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27. September 2008, 13:18 Uhr

Haftbefehl gegen Terrorverdächtige

Gegen die beiden auf dem Flughafen Köln/Bonn festgenommenen Terrorverdächtigen hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehl beantragt. Fahnder haben die Gruppe, zu den die beiden festgenommmenen Männer gehören, offenbar schon lange beobachtet.

Auf dem Flughafen Köln-Bonn griffen Fahnder zu und nahmen zwei Terrorverdächtige fest© Jens Koch/Getty Images

Die beiden auf dem Flughafen Köln/Bonn festgenommenen Terrorverdächtigen wollten über Amsterdam nach Entebbe in Uganda fliegen. Das berichtete der "Spiegel". Der Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Bonn, Friedrich Apostel, dementierte es auf Nachfrage nicht.

Die beiden aus Somalia stammenden Männer waren am Samstagmittag noch in Polizeigewahrsam. Ob sie freikommen oder ob gegen sie ein Haftbefehl beantragt wird, war noch völlig offen, wie Apostel der Nachrichtenagentur AP sagte. Zunächst müssten die bei mehreren Durchsuchungen unter anderem in den Wohnungen der beiden Männer sichergestellten Beweise, darunter auch elektronische Daten, geprüft werden, sagte der Behördensprecher. Waffen, Munition oder sonstige gefährliche Gegenstände wurden laut LKA Nordrhein-Westfalen bei den Durchsuchungen nicht gefunden.

Am Freitag hatte das LKA erklärt, die beiden hätten sich an Anschlägen beteiligen und als Selbstmordattentäter im sogenannten Heiligen Krieg sterben wollen. Laut "Spiegel" soll es Hinweise auf einen möglichen Anschlag in Uganda geben, wo es einige bekannte jüdische Einrichtungen gebe. Deshalb seien auch die US- und die israelische Regierung informiert worden. Die Ermittler vermuteten allerdings, dass die beiden Verdächtigen nach Pakistan weiterreisen wollten.

Die beiden Festgenommenen sollen dem Blatt zufolge zu einem Islamistenzirkel aus dem Raum Bonn gehören, der seit Wochen vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) observiert wurde. Der vorgesehene Flug der beiden Festgenommenen sei offenbar Teil einer geplanten Ausreisewelle von zum "Heiligen Krieg" Entschlossenen gewesen. Zwischen Omar D. und Abdirazak B. einerseits und dem per Haftbefehl als Terrorverdächtigen gesuchten deutschen Konvertiten Eric Breininger besteht dem Blatt zufolge zumindest eine indirekte Verbindung. Alle drei sollen einen Bonner Mann namens Mohammed B. kennen, der im Verdacht stehe, junge Gotteskrieger-Rekruten nach Pakistan zu vermitteln.

Die Staatsanwaltschaft Bonn hat gegen die beiden am Freitag am Flughafen Köln/Bonn festgenommenen Terrorverdächtigen Haftbefehl beantragt. Das sagte Behördensprecher Friedrich Apostel am Samstag in Bonn. Die beiden Männer werden der Verabredung eines Verbrechens verdächtigt. "Nach den Unterlagen gibt es Anlass zu der Annahme, dass beide in naher Zukunft einen Anschlag geplant hatten", sagte Apostel. Nun muss der Haftrichter über den Antrag entscheiden.

AP
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
pitiplatsch (28.09.2008, 06:38 Uhr)
Gestpo und Stasi
lassen Grüßen. Wer ist eigentlich nicht verdächtig Herr Schäuble ??
fuchs0202 (27.09.2008, 23:38 Uhr)
UR63
keine falschparker mehr zum aufschreiben und melden gefunden. aber keine sorge, blockwarte werden schon noch eingeführt.
UR63 (27.09.2008, 22:38 Uhr)
Fuchsborn bitte auch gleich..
mitverhaften.Die wissen alles viel besser!
born47 (27.09.2008, 21:17 Uhr)
schon wieder nur zwei?
So oder ähnlich wurden auch in der DDR die “Feinde“ gemacht.
Die Stasis hätte sich ihre Methoden patentieren lassen sollen, dann könnten sie jetzt von den Gebühren toll dahin rentnern.
fuchs0202 (27.09.2008, 15:34 Uhr)
verdächtig
was die beiden besonders verdächtig macht, ist ihre agressive weigerung sich arme und beine amputieren zu lassen. der gipfel an widerstand war das ausschlagen einer lobotomie.
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