukraine oder der Terror des Islamischen Staats - Moiré kennt nur ein Mittel des politischen Protests: ihren Körper. Auch nach den massiven Übergriffen in der Silvesternacht in Köln griff sie am Freitag zu ihren bewährten Mitteln. 20 Minuten lang präsentierte sich die Schweizerin nackt auf der Kölner Domplatte, bis zwei etwas peinlich berührte Polizisten ihren Auftritt beenden mussten.

Nur mit rosa Turnschuhen bekleidet trug sie ein Schild spazieren. Ihre Botschaft: "Wir sind kein Freiwild selbst wenn wir nackt sind!" Trotzig kommentierte sie die Ereignisse der Silvesternacht. "Es ist für mich unvorstellbar, dass so etwas hier passiert. Trotzdem sollte man sich davon nicht einschüchtern lassen. Es ist Aufgabe der Politik, jetzt Maßnahmen zu ergreifen“, sagte die Pro­voka­teu­rin dem Kölner "Express"

Kritik an Rekers Handlungsempfehlung

"Ich stehe hier für die Freiheit der Frauen. Nach den Ereignissen der Silvesternacht denke ich, dass es der falsche Weg ist, dass man den Opfern sagt, was sie falsch gemacht haben. Vielmehr ist hier null Toleranz gefragt", so die Künstlerin. Dabei nahm sie Bezug auf die heftig kritisierte Handlungsempfehlung an Frauen der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker. "Es ist immer eine Möglichkeit, eine gewisse Distanz zu halten, die weiter als eine Armlänge betrifft", hatte diese vor Journalisten auf die Frage geantwortet, wie man sich als Frau besser schützen könne. Unter dem Hashtag #einearmlaenge brach daraufhin in den sozialen Netzwerke ein Shitstorm über der parteilosen Politikerin zusammen.

Moiré will sich aber nicht einschüchtern lassen. Frauen sollen furchtlos bleiben. Sie selbst habe keine Angst vor Übergriffen, auch wenn ein Risiko immer da sei, sagte sie dem "Express".

ivi
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