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25. Oktober 2006, 14:21 Uhr

Krieg ist hässlich. Ach was

Deutsche Soldaten haben in Afghanistan mit einem Leichenschädel gespielt. Das ist abscheulich. Aber einen sauberen Krieg hat es noch nie gegeben. Napoleon hatte Glück, dass es damals noch keine Fotohandys gab. Von Lutz Kinkel

Das Spiel mit Totenschädeln - eigentlich nur ein Skandälchen© Joerg Sarbach/AP

So, so. Deutsche Soldaten haben also in Afghanistan mit einem Leichenschädel herumgespielt. Einer pflanzte ihn als Kühlerfigur auf den Jeep, ein anderer hält sein entblößtes Glied an den Knochenkopf. "Schock-Fotos" brüllt die "Bild".

Gleichwohl: Schockierend ist eher die Annahme, die diesem Skandal unterliegt. Sie lautet: Es ist möglich, in einem Krieg - und nichts anderes findet in Afghanistan statt, auch wenn die deutschen Soldaten dem Wiederaufbau dienen - sauber zu bleiben. Dieser Humbug lässt sich auch aus der Reaktion herauslesen, die Verteidigungsminister Franz Josef Jung zu Protokoll gab: Das Verhalten der Soldaten sei keinesfalls zu dulden, man müsse gegebenenfalls strafrechtliche Konsequenzen ziehen. Und zwar "mit allem Nachdruck". Danach, so die unausgesprochene Schlussfolgerung, ist die deutsche Soldatenwelt wieder so sauber wie eine Alpenwiese im Morgenlicht.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Schädel-Spieler sind keine Mörder, auch keine Faschisten. Es sind Soldaten, die in der normalen Anarchie des Krieges über die Stränge geschlagen und ihre pubertären Machtfantasien ausgelebt haben. Wir sprechen von einem Skandälchen - das aber auf ein tieferliegendes Problem hindeutet.

Wer sich jemals mit Krieg beschäftigt hat, stößt unweigerlich auf Christopher Brownings brillante Studie "Ganz normale Männer". Browning untersucht in seinem Buch das Verhalten des Hamburger Polizeibataillons 101, das im Zweiten Weltkrieg Juden-Exekutionen durchführte. Die Frage, die er stellt, ist universell: Wie kann es passieren, dass sich Familienväter, die zuvor ein bürgerliches Leben führten und aufrechte Demokraten waren, plötzlich in Mörder verwandeln? Browning nennt dafür einige Faktoren. Gruppendruck. Alkohol. Arbeitsteilung bei den Verbrechen. Indoktrination. Die zivilisatorische Hülle des Menschen, so Browning, ist hauchdünn. Es braucht nicht viel, um sie zu zerreißen.

Das geschieht immer wieder. Die Schlächtereien in Vietnam, das Massaker von Srebrenica, Saddams Giftgas-Einsatz gegen Kurden, die Folterungen in Abu Ghreib - die Liste der Barbareien ist lang und wird solange fortgesetzt, wie es Kriege geben wird, also ewig. Krieg ist eben keine geordnete Auseinandersetzung zwischen zwei Völkern oder Gruppen, reguliert von Gesetzen und Ehrenkodizes. Krieg ist auch nicht "chirurgisch" zu führen, wie es uns die westliche Rhetorik immer wieder vorgaukelt. Krieg ist ein Meer an Grausamkeiten.

Gut, dass heutzutage jeder eine Digitalkamera oder ein Fotohandy dabei hat. Das verschafft der alten Tradition, dass sich Täter mit ihren Taten brüsten, mehr Publizität. Die Aufnahmen in Abu Ghreib haben keine Reporter gemacht, sondern die Beteiligten selbst. Die Fotos von den Schädel-Spielereien der Bundeswehr wurden offenbar ebenfalls von den Soldaten selbst gemacht. Irgendwann finden solche Bilder offenbar ihren Weg in die Medien. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass uns bei der Zeitungslektüre der Kaffee im Hals stecken bleibt.

Natürlich muss Verteidigungsminister Jung einschreiten, das Image der Bundeswehr ist beschädigt. Aber das ist nicht überraschend. Das ist der Preis, den die Deutschen für ihre Wiedereingliederung in die Reihe der souveränen, mitunter auch Krieg führenden Staaten zahlen müssen. Immer wieder.

