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29. Oktober 2008, 16:44 Uhr

Anklage fordert lebenslange Haft

Im Prozess gegen einen der beiden Kofferbomber hat die Bundesanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für den angeklagten 24-jährigen Libanesen Youssef al H. verlangt. Die Staatsanwälte sehen in ihm den "geistigen Urheber" der Anschlagspläne auf zwei Kölner Regionalzüge, die möglichst viele Menschen töten sollten.

Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf hat die Anklage eine lebenslange Freiheitsstrafe für den angeklagten Libanesen Youssef al H. gefordert© Achim Scheidemann/DPA

Im Düsseldorfer "Kofferbomberprozess" hat die Bundesanwaltschaft am Mittwoch eine lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten Youssef al H. gefordert. Die Beweisaufnahme habe ergeben, dass der Vorwurf des vielfachen versuchten Mordes zutreffend sei. "Deutschland hat einem islamistischen Anschlag nie näher gestanden", sagte die Vertreterin der Bundesanwaltschaft, Duscha Gmel.

Der angeklagte 24-jährige Libanese und sein Mittäter hätten bei der Tat im Sommer 2006 alles Erforderliche getan, um möglichst viele Menschen zu töten und auf diese Weise Angst und Schrecken zu verbreiten, sagte Gmel. "Die Beweislast ist geradezu erdrückend." Der angeklagte 24-jährige Libanese sei zudem "geistiger Urheber" der Anschlagspläne.

H. wird vorgeworfen, am 31. Juli 2006 in Köln zusammen mit einem Komplizen Bombenanschläge auf zwei Regionalzüge verübt zu haben - die allerdings scheiterten. Beide Männer sollen in Koffern verpackte Gasbehälter mit Zeitzündern in den Zügen deponiert haben. Wegen eines handwerklichen Fehlers gingen die Bomben aber nicht hoch. Andernfalls hätte es bis zu 75 Opfer geben können, sagte Gmel. Beide Männer konnten verhaftet werden, weil sie auf dem Bahnhof von Video-Kameras gefilmt worden waren.

Hintergrund des versuchten Anschlags sei die Veröffentlichung der umstrittenen Mohammed-Karikaturen, für die der Angeklagte Rache üben wollte. Dieser hatte in dem von scharfen Sicherheitsmaßnahmen begleiteten Prozess beteuert, die Sprengsätze seien absichtlich so konstruiert worden, dass sie nicht hochgehen konnten.

Das Plädoyer der Bundesanwaltschaft hatte erst mit mehrstündiger Verzögerung begonnen. Grund waren neue Beweisanträge der Verteidigung, die die Kammer aber abwies. Die Verteidiger hatten gefordert, den mutmaßlichen Komplizen des Angeklagten, Jihad H., zu vernehmen. Dieser sitzt im Libanon in Haft, nachdem ihn ein Gericht in Beirut zu einer zwölfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt hatte.

Der Prozess in Düsseldorf soll nach der bisherigen Planung am 12. November mit dem Plädoyer der Verteidigung fortgesetzt werden. Das Urteil soll am 18. November folgen.

DPA/Reuters
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
Administrator (30.10.2008, 08:50 Uhr)
Liebe User,
an dieser Stelle haben wir eine Reihe von unsachlichen und sich nicht auf das Thema des Artikels beziehende Postings gelöscht. Wir bitten Sie, sachlich und unter Beachtung unserer Regeln zu diskutieren.
Herzliche Grüße,
Ihre stern.de-Admins
chelestex (29.10.2008, 19:31 Uhr)
Der Islam ist das Problem
Der Islam ist das Problem, und damit ist nicht nur der Terrorismus gemeint - Stichworte: Intensivtäter, Zwangsverheiratungen, Unterdrückung der Frauen, Hass auf den Westen, Rassismus und Gewalt gegenüber Deutschen, Homosexuellen, Konvertiten usw. - aber erst jetzt werden diese Probleme auch in Deutschland bzw. ganz Europa erkannt, jedoch von den meisten "Qualitätsmedien" immernoch versucht zu leugnen und zu verschleiern.
Bin aber gespannt, wie lange hier noch gepostet werden kann, bevor die Kommentarfunktion gesperrt wird.
mfg
woris (29.10.2008, 19:26 Uhr)
kofferbomber
Dazu muss ich sagen das ich kein Rechter bin.Nur was reitet diese doch noch jungen Menschen so einen Hass zu haben?
Das ganze ist von der Religion gesteuert.Die alten Prediger wollen ihre Macht ausüben und vergrössern,ohne ihren eigenden Arsch zu riskieren.
Der Frust der irren Jungs ist so gross das sie jede Sure auswendig kennen,ohne den Sinn zu verstehen.
Dazu kommt das leider viele Muslime hier in Deutschland keinen Bildung haben und wollen.
Da gibt es auch noch eine andere Stömung,die zwar beten aber ansonst dem westlichen Lebenstyl nicht abgewandt sind.Solange du nicht seine Schwester anspricht.Wenn er aber deine Schwester anspricht ist das o.k.Ist eh eine Nutte.
Aber das ist alles schon hundertmal gesagt worden.Hilft leider nichts.
anak (29.10.2008, 19:02 Uhr)
ursprung des terrors
die islamistische ideologie ist der ursprung des terrors.
die imane und sonstige verbreiter dieser ideologie sollten nur unter beobachtung und sprachlicher kompetenz ihre reden in den moscheen abhalten können,denn es gilt wie bei allen anderen fanatikern: wehret den anfängen!
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