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Von Lutz Kinkel
 
 
KOMMENTARE (10 von 25)
 
Henrike (27.10.2006, 09:18 Uhr)
Verständnis ??? sicher nicht
wo doch in der gesamten Gesellschaft kaum noch Hemmschwellen bestehen, was es Gewalt in jeglicher Form angeht, wie sollte es da eine Hemmschwelle bei Kriegsführung geben???!!!! Gibt denn eine Uniform das Recht, Dinge zu tun, die Jenseits von Moral und Ethik liegen?! Gewiss nicht!Zurück bleibt Unverständnis und Entsetzen. Es sollte wohl eine phsychologisch fundiertere Ausbildung beim Militär geben.Eine weitaus sinnvollere Investition als nur die für Waffen und Ausrüstungen..wer weiss, wieviele" Leichen wohl noch im Keller liegen"..
Fiasc0 (27.10.2006, 01:17 Uhr)
Werte-Vermittlung
Abgesehen von diesen Fotos, wie soll ein deutscher Soldat die Werte unserer Gesellschaft in einem islamischen Staat vermitteln, wenn wir es noch nicht mal schaffen Muslime Bürger in unserer Gesellschaft zu intigrieren?
Die Aufgabe die die BW bekommen hat ist viel zu weit von dem Beruf des Soldaten entfernt. Der Bürger in Uniform der unsere Gesellschaft vertritt , und das mit einem Alter unter 30, kann doch nicht Menschen andern Glaubens die Werte wie Religionsfreiheit oder Meinungsfreiheit vermitteln? Das bezweifle ich sehr stark. Aber warum wird dies von dt. Soldaten gefordert? Es ist ein reiner Irrglaube anzunehemen das nur politisch Korrekt geschulte Bürger ( möglichst Professor in Soziologie) die BW beglücken. Es sind die Armen , heute Unterschicht genannt, die den Dienst wählen. Und ratet mal wieviele Soldaten aus den östlichen Bundesländern kommen? Wo hat die NPD/DVU viele Stimmen in den Landtagswahlen gewonnen?
Das ist leider so.
Peet26 (26.10.2006, 22:45 Uhr)
Verhältnismäßigkeit ?

Schlimm das solche Bilder entstehen. Doch wer sind die Personen, die solche Bilder noch an Zeitungen verkaufen ?
Die Reaktionen afghanischer/islamischer seits wird wahrscheinlich der ein oder ander Anschlag mehr sein, mit der Überzeugung, es richtig gemacht zu haben. Weil die Soldaten Ihre Toten geschändet haben.
Aber, wo bleibt denn hier bitte die Verhältnismäßigkeit ?
Im Irak sterben im Durschnitt täglich hundert Menschen.
Dutzende werden verletzt.
In Afghanistan sterben täglich Menschen, brutale Gewalt an der Tagesordnung.
Sunniten gegen Schiiten, alle gegen jeden, jeder gegen alle. Mit jedem Tag werden die Verbrechen dort mehr.
Ja, es ist Krieg.
Und dann sind da deutsche Soldaten, die da meiner Meinung nach nicht hingehören und gehen Ihrem Auftrag nach. Langweile, Lagerkoller, wenig bis kein Alkohl, keine Frauen, keine Familie kein normales Leben. Junge Männer im Alter von 19 -25 Jahren kommen unvorbereitet in den Krieg.
Sehen täglich Tote, bekommen die Verbrechen täglich mit, jeder stumpft dabei ab. Ganz klar. Und dann sehen Sie in einem einen Totenschädel und machen ein paar für Ihre Begriffe lustige Fotos. Erinnerungen. An den Alltag, mit Toten, Chaos, Staub, Dreck, Afghanistan eben.
Will so eine Aktion nicht entschuldigen, diese jungen Männer, die in das Einsatzgebiet von der BRD gesendet worden sind, gehören bestraft.
Aber was hier passiert, es wird eine Mücke zum Elefanten gemacht.
Durch solch eine absolute Überbewertung der Ereignisse - bei denen nur Fotos gemacht wurden, wird eine Reaktion folgen, direkt oder indirekt, das weiß jeder, in der es Tote geben wird.
Tote Soldaten.
Deutsche Soldaten.
Und das wegen ein paar Fotos mit einem Schädel ?
Mitschuldig sind dabei an erster Stelle die Personen, die diese Bilder verkauft haben an die besagte Zeitung. Die Zeitung selbst trägt für kommende Tote in dem Zusammenhang eine große Mitschuld.
Die Personen auf den Fotos ?
Gehören bestraft, aber verhältnismäßig.
Täglich Tote, Vergewaltigungen, Drogenverkauf, Bürgerkrieg und von ein paar grünen deutschen, die unwissend in einen Krieg gesendet worden sind nur ein paar Bilder ?
Ob in Afghanistan täglich Menschen sterben, ob im Irak täglich 100 Menschen sterben, das mittlerweile 18 BW Soldaten gestorben sind in Afghanistan, das mittlerweil über 2000 GI´s im Irak gestorben sind, das es täglich hunderte Schwerstverletze gibt, das es 100.000 US GI´s gibt, die psychisch krank geworden sind durch den grausamen Krieg im Irak - interessiert keinen mehr.
Hier sind wir abgestumpft.
Und prangern diese Fotos einiger weniger Soldaten an.
AlterEgo (26.10.2006, 17:16 Uhr)
Bürger in Uniform
Hallo Gringo,
ich hatte es an anderer Stelle schon gesagt - Soldaten sind Menschen(Bürger) in Uniform. Das Textil und die Umstände in denen man es trägt und die Machtmittel die man zusätzlich in die Hände bekommt verstärken einige charakterlichen Eigenschaften des Einzelnen. Und die manifestieren sich dann. Daher streite ich hier an dieser Stelle so stark für die Abstrafung dieser Unmenschen, die ganz persönliche Verantwortung tragen.
Das das Soldatsein besondere Anforderungen an den Charakter des Einzelnen stellt ist jedoch nichts Neues. Um so bedauerlicher ist es, das offensichtlich einige Nieten durch die Prüfungen geflutscht sind, die hoffentlich (ich kenne mich da im Detail nicht aus) durchgeführt werden, bevor jemand in eine solche Mission geschickt wird. Und eine entsprechende Ausbildung vor Ort könnte auch nicht schaden. Da hat die BuWe offensichtlich Defiziete, die sich jetzt zeigen.
Wichtig ist jedoch auch der Umgang mit solchen Fällen. Und da kann ich mich nur wiederholen - der kann nur klar,konsequent, mit offener Kommunikation sein, sonnst setzt man sich dem Schmutz mit aus.
Freundliche Grüsse
Gringo (26.10.2006, 12:13 Uhr)
Zu verhindern? Leider nein.
Tag, Alter Ego
Chapeau - ihr Beitrag "Demokratische Spielregeln" hat mir größtenteils richtig gut gefallen. Insbesondere beruhigt es mich, dass wir in der Beurteilung der Bildzeitung doch nicht soweit auseinanderliegen, wie ihr erster Beitrag vermuten liess (damit wandert auch der Diekmann-Seitenhieb mit Schwung in die Tonne -no offence, mate).
Ich bin allerdings immer noch der Ansicht - Freiheit der Presse her oder hin - dass ein veranwortungsbewußterer Umgang mit dieser Hammermeldung auch unter Beachtung demokratischer Grundregeln möglich gewesen ist und das Zerschlagen außenpolitischen Porzellans hätte verhindert werden können.
Richtig - der Patrouillenführer(Feldwebeldienstgrad)dürfte zumindest seiner Meldepflicht dieser Vorkommnisse nicht nachgekommen sein.Allein dafür wird man ihm auch berechtigtermaßen den Strick drehen.
Dass darüber hinaus "vertuscht" wurde glaube ich weiterhin nicht, denn wenn der Patrouillengführer die Sauerei nicht im mission report aufführt, erfährt davon kein Mensch.
Was mich weiterhin beschäftigt ist die Frage, ob so ein Verhalten überhaupt zu vermeiden ist. Da bin ich leider pessimistisch. Ich muss auf den arg abgegriffenen Begriff vom "Spiegelbild der Gesellschaft" zurückgreifen weil er einfach zutreffend ist. Warum sollte eine zunehmende Verrohung der Gesellschaft mit ihren voyeuristischen, sexistischen und gewaltverherrlichenden Tendenzen ausgerechnet in der Bundeswehr nicht zu diagnostizieren sein? Was derzeit an menschenwürdeverachtenden Inhalten über Internet, Computerspielen und anderen Medien transportiert wird, hat natürlich auch Einzug in die Köpfe von Bundeswehrangehörigen gefunden. Es gibt keine vergleichbare Situationen ständiger sozialer/institutioneller Kontrolle, Normierung und möglicher Sanktionierung von Fehlverhalten wie einem Auslandseinsatz. Trotzdem wird Fehlverhalten Einzelner oder von kleien Gruppen gleichförmig Degenerierter/Mitläufer nie vollständig auszuschließen sein. Denn der unbeobachtete Augenblick, die gruppendynamische Erruption nach einem Übermaß an Langeweile oder Gefahr, der Ausdruck eigener Angst,Ohnmacht oder Frustration - er wird wieder vorkommen. Es wird weder durch Anpassung der Ausbildung, selektiverer Personalauswahl (aus welchem unerschöpflichen Reservoir denn überhaupt?) oder erhöhte Dienstaufsicht auszuschließen sein. Und es wird immer jemand mit Fotohandy dabei sein, der sich nicht entblöded, sein Ego mit der Veröffentlichung möglichst ätzender Darstellungen zu pushen.
Übertriebener Kulturpessimismus? Sicherlich nicht, wenn man sich die unzähligen einschlägigen Postings aus dem Irak vor Augen führt (Stichworte"Ramallah Madness" oder "name-that-body-part"). Die Richterskala des Abstoßenden ist leider nach oben offen und es ist mit Bedauern und Ohnmacht zu konstatieren, dass der Totenkopfschwachsinn auf dieser Skala recht weit unten steht.
Die Bundeswehr betreibt weltweit die beste und gründlichste einsatzvorbereitende Ausbildung ihrer Soldaten. Dies wird aber nicht verhindern, dass solcher Verrat an der hervorragenden Arbeit die geleistet wird und an der Kameradschaft Unbeteiligter nochmals vorkommt. Gringo
filmklang (26.10.2006, 10:44 Uhr)
Soldaten sind lieb
Das Bild, das der Verteidigungsminister von der Bundeswehr zeichnet, ist lächerlich.
Man braucht doch nur am Wochenende mit der Bahn unterwegs zu sein, um Soldaten zu sehen, wie sie sind.
Mein Bruder war Antialkoholiker und Nichtraucher.
Er wurde die gesamte Wehrpflichtzeit über gefoltert, indem ihm mit Gewalt Alkohol eingeflösst wurde und er psychisch und physisch fertig gemacht wurde, nur weil er eher ein intellektueller weniger ein "kumpelhafter" Typ war. Später hat er sich das Leben genommen.
AlterEgo (26.10.2006, 09:26 Uhr)
Verurteilungswürdig ?
@karl8
Erstaunliches Weltbild! Ein Soldat ist also automatisch pervers? Nur weil man in Afghanistan ist, ein Gewehr trägt und Patrouille fahren muss, darf man alles? Die Funktion einer Armee ist, ihre Soldaten zu pervertieren? Wenn die in Mittenwald auf dem Marktplatz mit Schädeln onanniert hätten, wäre das jetzt schlimmer?
Da haben ein paar Vollidioten ohne Not Soldaten in Misskredit gezogen und letztlich gefährdet , die ihren Job wirklich ernsthaft tun wollen. das ist nicht nur verurteilungswürdig sondern es ist verurteilungspflichtig.
karl8 (26.10.2006, 09:03 Uhr)
Sehr geehrte Herren und Damen
Nachdem ich selber in den Genuss kam ein DEUTSCHER Soldat zu sein .Gottseidank niemals im Kriegseinsatz ausser gegen die Vorgesetzten , welche übrigens keinerlei genügende Ausbildung für diesen Job haben .
Muss ich nun sagen das ich in keinster Weise Verstehen kann wie man so Blauäugig sein kann Anzunehmen das diese Soldaten abends bei nem Gläschen Limo Lego spielen , diese halben Kinder werden in ein Land geschickt und machen patrouillenfahrten welche mehr oder weniger gefährlich sind .
das Einzige dumme was diese Männer getan haben ist Fotos wegzuschicken die irgendein Neunmalkluger ( das Schimpfwort dazu ist bestimmt Verboten ) für 3,50€ an die Zeitung verschachert hat .
Nun Nochmal für alle diese Soldaten sind nicht zu Verurteilen , denn sonst müssen sie die ganze Bundeswehr Verurteilen .
ODER sie holen die Bundeswehr aus allen ihren diversen Kriseneinsätzen und geben ihnen Lego zu spielen
oder sonstiges , oder noch besser sie lösen die Bundeswehr auf und geben das Unnötige Geld zum THW oder solchen die wirklich Ahnung von ihrem Job haben
AlterEgo (26.10.2006, 08:22 Uhr)
Demokratische Spielregeln
Hallo Gringo - ich kann ja nachvollziehen, dass sie sich berechtigt Sorge um Wohl und Wehe der deutschen Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan machen. Aber um was geht es auch in Afghanistan? Es geht um die Erhaltung der Werte unserer pluralistischen, relativ meinungsfreien und parlamentarischen Demokratie. Da gibt es ein paar Grundregeln, an die sich die übergrosse Zahl der Menschen hier und der in Uniform im Ausland hält. Und all diese Menschen, werden von einigen wenigen Vollidioten in Misskredit gezogen. Sollte dieser Vorfall auf Patroullienfahrt geschehen sein, dann war mindestens ein Vorgesetzter dabei, alles fand unter der ISAF Fahne statt, und ist bestimmt auch noch beobachtet worden. Also hat zumindest der Patroullienführer (Vorgesetzter) vertuscht oder mitgewirkt. Und dem Auftrag für diese Fahrt hat dieses Verhalten sicher nicht entsprochen. Haben diese Typen, durch Nichtbeachtung ihres Auftrages vielleicht auch potentiell Ihre Kammeraden gefährdet?
Und nun wird fleissig an Entschuldigungen für dieses Verhalten gesucht. Es gibt aber keine!!! Männer mit nur wenig menschlicher Reife können auch in Drucksituationen darauf verzichten, sich einen Totenschädel vor das Gemächt zu halten und das ganze abzulichten. Und dann wird auch hier noch behauptet, ist doch in nur AFG. Auch dort leben Menschen und die sind überwiegend wie Du und ich und keine Tiere. Und ich würde auch seltsam reagieren, wenn jemand mit dem Schädel z.B. meiner toten Mutter onanniert.
Das BILD ihre Auflage durch solche Fotos steigert, braucht nicht weiter kommentiert zu werden. Es gibt Auskunft über die ethische Stärke derer, die das drucken und derer die das kaufen. Aber es gehört zu unserer Spielregeln, das die das prinzipiel dürfen. Und das waren sich, unter vielem anderen, diese hirnrissigen Deppen nicht bewusst.
Aber wer hat diese Leute ausgebildet und ausgewählt? Ich denke da sind die Verantwortlichen. Das am Ende vollkommen Unschuldige und Unbeteiligte die Leidtragenden sind - macht die Sache nur noch übler. Die die es getan haben kommen mit einer Entlasung und zweihundert Sozialstunden davon und Andere in AFG werden vielleicht von aufgebrachten Bauern bei Ausübung eines besten Dienstes (Arzt, Strassenbau, Schule etc.) bedroht, verletzt und vielleicht mehr.
Die Verursacher werden hier aber entschuldigt und das finde ich skandalös.
P.S. Der Diekmannvergleich ist ja schon fast ehrverletzend
Unschuld (26.10.2006, 03:24 Uhr)
DE in Afghanistan ist ein Skandal
In historischen Schriften, die irgendwann viel später in diesem Jahrhundert geschrieben werden, wird man diesen Einsatz als das bewerten, was es in der Tat ist: Der wirkliche Skandal in der westlichen Politik! Ich höre schon die wütenden Schreie, wenn ein Taliban mit dem Schädel eines deutschen Soldaten Fußball spielt ... ein unnötiger Konflickt in der Welt, der die kulturelle und moralische Stärke des Westens bis ins Mittelalter zurückbombt!
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